Damit Ihr Garten den Winter gut übersteht, sollte er gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Unsere kleine Checkliste hilft Ihnen, beim Winterschutz für Ihren Garten an alles zu denken.

Aktualisiert, 25. September 2019 | Xenia Imbach

Haben Sie alle Exoten in Ihrem Garten geschützt – oder sogar ins Haus geholt? Wie Sie das tun, erklärt Ihnen unser Experte Claude Ropraz im Interview. Und wie sieht es mit den Blumenzwiebeln aus? Frostsichere Zwiebeln wie jene von Tulpen, Narzissen und Krokussen können Sie nun setzen. Was Sie dabei beachten sollten, erklärt Ihnen Bruno Johner. Und nun: Das gibt es in Ihrem Garten zu tun, bevor die Temperaturen noch weiter fallen.

Rasen pflegen

Um Krankheiten vorzubeugen, sollten Sie Ihren Rasen im Herbst noch einmal düngen. Was es beim Düngen zu beachten gilt, erfahren Sie in diesem youdoo-Artikel. Mähen sollten Sie ihn nur so lange, bis er nicht mehr wächst – in der Regel ist dies Ende November der Fall. Entfernen Sie zudem das Laub regelmässig, damit Ihr Rasen genügend Licht und Sauerstoff bekommt.

Beete winterfest machen

Schwere und harte Böden graben Sie mit einem Spaten um, damit die Erde Feuchtigkeit besser aufnehmen kann. Bei leichten, lockeren und sandigen Böden ist dies nicht notwendig. Jedoch empfehlen wir Ihnen, die Beete mit einer Schicht Stroh oder Laub abzudecken – egal ob umgegraben oder nicht.

Stauden vor Frost schützen

Werfen Stauden ihre Blätter ab, ist es Zeit für einen Rückschnitt. Bei manchen reicht der Rückschnitt als Vorbereitung auf den Winter – andere wie beispielsweise die Duftnessel, der Bartfaden oder der Bleiwurz sollten Sie mit einer dicken Laubschicht schützen. Legen Sie auf das Laub noch einige Tannen- oder Fichtenzweige, damit es bei Wind und Regen nicht wegfliegt.

Jungbäume einpacken

Ältere und grosse Bäume überstehen den Winter in der Regel problemlos, junge und kleine brauchen noch ein wenig Hilfe. Das beginnt schon beim Pflanzen der Bäume: Achten Sie dabei auf einen windgeschützten und sonnigen Platz. Die Wurzeln schützen Sie mit einer Schicht Laub oder Mulch, die Baumkrone mit Vlies.

Welche Pflanze mag welchen Winterschutz?

Vermeiden Sie undurchlässige Schutzmaterialien wie beispielsweise Plastikfolien. Denn scheint die Sonne, erwärmt sich die Luft innerhalb der Folie. So kann es vorkommen, dass die Pflanze bereits im Winter austreibt und bei Frost erfriert.

  • Bambus, Feige, Fuchsie und Rosmarin: Diese Pflanzen werden gerne mit Laub, Stroh und Tannästen geschützt, die Sie grosszügig um den Wurzelbereich legen. So reduzieren Sie extreme Temperaturschwankungen, welche für die Pflanzen sehr schädlich sind.
  • Rosen: Sie mögen es, wenn Sie um den Wurzelbereich einige Tannäste legen. Stammrosen packen Sie zusätzlich mit Jute ein, dies schützt die Rosen vor der Sonne und isoliert.
  • Immergrüne Laubgehölze: Besonders immergrüne Gehölze können schnell verdursten. Denn an sonnigen Tagen verdunsten sie über ihre Blätter Wasser, das sie wegen des gefrorenen Bodens nicht über ihre Wurzeln aufnehmen können. Darum ist es wichtig, sie an milden Wintertagen gut zu giessen.
  • Pampasgras und Fackellilie: Manche Pflanzen faulen im Winter wegen der vielen Niederschläge und der geringen Verdunstung, da zu viel Wasser in die Mitte der Einzelpflanze gelangt. Dies verhindern Sie, indem Sie die Halme, sprich: die Blätter zusammenbinden.

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Sorgen Sie für Schutz mit einem Igelhaus

Ende Oktober machen sich Igel spätestens auf die Suche nach einem Quartier für den Winterschlaf. Durch die Verbauung ihres natürlichen Lebensraums ist die Anzahl geeigneter Unterschlupfe gesunken. Helfen Sie einem Igel durch den Winter mit einem selbstgebauten Igelhaus. Ein solches können Sie mit wenigen Materialien wie Ziegeln, Stroh und wasserdichten Platten in einer Ecke Ihres Gartens bauen. In unserem PDF-Tipp erhalten Sie Expertentipps zur Bauweise und zum Umgang mit Igeln.


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So füttern Sie Vögel im Winter richtig

Die Schweizerische Vogelwarte empfiehlt, Kleinvögel in Siedlungsgebieten nur dann zu füttern, wenn harsche Konditionen vorherrschen. Dazu gehören eine Schneedecke, die den Boden verdeckt, oder Dauerfrost.


Die Vorlieben bei der Nahrungsaufnahme sind von Art zu Art verschieden. Eine Mischung aus Sonnenblumenkernen und Hanfsamen fressen viele Vögel gerne. Aber auch Haferflocken, mehlige Äpfel oder Rosinen gehören auf den winterlichen Speiseplan. Finken, Sperlinge und Meisen sind sogenannte Körnerfresser; zu den Weichfutterfressern zählen Amseln, Drosseln oder Rotkehlchen.


Achten Sie auf Hygiene an der Futterstelle, indem Sie ein Vogelhaus mit Silo auswählen; so wird das Futter nicht durch Kot verunreinigt. Wasser sollten Sie Vögeln nur zur Verfügung stellen, wenn Sie das Gefäss täglich reinigen, ansonsten können Krankheiten übertragen werden.


Wichtig: Platzieren Sie das Vogelhaus so, dass es vor einem Katzenangriff sicher ist.

Gartenarbeit

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