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Maschinen und Werkzeuge

Schau mal, wen du hämmerst: Nageln mit Köpfchen

Im Keller, im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder rund ums Haus: Uns Nägel braucht es überall. Aber aufgepasst bei der Nagelwahl! Denn wir Nägel sind es, die den Hämmern zeigen, wo selbige hängen. Nicht umgekehrt.

3. März 2017 | Luk von Bergen


Der Nagel für weiche Materialien

Wir Drahtstifte sind wohl die am weitesten verbreiteten Nägel. Uns gibt es in verschiedenen Längen und Verarbeitungen, flach- oder senkköpfig. Haben wir einen Senkkopf – Hokuspokus –, lassen wir uns beinahe unsichtbar in die Holzfläche nageln. Drahtstifte eignen sich im Haushalt für Nageleien aller Art und werden vor allem bei «weichen» Unterlagen wie Holzverbindungen oder Putzschichten eingesetzt. Manche von uns sind so kurz und klein, dass man sie beim Einschlagen kaum zwischen Zeigefinger und Daumen halten kann. Verwende beim Nageln einen Kamm oder ein Blatt Papier, wo du den Drahtstift durchstecken und anschliessend am richtigen Ort festhalten kannst.

Der Nagel für harte Oberflächen

Darf es ein bisschen robuster sein? Kein Problem für uns Stahlnägel. Aus Stahl gefertigt, im Salzbad gehärtet sowie verzinkt. Wir mögen härtere Herausforderungen, kommen insbesondere am Mauerwerk aus Ziegel oder Beton zum Einsatz. Der geriffelte Stift bei einigen Exemplaren wirkt wie ein Widerhaken und sorgt für eine überzeugend starke Befestigung. Besonders hübsch: Stahlnägel mit Messingkopf. Weniger hübsch: blauer Daumen. Darum: Beim Nageln grösserer Nägel in feste Unterlagen dient eine Wäscheklammer als Nagelhalter.

Der Nagel für festen Halt

Willst du etwas so richtig definitiv befestigt haben? Dann hau uns Schraubnägel ins Gebälk. Wir verfügen über ein Gewinde und sind bei besonders harten und trockenen Hölzern genau die richtige Wahl. Beim Nageln dreht sich das Gewinde ins Holz und sorgt so für den festen Halt. So fest, dass Schraubnägel später nur mühsam herausgezogen werden können. Willst du uns Schraubnägel doch wieder entfernen: Sichere deine Holzarbeit vor Beschädigungen, indem du als Unterlage für die Beisszange ein Holzstück verwendest.

Der Nagel für Drähte und Gitter

Bei Gittern, Drähten oder Netzen kommen wir Agraffen, auch Krampen genannt, zum Zug. Wir sind u-förmig gebogen, haben an beiden Enden eine Spitze und sind aus Draht, Eisen oder Stahl. Da wir keinen eigentlichen Kopf, sondern viel mehr eine gewölbte Aufschlagstelle haben, ist beim Einschlagen mit dem Hammer besondere Sorgfalt geboten. Mit uns Agraffen kannst du beispielsweise auch Seile oder Riemen an Holzpfosten befestigen. Beachte: Jede Nagelspitze wirkt wie ein Keil. Holz spaltet sich beim Nageln weniger leicht, wenn die Spitze vor dem Einschlagen mit dem Hammer etwas gestaucht wird.

Der Nagel für Stoffbezüge

Um Stoffbezüge an Polstermöbeln zu befestigen, bieten wir Polsternägel uns an. Grosser und gewölbter Kopf, in verschiedenen Grössen und Farben erhältlich, oftmals gar stilvoll gestaltet. Mit unserem breiten Kopf schaffen wir es, den Stoff sicher und ohne Einreissen an Ort und Stelle zu halten. Wer an Möbeln rumnagelt, muss besonders vorsichtig vorgehen. Einmal daneben gehämmert, können Stoffe beschädigt werden oder gar reissen. Darum fixierst du bei sensitiven Oberflächen die Nägel erst mit einigen Schlägen, bevor du sie bis an den Anschlag reinnagelst.

Nägel ordentlich verstauen

Damit du deine verschiedenen Nägel stets findest, eignen sich spezielle Kunststoffboxen mit kleinen Fächern. Beschrifte sie mit Grösse und Inhalt, sodass du den Überblick über alle Nägel behälst. Mehr Tipps zu Ordnung in deiner Werkstatt findest du hier.