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Sie wollen der Natur etwas zurückgeben? Wie wär’s mit einem Insektenhotel? Ob im Winter als Unterschlupf oder im Sommer als Nest für die Jungen: Im Insektenhotel tummeln sich das ganze Jahr lang genügend Bewohner. Wie Sie ein solches Refugium für Ihren Garten oder Balkon anlegen, erfahren Sie in unserer Anleitung.

Wildbienen und andere Insekten sind für die Bestäubung von Pflanzen enorm wichtig. Da der Mensch den natürlichen Lebensraum dieser Helferlein verkleinert, wird es für Insekten immer schwieriger, ein Zuhause sowie eine Brutstätte für ihre Jungen zu finden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein Insektenhotel selbst bauen können und damit einen nützlichen Beitrag für die Natur leisten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein Insektenhotel selbst bauen können und damit einen nützlichen Beitrag für die Natur leisten.

So bauen Sie Ihr Insektenhotel

1. Jedem Hotelzimmer seinen Rahmen

Bauen Sie als Erstes das Grundgerüst Ihres Hotels. Lassen Sie dabei der Fantasie freien Lauf, schliesslich sind Sie der Hotelier. Für das Grundgerüst können Sie einerseits Holzkisten verwenden oder selber eines aus unbehandeltem Holz bauen. Je mehr Zimmer Sie bauen, desto besser. Schliesslich bevorzugen verschiedene Insektenarten verschiedene Materialien.

2. Je mehr Naturmaterialien, desto besser

Verbinden Sie den Bau Ihres Insektenhotels mit einem Waldspaziergang. Sammeln Sie unterwegs Tannzapfen und Äste (mind. 4 cm Durchmesser). Ergänzen können Sie die Waldfundstücke mit Materialien von JUMBO. Dazu gehören Holzwolle, Backsteine, Drahtgitter und Bambus-Röhrchen.

3. Bohren Sie noch mehr Hotelzimmer

Vor allem als Nistplatz eignen sich röhrenartige Materialien. Bohren Sie hierzu Löcher in die gesammelten Äste oder in unbehandelte Holzstücke. Achten Sie darauf, dass die Rückwand geschlossen bleibt und Sie nicht das ganze Holz durchbohren. Nutzen Sie Bohraufsätze mit verschieden grossen Durchmessern (ca. 3 bis 8 mm) – nicht alle Insekten mögen gleich grosse Löcher. Die Abstände zwischen den Löchern sollten jeweils 2 cm betragen. Klopfen Sie abschliessend Holzspäne aus und schleifen Sie die Öffnungen ab.

4. Bauen Sie das Hotel zusammen

Zum Schluss bauen Sie aus allen Zimmern Ihr Insektenhotel zusammen. Damit Materialien wie Tannzapfen nicht herausfallen, sichern Sie wenn nötig einzelne Abteile mit Drahtgitter. Unser Tipp: Schützen Sie das Insektenhotel gegen Witterungseinflüsse mit einem Anstrich aus natürlichem Bienenwachs, Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Insektenhotel kaufen anstatt selber bauen

Mit einem Insektenhotel den bedrohten Insekten neuen Lebensraum zurückzugeben finden Sie wichtig und richtig, Sie trauen sich aber nicht zu, selbst eines zu bauen? Kein Problem. Auch wer kein Bastel-Fan und DIY-Profi ist, kann daheim ein Insektenhotel aufstellen. In der Filiale und im Onlineshop von JUMBO finden Sie eine grosse Auswahl an kompletten Insektenhotels.

DARUM SOLLTEN SIE EIN INSEKTENHOTEL AUFSTELLEN

Insekten sind zwar klein, aber unglaublich wichtig für die Natur: Etwa 80 Prozent aller Pflanzen brauchen Insekten für ihre Bestäubung und damit für ihr Überleben. Auch für den Menschen sind die kleinen Wesen von unschätzbarem Wert. Wildbienen sind zum Beispiel direkt für ein Drittel unserer Lebensmittel verantwortlich – das heisst ohne ihre Bestäubung wäre auch das Überleben der Menschheit nicht gesichert. Wer sich das bewusst macht, muss einfach ein Insektenhotel aufstellen. Damit stellen Sie verschiedenen Insekten Nistplätze im Sommer und Refugien im Winter zur Verfügung, die sie sonst in der modernen Welt oft nicht mehr finden würden. Ein Insektenhotel ist zwar nur eine kleine Hilfe, kann aber gerade für bedrohte Arten die letzte Zuflucht sein. Mit dem Erhalt von gefährdeten Arten trägt Ihr Insektenhotel dazu bei, das ökologische Gleichgewicht der näheren Umgebung intakt zu halten. Ganz nebenbei verschönert es Ihren Garten und bringt Ihnen interessante Einblicke in die Natur.

JUMBO kennt drei weitere Gründe für das Aufstellen eines Insektenhotels im heimischen Garten:


Retten, was zu retten ist

Der Mensch breitet sich immer weiter aus – auf Kosten anderer Lebewesen. In den letzten 30 Jahren hat sich heimlich, still und leise ein dramatischer Rückgang der Insekten vollzogen. Dabei bilden Insekten als Schädlingsbekämpfer, Pflanzenbestäuber oder Futter für grössere Tiere das Fundament eines gesunden Ökosystems. Mit einem Insektenhotel können Sie gegensteuern und einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten. Je mehr verschiedene «Zimmerarten» Ihr Insektenhotel bietet, desto mehr verschiedene Bewohner können einziehen, desto mehr Biodiversität wird erhalten – und desto gesünder gedeiht Ihr Garten.


Kinder lernen die echte Biene Maja und ihre Freunde kennen

Man schützt nur, was man mag, und man kann nur mögen, was man kennt. Die Biene Maja ist für viele Kinder heute vertrauter als Insekten in freier Wildbahn. Damit es bei echten Zusammentreffen nicht zu Szenen mit «Iiih, mach das weg» kommt, ist es wichtig, Kinder für die Natur zu sensibilisieren. Ein Insektenhotel ist ein guter Ansatz: Schon beim Bauen entsteht Begeisterung und danach warten die Kinder gespannt auf den ersten Bewohner. Ist der einmal eingezogen, ist die Faszination gross – und die Angst weg. Am Insektenhotel können die Kinder den Insekten live beim Leben und Arbeiten zusehen. So lernen sie Wissenswertes über Biologie, Artenvielfalt und Naturkreisläufe. Und wer einmal so gelernt hat, wird später seine Umwelt nicht zerstören.


Ohne Insekten weder Blüten noch Obst

Ein Gärtner kann sich noch so ins Zeug legen, ohne die Hilfe von Insekten kommt weder Leben noch Farbe in den Garten. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co bestäuben unsere Pflanzen und sorgen so für Blütenpracht und Früchte. Aber auch Insekten, die nicht bestäuben nutzen Ihrem Garten, denn viele sind natürliche Schädlingsbekämpfer: Marienkäfer, Laufkäfer, verschiedene Wespenarten, Wanzen und andere vertilgen Unmengen an Pflanzenschädlingen. Mit vielen Gästen in einem Insektenhotel schützen Sie Ihre Pflanzen vor Fressfeinden und können reichlich bunte Pracht und leckeres Obst geniessen – ganz ohne Pestizide.


Tipp: Falls sich Ihre Nachbarn wundern oder sogar daran stören, dass Sie «Hotelier» geworden sind, überzeugen Sie sie doch einfach mit diesen drei unschlagbaren Argumenten. Und hoffentlich steigen die Nachbarn dann auch ins «Tourismusgewerbe» ein.

Who is who: die Insektenhotel-Bewohner

Schmetterlinge

Schmetterlinge gehören eindeutig zu den hübschesten Bewohnern im Insektenhotel. Vor allem im Winter sind sie auf der Suche nach einem Unterschlupf. Schmetterlinge können Sie durch einen Fliederbaum ins Insektenhotel locken. Der Schmetterling dankt es Ihnen als Nützling: Denn Pflanzen mit tiefen Blütenkelchen können nur durch Schmetterlinge bestäubt werden.

Florfliege

Sind Ihre Pflanzen von Blattläusen befallen? Dann bietet die Florfliege natürliche Hilfe. Denn die Larven der Florfliege ernähren sich ausschliesslich von Blattläusen. Florfliegen bevorzugen laut Forschern rote Untergründe. Streichen Sie ein Abteil mit Naturfarbe rot an, und die Florfliege wohnt schon bald in Ihrem Insektenhotel.

Wildbiene

Wildbienen leben in der freien Natur in Ästen, altem Holz und porösem Mauerwerk. Da ihre natürlichen Rückzugsgebiete immer mehr vom Menschen zerstört oder bedroht werden, sind sie auf Unterschlupfe für ihre Larven angewiesen. Es gibt Pflanzenarten, die von Wildbienen abhängig sind und nur von ihnen bestäubt werden können, ansonsten sterben sie aus.

Marienkäfer

Sie bringen nicht nur Glück, die Marienkäfer fressen auch so einige Schädlinge in Ihrem Garten. So stehen Schild- und Blattläuse, Spinnmilben und vereinzelt auch Pilzbefall von Pflanzen auf ihrem Speiseplan. Marienkäfer nutzen das Insektenhotel vor allem im Winter – meist sogar als grosse Marienkäfer-Gruppe.

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