Der Umzug ist geschafft und Ihre alte Wohnung endlich komplett leergeräumt. Nun steht die Wohnungsabgabe an. Auf was Sie achten müssen und wie Sie diese entspannt hinter sich bringen, erklären wir Ihnen in fünf Schritten.

20. August 2019 | Paula Smelko


1. Schritt: Das Datum für die Wohnungsabgabe festlegen

Das Gesetz schreibt Mieterinnen und Mietern vor, dass sie Ihre Wohnung spätestens am letzten Tag der Mietdauer abgeben. Doch in den meisten Fällen ist es möglich, die Abgabe auch schon vorher stattfinden zu lassen. Wenn der letzte offizielle Abgabetag auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, kann die Abgabe auch am darauffolgenden Arbeitstag passieren. Sobald das genaue Abgabedatum und die Uhrzeit feststehen, haben Sie für den Umzug und die Reinigung Planungssicherheit.


Fragen Sie Ihren Vermieter oder Ihre Hausverwaltung, wie Sie die Abgabe am besten handhaben sollen. Häufig haben diese bereits eine genaue Vorstellung, wie die Wohnungsabgabe aussehen muss.


2. Schritt: Die Wohnungsabgabe gut vorbereiten

Damit Sie verhindern, dass kurz vor der Wohnungsabgabe Stress ausbricht, sollten Sie zuvor die Wohnungsabgabe gut vorbereiten.


Gehen Sie mit dem Übernahmeprotokoll von Ihrem Einzug in Ruhe durch alle Räume. Sollten Sie das Übernahmeprotokoll nicht mehr haben, fragen Sie nach einer Kopie bei Ihrem Vermieter oder Ihrer Hausverwaltung. Prüfen Sie, ob es innerhalb Ihrer Mietdauer zu Schäden gekommen ist, die nicht im Übernahmeprotokoll vermerkt sind. Überprüfen Sie ebenfalls, ob Sie etwas an der Wohnung verändert haben, was Sie wieder rückgängig machen müssen. Und sehr wichtig für die Stressprävention: Machen Sie sich ein genaues Bild über die Sauberkeit der Räume.


Erstellen Sie für jedes Zimmer eine Liste mit den offenen Punkten, damit Sie den Überblick behalten und nichts vergessen. Tipp: Notieren Sie sich auch die Sachen, bei denen Sie sich unsicher sind, ob diese in Ihrem Verantwortungsbereich liegen oder nicht und klären Sie diese mit Ihrem Vermieter ab.

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3. Schritt: Mietschäden und Reparaturarbeiten überprüfen

Während einer Mietdauer entstehen Abnutzungsspuren, welche sich kaum verhindern lassen. Beispielsweise Kratzer an den Wänden oder im Waschbecken, vergilbte Teppiche oder Tapeten. Diese fallen unter die normale Abnutzung und sind keine Mietschäden.


Grössere Schäden, welche beispielsweise durch Fahrlässigkeit entstanden sind, kann Ihnen der Vermieter oder die Hausverwaltung anlasten. Am besten sprechen Sie sich noch vor der Wohnungsabgabe mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung ab, wie Sie vorgehen sollen.


Auf der Website des Mieterinnen- und Mieterverbandes Schweiz finden Sie Beispiele zur normalen Abnutzung und zu grossen Schäden.


Ein anderes Thema sind Reparaturarbeiten: Alles, wofür keine handwerkliche Ausbildung nötig ist, beispielsweise das Austauschen von einem Toilettensitz oder einem Duschschlauch liegt in Ihrer Verantwortung. In der Schweiz gilt laut Mieterinnen- und Mieterverband die Faustregel, dass Reparaturkosten bis 150 CHF vom Mieter zu übernehmen sind. Diese Reparaturarbeiten werden als „kleinen Unterhalt“ bezeichnet. Übernehmen Sie diese Reparaturarbeiten, wenn möglich selber, da Ihr Vermieter oder Ihre Verwaltung ansonsten eine Fachkraft beauftragen könnte, wofür Sie die Kosten tragen müssen.


Rückgängig machen müssen Sie im Übrigen jegliche Installationen, die Sie selbst angebracht haben. Dies meint alle Haken, Nägel, eigene Tapeten, Spiegel, Gardinenstangen und Teppiche. Zudem müssen die von Ihnen farbig gestrichenen Wände wieder weiss gestrichen werden.

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4. Schritt: Die Endreinigung meistern

Bei der Reinigung haben Sie die Wahl, ob Sie diese selbst erledigen oder einer professionellen Reinigungsfirma überlassen wollen. Dank Ihrer Liste aus dem Schritt 2 haben Sie bereits eine gute Einschätzung.


Endreinigung selbst erledigen

  • Die Endreinigung können Sie selbst erledigen. Das bedeutet viel Arbeit, denn darunter fallen folgende Punkte: 
  • Bodenreinigung inkl. Shampoonieren von Teppichen
  • Gründliche Küchenreinigung, inkl. Backofen, Herd, Kühlschrank, Dunstabzugshaube und Spülmaschine
  • Storenreinigung 
  • Gründliche Fleckenentfernung auf allen Oberflächen
  • Badezimmer und Küche entkalken
  • Fenster und Türen putzen, inkl. des Rahmens


Endreinigung mit einer professionellen Reinigungsfirma

Wenn Sie eine professionelle Reinigungsfirma für die Endreinigung Ihrer Wohnung beauftragen, erspart Ihnen das viel Arbeit, Zeit und Nerven. Zudem bieten viele Reinigungsfirmen eine Abnahmegarantie an. Diese beinhaltet, dass wenn Ihr Vermieter mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, die Firma Ihre Wohnung nachreinigt und Ihnen so die Wohnung garantiert abgenommen wird.


Um die passende Reinigungsfirma für Ihre Wohnung zu finden, fordern Sie am besten mehrere Reinigungsofferten an. So können Sie ein Preis-Leistungs-Vergleich machen. JUMBO empfiehlt hierfür MOVU.ch. Die Online-Plattform für Umzüge und Umzugsreinigungen arbeitet schweizweit mit professionellen und sorgfältig ausgewählten Reinigungsfirmen zusammen. Mit einer Anfrage können Sie sich gleich fünf Offerten für Ihre Endreinigung zuschicken lassen, wobei jede Offerte die Abnahmegarantie enthält.


5. Schritt: Checkliste für Ihre Wohnungsabgabe

Damit Sie für Ihre Wohnungsabgabe nichts vergessen, finden Sie in der Checkliste für die Wohnungsabgabe alle Schritte nochmals zum Herunterladen. Viel Erfolg!

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