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Schluss mit Unkraut, Moos und kahlen Stellen – her mit dem saftigen Grün! Rasenpflege ist nicht so aufwändig, wie viele denken. In wenigen Arbeitsschritten legen Sie den Grundstein für einen gesunden, schönen Rasen.
Grün, dicht und gesund – so soll er sein, der perfekte Rasen. JUMBO zeigt Ihnen, wie Ihnen das gelingt und welche besonderen Arbeiten im Herbst und Frühling anstehen. Mit diesem Rasenratgeber machen Sie in kürzester Zeit das Beste aus Ihrem Rasen.

Mähen und rechen

MÄHEN UND RECHEN SIND DAS A UND O JEDER RASENPFLEGE

Das Rasenmähen ist im März oder April der erste Schritt der Rasenpflege. Die ideale Schnitthöhe beträgt 4 bis 5 cm. Ist der Rasen bereits so kurz, brauchen Sie nicht zu mähen. Achten Sie bei der Rasenpflege darauf, dass Sie den Rasen nicht zu kurz mähen, und halten Sie sich an die Drittel-Regel: Mähen Sie nie mehr als maximal einen Drittel der Halmlänge auf einmal. So vermeiden Sie Lücken oder Verbrennungen. Denn tiefere Schnitte bedeuten längere Erholungszeit bis zum erneuten Austrieb.

Als Nächstes rechen Sie Ihren Rasen gründlich. Damit entfernen Sie nicht nur das Schnittgras, sondern auch Moos, Filz und abgestorbene Grashalme.

Falls Sie Ihren Rasen nicht bereits im Herbst vertikutiert haben, können Sie dies im Frühling nachholen. Dadurch belüften Sie den Boden und regen das Wachstum an. Beachten Sie die Wetterprognosen: Vertikutieren Sie nicht bei langanhaltender Trockenheit – der Rasen muss nach dem Vertikutieren schnell nachwachsen können.

Bei Trockenheit (Hochsommer)


Ideale Halmhöhe:


Gebrauchsrasen 4–5 cm

Sportrasen 3 cm

Golf-Greens 2–2,5 cm

Mähturnus*: 1 x wöchentlich


* Die Mähhäufigkeit hängt auch vom Saatgut ab.

Bei «wüchsigem» Wetter (Mai/Juni)


Ideale Halmhöhe:


Gebrauchsrasen 3–4 cm

Sportrasen 3 cm

Golf-Greens 2–2,5 cm Mähturnus*: 2 x wöchentlich


SCHNITTGUTENTSORGUNG


Wo gehobelt wird, da fallen Späne und wo gemäht wird, da fallen Halme. Die meisten Rasenmäher fangen das Schnittgut im Fangkorb auf. Kompostieren Sie den Rasenschnitt, denn er enthält viele Nährstoffe. Haben Sie dagegen feines, kurzes Schnittgut oder setzen Sie einen Mähroboter* ein, können Sie das Schnittgut liegen lassen, um dem Boden durch dieses «Mulchen» die wertvollen Nährstoffe wieder zuzufügen. Nur bei Nässe, Kälte und grobem Schnittgut sollten Sie das Schnittgut immer entfernen.


* Wenn Sie Ihren Rasen mit einem Mähroboter pflegen, achten Sie wegen des Nährstoff-Plus durch das Mulchen auf stickstoffreduzierten Dünger.


RASEN RICHTIG BEWÄSSERN


Neben Wärme und Nährstoffen gehört Wasser zu den Grundnahrungsmitteln Ihres Rasens. Eine kürzere Trockenperiode kann Ihrem gesunden und gepflegten Rasen nichts anhaben. Nur bei langen Trockenperioden im Sommer ist es nötig, den Rasen zu bewässern. So finden Sie heraus, ob Ihr Rasen wirklich Wasser benötigt: Gehen Sie über den Rasen. Wenn sich die Gräser bei den Trittstellen nicht mehr aufrichten, braucht der Rasen Wasser. Geben Sie mindestens 20 Liter pro Quadratmeter – idealerweise in den frühen Morgenstunden. Während dieser kühlen Stunden nimmt der Rasen das Wasser am besten auf. Mittags können die Wassertropfen die Grashalme verbrennen, abends kann ein nasser Rasen über Nacht Krankheiten fördern, zudem verdunstet ein warmer Boden unnötig Wasser. Wässern Sie Ihren Rasen besser selten und gründlich als häufig und nur oberflächlich.


Die 4 W-Fragen des Rasendüngens


Erstrahlt Ihr Rasen nicht mehr in sattem Grün oder weist er kahle Stellen auf? Dann braucht er dringend Nährstoffe durch guten Dünger. Wieso, wann, welche Sorte – und wie? Wir beantworten die vier W-Fragen des Rasendüngens.


Wieso braucht der Rasen Dünger?


Die Rasengräser brauchen vor allem Stickstoff für ihr Wachstum, aber auch Phosphor für starke Wurzeln. Kalium, Magnesium, Eisen und Spurenelemente braucht der Rasen, um widerstandsfähig zu sein gegen Krankheiten, Trockenheit und Frost. Fehlen diese Zutaten auf dem «Speiseplan», wird der Rasen mit der Zeit gelb und Unkraut beginnt zu wachsen. Frost, Hitze, häufiges Mähen oder eine starke Belastung sind dafür verantwortlich, dass dem Rasen diese Nährstoffe fehlen. Dünger enthält die genannten Mineralien und füllt den Bedarf des Rasens wieder auf, damit er sich im Sommer von seiner schönsten Seite zeigen kann.

Es gilt: Je stärker die Beanspruchung, desto höher der Düngebedarf. Die Menge an Stickstoff wird je nach Rasenart pro Quadratmeter und Jahr definiert.


Wann ist der richtige Zeitpunkt?


 Düngen Sie Ihren Rasen an trockenen, aber nicht heissen Tagen das erste Mal, um ihn mit den im Winter verlorenen Nährstoffen zu versorgen. Ein guter Zeitpunkt ist Ende März. Achten Sie darauf, dass die Bodentemperatur mindestens 8° beträgt. Einen Zierrasen, der nur geringer Belastung ausgesetzt ist, düngen Sie im Juli noch einmal. Benutzen Sie Ihren Garten häufiger als Spielwiese oder für Gartenpartys? Dann sollten Sie den Rasen im Juni und August noch einmal düngen. Bei sehr beanspruchtem Rasen empfehlen wir Ihnen eine zusätzliche Herbstdüngung im Oktober. 


Welcher Dünger ist der richtige?

TURBO RASENDÜNGER

Für den Start in den Frühling: Versorgt Ihren Rasen nach dem Winter mit Nährstoffen, damit er in kürzester Zeit bereits wieder dunkelgrün ist.

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RASENDÜNGER POWER PLUS

Für beanspruchte Flächen: Macht Ihren Rasen strapazierfähig und eignet sich daher speziell für stark beanspruchte Flächen - etwa bei häufigen Gartenpartys.

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RASEN-TARDIT

Für den Zierrasen: Eignet sich für nicht sehr beanspruchte Rasenflächen - etwa wenn Sie im Garten mehrheitlich ausruhen und ihn nur selten als Spielwiese benutzen.

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HA-RAS SAAT- UND HERBSTDÜNGER

Für einen gestärkten Rasen: Stärkt Neu- und Nachsaaten mit den erforderlichen Nährstoffen und bereitet den Rasen auf den Winter vor.

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Wie dünge ich richtig?


Dünger in Form von Granulat verteilen Sie am besten in einem Streuwagen, so gewährleisten Sie eine gleichmässige Dosierung. Bei einer unregelmässigen Verteilung entstehen gelbe Stellen oder Verbrennungen. Den Dünger teilen Sie in zwei Portionen auf – die erste Hälfte streuen Sie in Längsrichtung, die zweite in Querrichtung. Idealerweise regnet es am Tag oder in der Nacht nach dem Düngen, so müssen Sie Ihren Garten nicht bewässern. Pflanzen können nur in Wasser gelöste Nährstoffe aufnehmen. Wie viel Dünger Sie für Ihre Rasenfläche benötigen, ist auf jeder JUMBO-Düngerpackung gut erklärt. Dann gilt: ausmessen, ausrechnen, abwiegen und los geht´s.

1. Fläche (m2) ausmessen: Länge (m) ⨯ Breite (m)

2. Düngermenge berechnen: empfohlene Düngemenge (g/m2) ⨯ Fläche (m2)

3. Menge abwägen

4. Streuwagen einstellen: Die benötigten Angaben dazu finden Sie auf der Verpackung des Düngers.


EINMAL IM JAHR VERTIKUTIEREN


Auch Vertikutieren gehört zur Rasenpflege. Beim Vertikutieren beseitigen Sie Moos, Unkraut mit flachen Wurzeln und den Filz abgestorbener Gräser – und sorgen für einen strapazierfähigeren Rasen, dem Trockenperioden nicht viel anhaben können. Sie belüften den Boden und regen das Wachstum des Rasens an. Beachten Sie die Wetterprognosen: Vertikutieren Sie nicht bei lang anhaltender Trockenheit – der Rasen muss nach dem Vertikutieren schnell nachwachsen können. Nach dem Vertikutieren braucht Ihr Rasen einige Wochen Regenerationszeit.

Ob Sie öfter vertikutieren sollten, können Sie mit einem Test herausfinden: Ziehen Sie eine Harke durch die Grasnarbe und schauen Sie, ob alte Mährückstände oder Moospolster an den Zinken hängen bleiben. Der optimale Zeitpunkt zum Vertikutieren ist zwischen April und September. Wir empfehlen im Frühling nach dem ersten Schnitt (bei Düngung nach dem zweiten Schnitt) oder im Spätsommer, um die bevorzugte Nutzungszeit im Sommer zu umgehen.

RICHTIG VERTIKUTIEREN – SO FUNKTIONIERT’S


  1. Nur trockene Rasenflächen vertikutieren.
  2. Rasen (ausnahmsweise!) auf 2 cm Schnitthöhe mähen.
  3. Vertikutiermesser auf max. 2–3 mm Einritzhöhe der Grasnarbe einstellen.
  4. Gerät zügig und ohne Unterbrechung über den Rasen führen.
  5. Vertikutierer zunächst in Längs-, dann in Querbahnen über die Rasenfläche führen, sodass ein Schachbrettmuster entsteht.
  6. Vertikutiergut gründlich abrechen.
  7. Bei kahlen Stellen frische Samen nachsäen.
  8. Regenerationsdünger ausbringen.
  9. Bei schweren, lehmhaltigen Böden ca. 2 cm Bausand gleichmässig ausbringen, um den Lufthaushalt des Bodens zu verbessern.
  10. Bei starkem Hirsebefall im Herbst wiederholen.


UNKRAUT UND MOOS ENTFERNEN


Störenfriede im Rasen bekämpfen Sie am besten im Frühling, damit Sie den Sommer unbeschwert in Ihrem Garten geniessen können. Moos ist ein «Lückenfüller» auf Ihrem Rasen. Vermeiden Sie also alles, was zu lichten oder gar kahlen Stellen führt. Ein regelmässiger, nicht zu tiefer Schnitt und eine ausgewogene Düngung im Frühling sind die besten Massnahmen, um Unkraut und Moos vorzubeugen. Gut genährte, gesunde Gräser unterdrücken Unkraut und Moos. Gleichzeitig kann sich Moos kaum breitmachen, wenn Sie Ihren Rasen regelmässig vertikutieren. Tritt trotz aller Rasenpflege Moos auf Ihrer Rasenfläche auf, erlauben Sie eine Schnitthöhe von 5 bis 7 cm, streuen Sie nach dem Vertikutieren ein Antimoosprodukt aus und begeben Sie sich auf Ursachenforschung.

DEM UNKRAUT DEN NÄHRBODEN ENTZIEHEN


Regelmässige Schnitte, ausreichend Feuchtigkeit und eine ausgewogene Düngung halten Unkräuter zuverlässig ab. Kommt es trotzdem zu einem Befall, heisst es, schnell aktiv zu werden. Tief verwurzeltes Unkraut wie Löwenzahn oder Breitwegerich stechen Sie bei der Rasenpflege einfach mit einem Unkrautstecher aus. Andere Unkräuter lassen sich genau wie Moos durch sorgfältigere Pflege bekämpfen. Hirse bekommen Sie durch starkes Düngen und anschliessendes Mähen der höheren Hirsehalme sowie flaches Vertikutieren in den Griff. Sollte der Unkrautbefall anhalten, setzen Sie am besten einen systemisch wirkenden Rasen-Unkrautvernichter ein. Ideale Zeit dazu ist «wüchsiges» Wetter in den Monaten Mai/Juni oder August/September.


RASEN REPARIEREN


Lücken in der Rasendecke, starker Unkrautbefall, Unebenheiten, Flecken durchs Trampolin, verbrannter Rasen nach den Sommerferien – die Gründe für eine Renovation Ihrer Rasenfläche können vielfältig sein. Über Rasenlöchern oder braunen Stellen säen Sie idealerweise bei über 8° neue Rasensamen aus. Idealer Zeitpunkt: die Vegetationsperiode zwischen April und Juni oder zwischen Mitte August und Ende September.

EXPERTENTIPPS GEGEN VERBRANNTEN RASEN


Anhaltende Sommerhitze mit wenig Niederschlag ist der Tod für jeden schönen Rasen. Was kann man tun, damit es erst gar nicht so weit kommt? Unser Rasenpflege-Experte Claude Ropraz verrät, wie Sie den Rasen restaurieren können, wenn braune, verbrannte Stellen die Überhand gewinnen und er mehr einer Steppe als einem Golfplatz gleicht.


Herr Ropraz, was kann man tun, damit der schöne Rasen bei hochsommerlichen Temperaturen nicht verbrennt?


Ein gesunder Rasen überlebt den Sommer. Mit der richtigen Vorarbeit mittels Dünger, Rasenmäher oder Rasenroboter und Wasser kann man nachhelfen. Düngen Sie Ihren Rasen zwischen April und Oktober alle sechs bis acht Wochen mit einem Rasendünger, um ihn mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Planen Sie diesen Arbeitsschritt vor einem Regenguss ein oder helfen Sie mit dem Schlauch nach – ansonsten kann das Düngemittel auf dem Rasen verbrennen und grossen Schaden anrichten. Achtung, nicht überall darf man im Hochsommer den Rasen wässern. Falls das der Fall ist, sind die präventiven Massnahmen im Frühjahr und Herbst umso wichtiger.


Woher weiss ich, wann der Rasen gewässert werden sollte und wie viel Wasser er braucht?


Befolgen Sie beim Giessen folgende Faustregel: Erst wenn sich der Rasen nach dem Betreten nicht direkt wieder aufrichtet, giessen Sie ihn. Etwa 20 Liter pro Quadratmeter. Am besten eignen sich die kühleren Morgenstunden – vermeiden Sie das Giessen zur heissen Mittagszeit. Entlasten Sie die kostbaren Trinkwasservorräte, indem Sie Ihr eigenes Giesswasser in Regentonnen sammeln. Ihre Pflanzen danken es Ihnen – Regenwasser enthält weniger Kalk und weist einen geringeren Härtegrad als Leitungswasser auf.


Hat das Rasenmähen auch einen Einfluss darauf, wie gut mein Rasen eine Hitzewelle übersteht?


Achten Sie darauf, dass Ihr Rasenmäher oder Rasenroboter gut geschliffen ist. Die Halme sollten ca. 4 bis 5 cm lang sein, so können sie genügend Wasser aufnehmen. Beim Rasenmähen sollten Sie die kühleren Abendstunden nutzen.


Und wenn mein Rasen doch verbrannt ist, während ich im Urlaub war oder weil ich nicht wässern durfte?


Einen verbrannten Rasen erkennen Sie an gelben ausgetrockneten Halmen. Besagte Stellen können Sie bereits im Sommer mit einem Rasenreparatur-Mix ausbessern. Lockern Sie die Erde mit einem Rechen auf und befolgen Sie die Anleitung auf der Verpackung. Achten Sie darauf, dass die Erde nie austrocknet, bis die Samen spriessen. Nach etwa zehn Tagen zeigen sich erste grüne Halme.


WENN DAS GRÜN MAL NICHT MEHR GRÜNT


Qualitativ hochstehendes Saatgut und regelmässige Rasenpflege sind die beste Vorsorge für Ihren Rasen. Sollte Ihr Rasen dennoch krank werden, können Sie anhand folgender Schadsymptome zum Rasendoktor werden und dauerhaften Schaden abwenden:

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