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Der Akku ist das, was ein E-Bike zum E-Bike macht. Er versorgt den Elektromotor mit elektrischer Leistung, die für die Unterstützung beim Fahren notwendig ist. Es gibt viele verschiedene Akkus mit unterschiedlichen Reichweiten, Ladezeiten und Lebensdauer.
Die JUMBO-Experten für E-Bikes hören täglich viele Fragen von unseren Kunden. Wir haben die wichtigsten zum Thema Akku für Sie zusammengestellt und beantwortet. Damit sind Sie für den Einstieg gut informiert.

Wie kann ich verschiedene Akkus miteinander vergleichen?

Akku ist nicht gleich Akku. Und nicht für jeden E-Biker ist der gleiche Akku der «beste Akku». Wichtigster Anhaltspunkt bei der Akku-Auswahl ist die Angabe der Wattstunden (Wh). Diese Zahl kommt oft schon im Namen des Akkus vor. Je höher der Energiegehalt bzw. die Kapazität eines Akkus in Wh, desto grösser die Leistung und damit auch die Reichweite. Bei höherer Wh-Zahl ist allerdings auch das Gewicht höher, das dann auf dem Velo mitfährt. Auch ist die Ladezeit bei Akkus mit grösserer Kapazität länger. Akkus mit kleinerem Energiegehalt sind nicht per se schlechter als die mit einer höheren Leistung – es kommt auf den Bedarf an. Wer keine langen Touren oder Fahrten durch wildes Gelände unternimmt, sondern mit dem E-Bike kurze bis moderate Strecken über Asphalt zur Arbeit pendelt, braucht auch keinen Hochleistungsakku. Lassen Sie sich beim Kauf beraten, welcher Akku am besten zu Ihrem Fahrverhalten passt.

Was kostet mich das Laden an Strom?

Das hängt neben dem Strompreis von der Kapazität Ihres Akkus ab. Der Strompreis pro Kilowattstunde wird mit den Wattstunden des Akkus multipliziert und dann durch 1000 geteilt. Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben einen 400er-Akku und der Strompreis beträgt 20,5 Rappen pro Kilowattstunde.

20,5 Rappen x 400 = 8200 Rappen | 8200 Rappen:1000 = 8,2 Rappen für eine Ladung

Dabei ist zu beachten, dass Sie meist keinen vollständig leeren Akku laden werden, der Preis pro Ladevorgang liegt also normalerweise niedriger.

Hängen die Akkus immer am Rahmen?

Nein. Es gibt drei verschiedene Akku-Systeme, die alle unterschiedliche Vorzüge haben. Der Rahmen-Akku ist der bekannteste unter den E-Bike-Akkus. Er liegt meist auf dem Unterrohr des Rahmens, kann aber auch am Sattelrohr angebracht sein. Diese Art von Akku optimiert die Gewichtsverteilung in der Mitte des Velos und ist einfach zu entnehmen. Auch der Gepäckträger-Akku ist leicht zu entnehmen und befindet sich, wie der Name schon sagt, hinten auf einem speziell dafür ausgelegten Gepäckträger. Der Vorteil dabei ist, dass der Rahmen unberührt bleibt und das Velo trotz Akku einen tiefen Einstieg haben kann. Er eignet sich also gut für Senioren.

Intube-Akkus befinden sich im Rahmen – entweder fest verbaut oder als herausnehmbare Version. Das sieht erstens gut aus und bietet zweitens allerbeste Fahreigenschaften, da der Schwerpunkt tief liegt. Deswegen kommt diese Variante oft bei Sporträdern wie Trekkingbikes und E-Fully-Mountainbikes vor.

Wie weit reicht mein Akku wirklich?

Die einfache Antwort ist: «Es kommt darauf an …». Doch ganz so einfach wollen wir es uns nicht machen. Wir erklären Ihnen, worauf es ankommt. Die Hersteller von E-Bikes geben maximale Reichweiten an, z.B. «bis zu 100 km». Ob Sie diese Maximalreichweite erreichen können, hängt an einer Kombination von vielen Faktoren. Es gibt einige gute Anhaltspunkte, an denen Sie sich orientieren können. Ein schwerer Fahrgast belastet den Akku mehr als ein leichter. Kommen Gepäck, Gegenwind und ansteigendes Gelände hinzu, verringert sich die Reichweite, während Rückenwind und eine Fahrt bergab den Akku schonen und die Reichweite vergrössern. Das Gewicht des Velos selbst spielt auch eine Rolle. Genau wie beim Auto das Anfahren viel Benzin verbraucht, so belastet häufiges Anfahren mit dem E-Bike auch den Akku. Stop-and-Go ist für die Reichweite also ungünstig, lange Strecken ohne Zwischenstopp dagegen günstig. Reifen und Untergrund spielen ebenso eine Rolle. Je mehr Reibung, desto mehr Belastung für den Akku. Breite Reifen und Schotter sind also eine weniger gute Voraussetzung für eine hohe Reichweite als schmale Reifen und glatter Radweg. Natürlich kommt es auch auf den Akku selbst an. Je mehr Wh dieser hat, desto weiter kommen Sie. Ist der Akku nagelneu oder hat er schon seine Jahre und Kilometer auf dem Buckel? Auch das kann die Reichweite beeinflussen. Nicht zuletzt sind die Unterstützungsstufe, der eingestellte Gang, sowie Ihre Trittfrequenz wichtige Faktoren. Je mehr Sie in die Pedale treten und je weniger der Akku Ihnen helfen muss, desto weiter kommen Sie. 60 bis 80 Umdrehungen pro Minute sind eine ideale Trittfrequenz.

Was kann ich tun, um möglichst weit zu kommen?

Wie bereits bei der Frage nach der Reichweite erklärt, hängt es von sehr vielen Faktoren ab, wie weit Sie mit Ihrem Akku wirklich kommen. Das ist einerseits ein wenig verwirrend, aber andererseits auch sehr gut, denn man kann an vielen kleinen Stellschrauben drehen, um die Reichweite zu erhöhen. Nehmen Sie nur das Nötigste mit. Je leichter die fahrende Person und das Gepäck, desto höher die Reichweite. Achten Sie beim Kauf darauf, welcher Akku am besten zu Ihrem Gewicht und Ihren Gewohnheiten passt. Gegen Gegenwind kann man nichts machen, aber man kann dem Wind möglichst wenig Fläche bieten. Verstellen Sie bei Gegenwind den Sattel möglichst so, dass Sie eine aerodynamische Position einnehmen. Vermeiden Sie Stop-and-Go sowie holprige Strecken. Legen Sie die Route Ihrer Velotour so, dass viele lange, durchgehende Strecken dabei sind. Natürlich muss man ab und zu auf jeder Strecke anhalten. Dabei spart sanftes Anfahren und Schalten dem Akku eine Menge Energie. Wenn Sie dazu noch eine hohe und gleichmässige Trittfrequenz hinlegen, kommen Sie umso weiter. Und, wählen Sie immer die kleinstmögliche Unterstützungsstufe, denn die eigene Muskelkraft ist das, was am meisten Reichweite spart. Je fitter Sie mit der Zeit werden, desto weiter reicht auch der Akku – wenn das keine Motivation ist! Und zuletzt: Achten Sie darauf, dass der Luftdruck im Reifen immer ideal und die Kette gut geölt ist – dann läuft alles wie geschmiert.

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Und wenn ich doch mal liegenbleibe?

Gut geplant und mit aufgeladenem Akku gestartet, sollte das nicht vorkommen. Wenn das Malheur doch einmal passiert, legen Sie eine Rast ein. Laden Sie den Akku in der nächsten Gaststätte oder Tankstelle auf. Es gibt auch verschiedene Apps für das Smartphone, die Ladestationen auf einer Karte anzeigen. Wer ein entsprechendes Kabel hat und einen netten Autofahrer findet, kann den E-Bike-Akku auch an der 12-V-Autosteckdose laden.

Wenn alle Stricke reissen und Sie mitten im Gelände mit leerem Akku dastehen sollten – keine Panik. Natürlich kann ein E-Bike auch wie ein ganz normales Velo mit Muskelkraft gefahren werden. In diesem Fall wird sich das E-Bike wegen seines Gewichts und mangels Akku-Unterstützung recht schwerfällig anfühlen. Wahrscheinlich kommen Sie ganz schön ins Schwitzen, in der Wildnis übernachten müssen Sie aber in keinem Fall.

Wie lang ist die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus?

Wie alles im Leben, hält auch ein E-Bike-Akku nicht ewig. Es gibt zwei übliche Angaben: Zeit und Ladezyklen. Normalerweise hält ein E-Bike-Akku 500 bis 1000 volle Ladezyklen. Das heisst aufladen von 0 bis 100. Da der Akku aber selten komplett entladen und wieder aufgeladen wird, kann diese Zahl durchaus höher sein. Was die Zeit betrifft, hält ein Akku zwischen zwei und fünf Jahren. Er verliert auch dann Kapazität, wenn Sie Ihr E-Bike länger nicht benutzen. Sie können viel dazu beitragen, dass der Akku eben nicht 500, sondern 1000 oder mehr Ladungen hält und nicht nur zwei Jahre, sondern eher fünf. Ein wichtiger Punkt ist die richtige Lagerung. Tipps dazu finden Sie in der Antwort auf die nächste Frage.

Auch auf die Ladung kommt es an. Zu Beginn möchte der Akku «eingefahren» werden, wie auch neue Schuhe eingelaufen werden sollten. Fahren Sie ihn dazu drei oder vier Mal komplett leer und laden Sie ihn dann wieder voll auf. So kommt der Akku auf Dauer auf seine volle Leistung. Versuchen Sie danach, Ihren Akku möglichst selten ganz leer zu fahren. Laden Sie ihn auf, wann immer es geht, aber nicht komplett, sondern nur etwa bis 80 Prozent oder 90 Prozent der Kapazität. Auf 100 Prozent sollten Sie den Akku nach dem Einfahren nur noch dann aufladen, wenn eine lange Strecke bevorsteht und Sie die komplette Reichweite ausnutzen werden. Laden Sie den Akku nur mit dem passenden Ladegerät.

Wenn Sie im Gelände unterwegs waren, reinigen Sie Ihren Akku schonend mit einem feuchten Tuch und säubern Sie auch ab und zu die Anschlussstellen. Wenn Sie das ganze Velo reinigen möchten, nehmen Sie den Akku lieber heraus. Er darf auf keinen Fall einen Wasserstrahl abbekommen.

Wie sollte ich meinen Akku transportieren, pflegen und lagern?

Wenn Sie Ihr E-Bike per Fahrradträger auf dem Auto mitnehmen, sollten Sie den Akku lieber herausnehmen und sicher im Auto verwahren. Die Anschlussstellen können Sie mit Plastikfolie vor Wind und Wetter schützen. Wenn Sie Ihr E-Bike mit in den ÖV nehmen, können Sie es wie jedes normale Velo transportieren und müssen weiter nichts beachten.

E-Bike-Akkus mögen keine extremen Temperaturen. Deswegen sollten Sie Ihren Akku möglichst bei Zimmertemperatur aufladen. Lagern Sie Ihren Akku im Hochsommer und bei Kälte nicht draussen oder im Keller, sondern lieber in der Wohnung oder im Büro. Lassen Sie Ihr E-Bike auch nicht längere Zeit in der prallen Sonne oder bei Temperaturen um den Gefrierpunkt draussen stehen.

Wenn Sie Ihr E-Bike längere Zeit nicht nutzen, laden Sie den Akku auf ein bis zwei Drittel seiner Ladekapazität auf und lagern Sie ihn dann an einem trockenen Ort mit Temperaturen zwischen 10 bis 20 Grad. Lagern Sie den Akku nicht komplett voll oder ganz leer. Die Akkus haben die Eigenschaft, sich auch bei Nichtgebrauch langsam zu entladen. Schauen Sie daher alle sechs bis acht Wochen, mindestens aber alle sechs Monate nach Ihrem gelagerten Akku und laden Sie ihn auf, falls nötig. Mit diesen Tipps verlängern Sie das Leben Ihres Akkus und sparen bares Geld.

Wie entsorge ich meinen Akku?

Nach spätestens fünf Jahren hat ein E-Bike-Akku normalerweise keine Puste mehr. Jetzt geht es darum, den Akku fachgerecht zu entsorgen. Bringen Sie Ihren ausgedienten E-Bike-Akku entweder zurück ins Geschäft, wo Sie ihn gleich durch einen neuen Akku austauschen können, oder bringen Sie den alten Akku zu einer Batterie-Sammelstelle. Die Entsorgung im Hausmüll ist verboten! Händler entsorgen die zurückgegebenen E-Bike-Akkus in der Regel in einer speziellen Recycling-Anlage, in der die Akkus anschliessend wiederaufbereitet werden. Und das macht durchaus Sinn. Viele der Rohstoffe in Akkus sind sehr selten. Eine Wiederaufbereitung ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht sinnvoll und ressourcenschonend. JUMBO empfiehlt Ihnen deswegen, Ihren alten E-Bike-Akku ins Fachgeschäft zurückzubringen.

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