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Einst standen alle auf Teppich. Egal, ob farbig, uni oder synthetisch. Dann wurde er abgelöst und ging vergessen: Ist er wirklich abgetaucht, unser aller Teppichboden?

Zuletzt aktualisiert: 13 Januar 2017  |  Dominik Galliker


Früher war er beliebt. Alle wollten ihn haben – besonders im Schlafzimmer. Selbst die Katzen spielten gern mit ihm. Die Füsse liebten es, mit ihm zu kuscheln. Dann, so scheinen alle zu wissen, begann sein Abstieg. Wie? Fragt man nach, wo er denn sei, weiss das niemand so genau. Er habe gemüffelt, sagen viele und schieben fehlende Körperhygiene nach. Milben habe er gehabt, meinen andere vielsagend. Und sich zurückgezogen, je länger, je mehr. Bis der Liebling aller Wohnräume auf einmal verschwunden scheint.


Macht man sich auf die Suche, so stösst man auf den scheinbar Verstossenen. Denn wenn es wieder kälter wird, ist er wie Wellness für die Füsse: der Teppichboden. Ob verlegt oder als Läufer: Er ist flauschig, warm und gemütlich. Dazu verleiht er privaten Räumen einen eigenen (farbigen) Charakter, ohne ihn zu dominieren. Und: Wegen seiner Fähigkeit, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben, sorgt der reine Wollteppich für ein gutes Raumklima. Nie verschwunden war er sowieso in Grossraumbüros – dort ist er weiterhin der Bodenbelag Nummer 1.

Vorteil des Teppichs: die Vielfalt

Ein grosser Vorteil des Teppichs: Er ist in vielen Farben, Mustern und Formen erhältlich – ob als Teppichboden oder Läufer. Sind Sie bei Parkett und Laminat an Brauntöne oder Weiss gebunden, können Sie den Teppich an Ihren Geschmack anpassen. Die gängigsten Teppicharten im Überblick:

1. Der Widerstandsfähige

Teppiche aus synthetischen Polyamidfasern, also etwa aus Nylon oder Perlon, eignen sich gut für Büros, Arbeitszimmer, Flure und Treppen. Ihr grösster Vorteil: Sie sind sehr widerstandsfähig. Die Rollen von Bürostühlen zum Beispiel können ihnen nichts anhaben. Zudem sind Polyamidteppiche elastischer und leichter zu reinigen als andere Teppiche.

2. Der Günstige

Polypropylen ist ebenfalls ein synthetisches Material, das in Teppichen oft genutzt wird. Denn: Es ist günstig. Solche Teppiche eignen sich allerdings nur für wenig gebrauchte Räume. Sehr strapazierfähig sind Polypropylenteppiche nicht. Oft werden jedoch andere Fasern beigemischt, um das Material zu stärken.

3. Der Robuste

Die Fasern von unreifen Kokosnüssen sind perfekt für Teppiche. Sie sind eher hart und rau, wirken in ihren natürlichen, erdigen Farbtönen aber sehr warm. Kaum eine Naturfaser ist derart robust. Nur einen Nachteil gibt’s: Sind die Fasern oft Feuchtigkeit ausgesetzt, können sich Wellen bilden. Kokosteppiche passen in den Wohnbereich, am besten in die gute Stube. Sie eignen sich aber auch als Fussmatten im Eingangsbereich.

4. Der Klimabewusste

Sisal hat ähnliche Eigenschaften wie Kokos. Sisalteppiche gelten als wärmedämmend und haben einen positiven Einfluss auf das Raumklima, weil sie die Feuchtigkeit regulieren. Darum passen sie auch ins Schlaf- und Kinderzimmer. Sisal ist, genau wie Kokos, härter als zum Beispiel Schafwolle, die Teppiche sind dafür aber robuster und können leichter gereinigt werden.

5. Der Schmeichler

Man kann viele Einwände gegen Wollteppiche vorbringen – eines lässt sich nicht leugnen: Sie sind eine Wohltat für Ihre Füsse. Wolle ist extrem weich und wärmend. Zudem regulieren Wollteppiche die Feuchtigkeit im Raum und wirken sich so positiv auf das Raumklima aus. Sprich: Auf Treppen, in Arbeitszimmern oder in Fluren sind Teppiche aus Wolle angenehmer als Kunststoffteppiche, haben aber auch Nachteile, etwa beim Putzen.


Fazit: Der Teppich ist vielleicht nicht perfekt, aber vielfältig und im Winter kuschlig-warm für die Füsse. Und: Sie können ihn so haben, wie Sie ihn möchten. Verschollen? Von wegen!

Regelmässig reinigen

Pflege ist das Stichwort. Nicht über-, aber regelmässig. Mit Staubsaugen entfernen Sie Staub und Krümel problemlos. Und wenden Sie Ihren Teppich alle paar Monate um 180 Grad: So verhindern Sie das einseitige Verbleichen der Farbe durch die Sonne und den Verschleiss durch ständiges Betreten. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Teppich ein- bis zweimal im Jahr mit einem Teppichreiniger zu behandeln oder gar reinigen zu lassen. Viele Besitzer sind erstaunt, wie kräftig die Farbe des Teppichs anschliessend wieder ist. Auch ganz wichtig: Flecken sofort behandeln. Je früher der Dreck entfernt wird, desto leichter geht’s. Das gilt auch bei anderen Textilien – diese Tipps helfen Ihnen bei der Reinigung.

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