So findest du den passenden Grill
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Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrill – welcher darf es sein? Wir zeigen dir die verschiedenen Optionen und erklären dir, worauf du achten solltest. Ausserdem kannst du dich inspirieren lassen: Von Rezepten über die richtige Reinigung hin zum Anzünden findest du verschiedenste Artikel rund um das Thema Grill.
Die verschiedenen Grills im Überblick
Die Frage danach, welcher Grill der Beste ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jeder Grill hat Vor- und Nachteile. Entscheidend sind folgende Fragen:
- Für wie viele Personen ist der Grill gedacht?
- Wo möchtest du ihn aufstellen?
- Was grillierst du am liebsten?
- Soll es ein Grill zum Einsteigen oder für Fortgeschrittene sein?
- Welches Budget steht dir zur Verfügung?
Holzkohlegrill: der Klassiker
Der Holzkohlegrill ist seit jeher das Sinnbild für echtes Grillier-Feeling. Für viele Grillfans gehört das rauchige Aroma, das nur durch die glühende Holzkohle entsteht, zu einem gelungenen Grillabend einfach dazu.
Für wahre Grill-Enthusiasten beginnt das Erlebnis bereits mit dem Entzünden der Kohlen und dem Warten auf die perfekte Glut. Das Knistern und Knacken der Holzkohle schafft eine besondere Atmosphäre, die an Lagerfeuerromantik erinnert und insbesondere bei Picknicks oder Campingausflügen geschätzt wird. Doch der Holzkohlegrill bringt auch Herausforderungen mit sich. Neben der vergleichsweisen langen Vorbereitungszeit kann die Rauch- und Geruchsentwicklung problematisch sein, sowohl für die eigene Gesundheit als auch für die Nachbarschaft.
Tipp: Um gesundheitliche Risiken durch Rauchentwicklung zu minimieren, empfehlen sich Aluschalen. Sie verhindern, dass Fett in die Glut tropft und krebserregende Stoffe entstehen.
Vorteile:
- Unverwechselbares Grillaroma
- Flexible Temperaturzonen
- Unabhängig von Energiequellen: Perfekt für Camping oder Picknick ohne Strom oder Gasanschluss
Nachteile:
- Zeitaufwendige Vorbereitung: Das Erreichen der optimalen Grilltemperatur dauert mindestens 30 Minuten.
- Rauch- und Geruchsentwicklung
- Aufwendige Reinigung: Aschereste und Fett müssen gründlich entfernt werden.
- Wetterabhängigkeit: Offenes Grillieren ist bei Regen oder starkem Wind erschwert.
- Erfordert Erfahrung
Zwischen den einzelnen Vertretern dieser Art von Grill gibt es mitunter grosse Unterschiede:
- Der kleine Rundgrill: Kompakt und schnell zusammengebaut ist er ideal für Gelegenheitsgrillierende, die ihren Grill auch gerne in den Park mitnehmen.
- Der stabile und ausladende Edelstahlgrill empfiehlt sich für ambitionierte Grillierprofis mit Garten.
- Der Kaminzuggrill verfügt über einen stetigen Luftzug und ist damit eine gute Wahl für Holzkohle-Grillierende, die ihn schnell und ohne Hilfsmittel auf hohe Temperaturen bringen wollen.
- Der Kugelgrill mit Deckel gehört zu den beliebtesten Grills überhaupt, weil er das indirekte Grillieren ermöglicht. Bei geschlossenem Deckel werden grosse Fleischstücke, ganze Hähnchen oder Fisch gleichmässig gegart und bleiben saftig.
- Der Schwenkgrill für Vielgrillierende: Mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter bietet der Rost, der an Ketten an einem Dreibeingestell oder Galgen hängt, viel Platz für Grillierfleisch und Würstchen für die ganze Familie.
- Das feste Cheminée: Hausbesitzende schaffen mit einem Aussenkamin mit Grillierrost gleichzeitig eine gemütliche Feuerstelle im Garten.
- Der typisch amerikanische Smoker eignet sich für ausdauernde Grillierfans, die ihre Speisen im Holzrauch garen möchten.
Gasgrill: die schnelle, schonende Alternative
Der Gasgrill eignet sich ideal für alle, die Wert auf eine komfortable, rauchfreie und saubere Grillier-Erfahrung legen. Mit seiner präzisen Temperatursteuerung, der einfachen Handhabung und der Vielseitigkeit bei der Zubereitung von Speisen überzeugt er sowohl Gelegenheitsgrillierende als auch echte Grillprofis. Auch der Komfort spielt eine grosse Rolle: Kein lästiges Anfeuern, kein Rauch und keine schmutzigen Hände. Stattdessen steht die Zubereitung der Speisen im Vordergrund – egal ob Fleisch, Fisch oder Gemüse. Nach dem Essen ist die Reinigung unkompliziert: Grill abschalten, Rost entnehmen und säubern – fertig.
Ein Nachteil des Gasgrills sind die höheren Anschaffungskosten. Doch diese relativieren sich durch die günstigeren Betriebskosten, da Gas in der Regel preiswerter ist als Holzkohle.
Vorteile:
- Sofort einsatzbereit
- Präzise Temperaturregelung
- Rauch- und russfrei
- Komfortable Bedienung
- Einfache Reinigung
Nachteile:
- Hohe Anschaffungskosten
- Platzbedarf
- Regelmässige Wartung nötig
- Das Anzünden der Flamme erfordert Aufmerksamkeit und Sorgfalt.
- Eingeschränkte Mobilität: Aufgrund des sperrigen Designs ist der Grill weniger flexibel einsetzbar.
Bei der Anzahl der Brenner gibt es ebenfalls Unterschiede zu beachten:
- Gasgrills mit 1 Brenner: Diese Modelle sind kompakt und ideal für kleine Haushalte oder den mobilen Einsatz. Sie sind platzsparend, leicht zu transportieren und einfach zu bedienen.
- Gasgrills mit 2 Brennern: Ideal für kleinere Haushalte oder gelegentliches Grillieren. Sie ermöglichen die Zubereitung von Standard-Grillgut und bieten meist eine kompakte Bauweise.
- Gasgrills mit mindestens 3 Brennern: Diese ermöglichen zwei Gar-Methoden: Direktes Grillieren (hohe Temperatur mit kurzer Garzeit) oder indirektes Grillieren (schonende Zubereitung bei geringer Temperatur).
- Gasgrills mit Hochleistungsbrenner: Diese Grills verfügen über einen zusätzlichen Brenner aus Keramik. Dieser bringt dank Tausenden von gleichmässig angeordneten Flammenauslässen die Keramik zum Glühen und erzeugt Temperaturen bis zu 800 °C. Durch die intensive Hitze wird das Grillgut sofort scharf angebraten und alle Säfte und Aromen werden im Fleisch versiegelt.
- Gasgrills mit Seitenbrenner: Einige Gasgrills verfügen über einen zusätzlichen Seitenbrenner, der sich ideal für die Zubereitung von Beilagen wie Saucen, Suppen oder Gemüse eignet. Dies erhöht die Flexibilität und macht den Grill zur kompletten Aussenküche.
- Gasgrills mit mehreren Zonenbrennern: Diese ermöglichen eine präzise Temperatursteuerung auf verschiedenen Grillflächen, sodass unterschiedliche Lebensmittel gleichzeitig bei optimaler Temperatur gegart werden können.
Ein Gasgrill ist demnach geeignet für pragmatische Grillierfans mit viel Platz, die komfortabel und schonend grillieren wollen, dabei aber gleichzeitig Höchstleistungen von ihrem Grill erwarten. Nicht ganz optimal ist ein herkömmlicher Gasgrill für eine mobile Nutzung, z. B. für spontanes Grillieren im Park. Doch für diese Gelegenheiten gibt es auch kleine, bewegliche Gasgrills.
Elektrogrill: die praktische, günstige Variante
Der Elektrogrill ist die ideale Wahl für pragmatische Grillierfans, die Wert auf Sauberkeit, Komfort und Effizienz legen und dabei auf die klassischen Aspekte wie Glut oder Grillaroma verzichten können. Wer unkompliziert grillieren möchte, findet hier einen zuverlässigen Begleiter. Da der Elektrogrill rauch- und russfrei ist, eignet sich der Elektrogrill ideal für den Balkon oder sogar für den Einsatz in der Wohnung als Tischgrill. Wer ein praktisches und nachbarschaftstaugliches Grillieren ohne grossen Aufwand sucht, findet hier die ideale Lösung.
Vorteile:
- Schnelle und einfache Bedienung: Kein Anzünden, kein Warten – einfach einstecken und losgrillen.
- Rauch- und russfrei
- Sauber und komfortabel: Minimale Verschmutzung und einfache Reinigung, oft sogar spülmaschinengeeignet.
- Flexibilität: Kann sowohl drinnen als Tischgrill als auch draussen genutzt werden.
- Günstig und wartungsarm
Nachteile:
- Abhängigkeit von Strom: Ohne Steckdose ist der Einsatz nicht möglich, was ihn für Parks oder Seen ungeeignet macht.
- Die Leistungsfähigkeit reicht oft nicht an Gas- oder Holzkohlegrills heran, was bei grösseren Fleischstücken zu längeren Garzeiten führt.
- Kein Grillaroma
- Verlängerungskabel können auf Balkonen zur Stolperfalle werden.