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Bohren in Holz, Metall oder Beton

Diese Bohraufsätze gehören in jeden Haushalt

Universalaufsätze für Bohrmaschinen sind preisgünstig und können viele Materialien bohren. Bei einigen Untergründen wie etwa Beton lohnt es sich jedoch, einen Spezialaufsatz zu benutzen. Diese Bohraufsätze sollten in Ihrer Werkzeugkiste nicht fehlen.

17. Juli 2017  |  Marcel Leibacher


Heimwerker und Hobbybastler kennen die Frage: Lohnt sich die Anschaffung einer teuren Bohrmaschine wirklich? Klar, professionelles Arbeitsgerät gibt jedem DIY-Liebhaber einen Kick! Wer aber nur ein paar Löcher in Holz oder eine Wand bohrt, dem ist mit dem richtigen Aufsatz oft besser bedient. Wir zeigen vier Bohraufsätze, mit denen die Löcher eine runde Sache werden.

Universalbohrer: der Klassiker

Wer als Laie Bohrer sagt, hat wohl das Bild eines Universal- oder Mehrzweckbohrers im Kopf. Diese typischen Spiralbohrer werden zumeist in mehrteiligen Sets angeboten und eignen sich für einfache Arbeiten zuhause. Es gibt sie in verschiedenen Preisklassen, und sie eignen sich für das Loch im Holzgestell ebenso wie für das Loch in der Backsteinwand. Der Universalbohrer kommt überall dort zum Einsatz, wo Genauigkeit und Verschleiss keine Rolle spielen.

Tipp:

Der Universalbohrer ist für Holz, Mauerwerk oder Kunststoff geeignet. Für Metall oder Fliesen ist er weniger geeignet, das Bohren in Beton ist nicht möglich.

Betonbohrer: die Haushaltsergänzung

Moderne Wohnungen haben vielfach Mauern und Decken aus Beton: Wer im Wohnzimmer also einen Hängesessel oder im Keller ein paar Haken montieren will, braucht einen Betonbohrer. Hier bewährt es sich, den passenden Aufsatz für seine Schlagbohrmaschine einzeln zu kaufen – abgestimmt auf Dübel und Schraube, die in die Wand kommen.

Tipp:

Beim Betonbohrer ist der Name Programm. Für Vielanwender lohnen sich Qualitätsbohrer, denn ihr Verschleiss ist bei der Doppelbelastung von Schlag und Drehung um bis zu 30 Mal tiefer.

Bohrer und Stichsägeblätter: «sehr gut» und «gut» im Produkte-Test

Sechs Produkte von JUMBO haben im Produkte-Test von «Stiftung Warentest» «gut» abgeschnitten, zwei sind mit einem «sehr gut» sogar Testsieger. Dabei handelt es sich um Stichsägeblätter und Bohrer der Marke Wolfcraft.

Holzbohrer: alles gut

Saubere Löcher gelingen auch bei Weichholz nicht von alleine, sondern nur mit dem richtigen Spezialwerkzeug: dem Holzbohrer. Auch dieser ist ein Spiralbohrer, hat im Gegensatz zum Universalbohrer aber keine Schneide in Dachform, dafür eine mittige Zentrierspitze. Der Holzbohrer verhindert das typische Ausfransen, wie es der Heimwerker vom Universalbohrer kennt. Holz wird übrigens, wie Beton auch, ohne Vorbohren auf die definitive Grösse gebohrt.

Tipp:

Holzbohrer sind einzeln oder im Set erhältlich. In gängigen Tests schneiden auch weniger teure gut ab. Der Spezialbohrer kann nur für diesen Werkstoff eingesetzt werden.

Metallbohrer: gut geschmiert

Metalle wie Stahl stellen an Bohrer bezüglich Qualität und Schliff höchste Anforderungen. Wer regelmässig Metalle bearbeitet, sollte sich zudem den Kauf einer Standvorrichtung überlegen – das erleichtert das Arbeiten und erhöht die Genauigkeit. Zudem lassen sich leichter Kühl- und Schmiermittel anwenden, was wiederum die Lebensdauer der Bohrer erhöht. Wer ohne Kühlmittel arbeitet, ist mit HSS-Bohrern (High Speed Steel) gut bedient: Diese behalten bis 600 °C ihre Härte.

Tipp:

Schmiermittel mit Pinsel auftragen, um die Lebensdauer der Bohrer zu erhöhen. Gleichzeitig verhindert es das «Backen» bei Aluminium, indem die Späne gut weggleiten.