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Dunkle Flecken, muffiger Geruch. Schimmelpilzbefall in Wohngebäuden kann gefährlich sein und sich gerade in der kälteren Jahreszeit stärker ausbreiten. So befreien Sie sich vom Befall.

14. November 2017  |  Luk von Bergen


Nicht alles, was schimmelt, ist französischer Edelkäse oder landet als hochwertiges argentinisches Beef auf den Tellern in Delikatessenrestaurants. Hinter Möbeln, in den Ecken, am Fenster: Schimmelpilzbefall in Haushalten entsteht, wenn es zu feucht ist, und sollte so schnell wie möglich beseitigt werden. Das Entfernen des Schimmels ist allerdings nicht der letzte Arbeitsschritt. Es ist wichtig, herauszufinden, weshalb sich die Mikroorganismen überhaupt ausbreiten konnten. Denn möglicherweise liegen Baumängel oder unbemerkte Wasserschäden vor. Auch falsches Lüften löst Schimmelbefall aus. Erst nach entsprechenden Massnahmen steht einem schimmelfreien Wohnen nichts mehr im Wege.

Schimmelpilz entfernen

Eines vorneweg: Grossflächiger, besonders hartnäckiger Schimmelbefall gehört in die Hände von Profis. Und Hausmittelchen – wie eine Essig- oder Alkoholbehandlung betroffener Stellen – wirken nur kurzfristig oder richten Schäden an den Oberflächen an. Anti-Schimmel-Sprays aus dem Handel sind effizient, oft geruchlos und funktionieren meist ähnlich:

  • Befallene Stellen aus einer Distanz von zirka 10 Zentimetern besprühen
  • Je nach Produkt und Hartnäckigkeit des Schimmels 15 Minuten bis mehrere Stunden einwirken lassen
  • Rückstände mit einem Schwamm oder einem Tuch aufnehmen und die Fläche feucht abwischen


Zur sicheren Schimmelpilzbekämpfung gehört die richtige Schutzbekleidung.

  • Mundschutz: So atmen Sie keine Schimmelsporen ein
  • Gummihandschuhe: verhindern den direkten Hautkontakt
  • Schutzbrille: wirkt gegen Augenreizungen
  • Kleidung: die Arbeitskleider nach dem Einsatz sofort waschen
  • Schwämme, Lappen, Bürsten: nur einmal verwenden und dann entsorgen 
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Damit es gar nicht erst schimmelt

Die Palette an Produkten, die den Schimmelbefall bereits im Keim ersticken, ist breit: transparente Farbzusätze, Schutzimprägnierungsmittel, Schimmelfarbe und Feuchtsperre, die verhindert, dass Feuchtigkeit durch die Baustoffe dringt. Wichtig: erst auftragen, wenn der Untergrund trocken und mit den Produkten verträglich ist. Um das Raumklima zu verbessern, gibt es zudem Luftreinigungsgeräte, Verdunster, Verdampfer oder Vernebler. 


Und ganz viele gute Tipps für den Alltag:

  • Täglich mehrfach stosslüften (5–10 Minuten) und darauf achten, dass Durchzug entsteht
  • Raumtemperatur sollte zwischen 19 und 21 Grad liegen
  • Fenster in Kippstellung während der Heizperiode vermeiden
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen
  • Nur trockenes Feuerholz im Haus lagern
  • Zimmerpflanzen nicht zu üppig giessen
  • Relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 45 und 55 Prozent liegen (mit einem Hygrometer messbar)
  • Möbel nicht direkt an Aussenwände stellen, da sie dort die Luftzirkulation stören

So gefährlich ist Schimmelpilzbefall

Schimmelpilze haben Sporen, die sich über die Luft ausbreiten und so in den Körper gelangen. Bewohner von feuchten, verschimmelten Wohnungen haben ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen, Allergien und Asthma. Dauerhaftes Einatmen kann brennende Augen, Schnupfen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen auslösen. Falls diese Symptome auftreten, sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen.