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Heizen mit Holz

Inhalt

Heizen mit Holz liegt im Trend – und das aus gutem Grund: Holz ist ein umweltfreundlicher, nachwachsender Rohstoff. Doch um effizient und nachhaltig zu heizen, kommt es auf die richtige Nutzung an. Erfahre hier, welche Holzöfen es gibt und welche Tipps du beim Heizen unbedingt beachten solltest. 

Heizen mit Holzofen: diese Modelle gibt es

Wer mit Holz heizen möchte, muss zunächst die nötigen Voraussetzungen schaffen. Gibt es in deinem Haus bereits einen Schornstein oder muss er nachträglich eingebaut werden? Soll der Ofen freistehen oder in die Wand eingelassen werden? Und wie gross ist die Fläche, die du beheizen willst? Je nachdem, wie du diese Fragen beantwortest, hast du verschiedene Optionen: 

  • Kamin: Ein offener Kamin ist meist in die Wand eingelassen und bietet freie Sicht auf das Feuer. In der Regel werden diese Modelle als Heizkamine mit einer Glasscheibe verbaut, um Brände zu vermeiden. Durch das grosse Sichtfenster heizen Kamine den Raum schnell auf
  • Kaminofen: Dieser meist freistehende, gusseiserne Holzofen bietet durch ein Fenster in der Tür einen Blick auf das Feuer. Er wird einfach mit einem Rohr an den Schornstein angeschlossen. Der Ofen verströmt rasch Wärme, kühlt allerdings auch schnell wieder ab und du musst häufig nachlegen. 
  • Speicherofen: Ob klassischer Kachelofen oder die Specksteinvariante – Speicheröfen sind ein besonderer Blickfang. Das Anheizen dauert zwar etwas länger, dafür speichern die Kacheln beziehungsweise Steine die Wärme aber über einen längeren Zeitraum. 

Welches Holz für den Kamin?

Mit welchem Holz du heizen solltest, hängt auch davon ab, welcher Brennwert für deinen Ofen als ideal angegeben wird. Nadelhölzer haben beispielsweise einen niedrigen Brennwert. Besonders gut eignen sich Harthölzer, zu denen neben Buche, Eiche und Esche auch Obstbäume zählen. Da Weichhölzer meist etwas feuchter sind, sollten sie vor allem in offenen Kaminen nie unbeaufsichtigt abbrennen. Achte unbedingt darauf, dass dein Brennholz unbehandelt ist, also keine Beschichtung oder Lackierung aufweist und auch Holzfaserplatten oder Pressholz solltest du nicht verbrennen. Andernfalls können beim Verbrennen giftige Schadstoffe freigesetzt werden. Wähle für die Lagerung deines Brennholzes einen trockenen, wettergeschützten Ort, um seine Qualität zu erhalten. 

Kaminofen richtig heizen: so geht’s

Das Heizen mit Holz will gelernt sein! Doch mit etwas Übung und unserem Ratgeber zum richtigen Anzünden des Kamins gelingt es, das Feuer nicht nur zu entfachen, sondern auch am Brennen zu halten. Zunächst benötigst du einen Anzünder – das können kleine Stücke weichen Nadelholzes sein oder spezielle Kaminanzünder, die es fertig zu kaufen gibt. Letztere sind allerdings weniger umweltfreundlich

So gehst du vor: 

  1. Schichte zwei bis drei grosse und mehrere kleinere Holzscheite auf – in die Mitte legst du den Anzünder. 
  2. Öffne die Lüftungsklappen vollständig, damit das Feuer genügend Sauerstoff bekommt. 
  3. Zünde den Anzünder mit einem Feuerzeug oder Streichholz an und schliesse die Tür. 
  4. Wenn alle Holzscheite Feuer gefangen haben, schliesse die Luftklappen und prüfe, ob das Feuer weiter brennt. Gegebenenfalls kannst du nachregeln. 
  5. Sind die Scheite fast heruntergebrannt, glühen aber noch, kannst du weitere Scheite nachlegen. 

Kaminofen und Umwelt: so verringerst du die Emissionen

Holzheizungen vermitteln nicht nur eine gemütliche Stimmung, sondern stehen dank der geringen CO2-Emissionen in puncto Umweltverträglichkeit hoch im Kurs. Dennoch sollte auch der älteste Rohstoff der Menschheit effizient verheizt werden. Beachte: Nicht jedes Holz eignet sich für jeden Ofen gleichermassen. Du schadest der Umwelt mehr, als dass du ihr nützt, wenn du falsches oder mit Farb- bzw. Schutzmitteln behandeltes Holz verbrennst. 

Wenn du umweltfreundlich mit Holz heizen willst, beachte am besten folgende Tipps: 

  • Nutze einen energieeffizienten Ofen oder Kamin – ältere Modelle sollten ausgetauscht werden. 
  • Achte immer darauf, dass das Holz trocken ist und verbrenne es in kleinen Scheiten. 
  • Verbrenne kein feuchtes Holz, kein Papier, keine Möbel und keine Abfälle. 
  • Lass deinen Kamin oder Ofen regelmässig warten und fegen. 

Brennholz selbst machen

Willst du dein Brennholz selbst machen, gilt es dabei einiges zu beachten: Bei der Aufarbeitung spielen vor allem Sicherheit und Ergonomie eine wichtige Rolle. Hier erfährst du, wo du dein Kaminholz herbekommst und wie du es richtig verarbeitest.

Brennholz selbst besorgen und sägen

Im ersten Schritt musst du dir das geeignete Holz beschaffen. Natürlich darfst du nicht überall einfach Bäume fällen oder beschneiden. Am besten erkundigst du dich bei der nächstgelegenen Försterei, an welchen Standorten das möglich ist. Mit entsprechendem Know-how, Motorsäge und Schutzausrüstung darfst du loslegen! 

Motorkettensägen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Mach dir Gedanken, welche Arbeiten du mit der Maschine hauptsächlich verrichten möchtest und wie oft. 

Sägst du dein Brennholz selbst, solltest du stets umsichtig arbeiten. Trage währenddessen ausnahmslos immer deine Schutzausrüstung und suche dir, bevor du loslegst, eine geeignete und stabile Position. Setze vor dem Schnitt den Krallenanschlag an und beginne erst dann mit dem Sägen. Ziehe die Motorkettensäge nur mit laufender Kette aus dem Holz. Vermeide das Arbeiten auf unstabilem Untergrund und benutze stets beide Hände

Brennholz selbst schlagen und spalten

Machst du dein Brennholz selbst, muss es erst noch eine Weile trocknen, bevor du es für deinen Kamin verwenden kannst. Damit das etwas schneller geht, wird das Holz mit der Axt in Scheite gespalten. Anschliessend lagerst du es am besten an einem gut belüfteten, sonnigen Platz im Freien, idealerweise an der Hauswand, geschützt vor Regen. Wie lange es dauert, bis die Scheite trocken genug zum Verbrennen sind, hängt von der Art des Holzes, der Dicke der Scheite und der Lagerung ab. Mit einem Holzfeuchtemessgerät kannst du die Restfeuchtigkeit in den Holzscheiten messen. 

Die Trocknungszeit variiert je nach Holzart: 

  • Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer benötigen etwa 6 bis 12 Monate zum Trocknen.  
  • Harthölzer wie Buche oder Eiche brauchen länger, oft 1,5 bis 2 Jahre 

Versuchsreihen des Technologie- und Förderzentrum Straubing (TFZ) haben 2006 gezeigt, dass eine abgedeckte Aussenlagerung diesen Prozess beschleunigen kann.

Die richtige Ausrüstung zum Holzspalten

Da auch eine Axt gefährlich werden kann und beim Spalten des Brennholzes Splitter herumfliegen, musst du auf passende Schutzausrüstung achten. Dazu zählen: 

  • Gehörschutz  
  • Schutzbrille 
  • Handschuhe 
  • Schuhe oder Stiefel mit Stahlkappen 
  • Schnittschutzhosen sind zwar nicht unbedingt erforderlich, bei nassem Holz aber nützlich 

Die Axt ist ein Forstwerkzeug, das auf deine Körpergrösse, Muskelkraft und die Holzdicke abgestimmt sein muss. Idealerweise reicht der Stil bei ausgestrecktem Arm bis zur Schulter. Zudem sollte sie gut in der Hand liegen und nicht zu schwer für dich sein. 

So machst du dein Kaminholz selbst klein
Stelle einen Hackklotz auf einen festen Untergrund. Dafür eignen sich feste, gut getrocknete Holzstümpfe mit einem Durchmesser von mindestens 50 Zentimetern. Stelle das zu spaltende Holz mittig darauf. Achte auf einen sicheren Stand und halte die Axt fest im Griff. Mit lockerem, aber kontrolliertem Schwung der Axt kannst du das Holz nun spalten. Alternativ kannst du natürlich auch einen Holzspalter nutzen. 

Die Alternative: Heizen mit Pellets

Eine gute und äusserst praktische Alternative zum Brennholz ist das Heizen mit Pellets. Die kleinen Stifte aus gepresstem Sägemehl sind wahre Alleskönner, wenn es um Effizienz geht, denn sie sind reine Biomasse. Pro Kilowattstunde setzen sie rund zehnmal weniger CO2 frei als eine Elektroheizung. Um auf diese Art zu heizen, benötigst du allerdings einen speziellen Pelletofen. 

Heizen mit Holz liegt voll im Trend, aus ökonomischer und ökologischer Sicht. Probiere es aus und schaffe zu Hause eine kuschelige Stimmung. Bei JUMBO erhältst du passendes Brennholz und Anzünder. Falls du selbst Hand anlegen und Holz zu Brennholz verarbeiten willst, findest du bei uns auch ein grosses Sortiment an passenden Forstwerkzeugen und weiterem Zubehör. 

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Wie heizt man richtig mit einem Holzofen?

Was muss man beim Heizen mit Holz beachten?

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