JUMBO Logo
christmas light

Energiesparende Neubauten, erhöhte Sensibilität für Allergien, eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge – die Ansprüche an die Qualität der Luft in den eigenen vier Wänden wachsen. Zudem halten wir uns mehr als früher im Homeoffice auf. Doch wie sinnvoll sind Geräte zur Luftverbesserung, wer braucht wirklich einen Luftreiniger und schützen Luftreiniger auch vor Corona? JUMBO zeigt, wie Sie Ihre Gesundheit mit aufbereiteter Luft unterstützen und Ihr Wohlbefinden daheim erhöhen.

30. Oktober 2020 | Nils Tiedemann


Es ist eines der grossen Anpack-Themen des Jahres: Luftreiniger. Bereits vor der Corona-Pandemie beschäftigten sich viele mit der Frage nach der Qualität des wohl wichtigsten «Lebensmittels», der Luft zum Atmen. Luftdichte Gebäudehüllen und dreifach verglaste Fenster bei Neubauten führen auf der einen Seite zu einem niedrigeren Energieverbrauch. Das geringere Heizen wirkt sich zwar positiv auf die Luftfeuchtigkeit aus, doch es sorgt auch für geringere Luftzirkulation. Die Folge: Schimmelpilze, Bakterien und damit auch unerwünschte Gerüche können sich schneller vermehren.

Gültig bis am 29.11.2020

Die JUMBO Black Weeks – Schwarze Produkte zu tiefroten Preisen

mehr erfahren

Innenluft häufig schlechter als Aussenluft

Pollen, Milben, Hausstaub oder Haare von Haustieren quälen zudem immer mehr Menschen mit Allergien. Auch die Zahl der Asthmatiker steigt. Sie alle sind in besonderem Mass auf gereinigte Luft angewiesen, hängt doch ihr Wohlbefinden ganz wesentlich von diesen meist unsichtbaren Quälgeistern ab. Dazu kommen Belastungen unserer Luft mit Feinstaub, also Kleinstpartikeln in der Luft, die kleiner als 10 Mikrometer (Tausendstelmillimeter) sind. Feinstäube entstehen beispielsweise draussen durch Strassenverkehr oder Industrieabgase. Aber eben auch in Innenräumen sondern Kerzen, Rauchgenussmittel, Drucker, ja selbst die Bratpfanne solchen Feinstaub ab. So kommt es, dass heutzutage die Luft in Innenräumen bis zu fünf Mal stärker mit Schadstoffen belastet sein kann als die Aussenluft, so Experten. Das eigentlich schützende Zuhause muss also in Sachen Luft selbst geschützt werden – und Luftreiniger können das.

Tipps für ein gutes Raumklima

Neben dem Schadstoffgehalt wirken weitere Kräfte auf das Raumklima daheim. Eine gute Übersicht präsentiert Ihnen JUMBO-Fachberater Sven.


Die eigene Luft kennen – und vorbeugen

Wer die Qualität seiner Innenraumluft daheim nicht dem Zufall überlassen und gegen Feinstaub, Bakterien, Viren sowie üble Gerüche und Tierhaare vorgehen will, kann jetzt beruhigt durchatmen. Moderne Geräte gibt es für Räume unterschiedlicher Grösse. Sie bieten die automatische Messung von Schadstoffen in der Luft im ganzen Raum und nicht nur unmittelbar in Gerätenähe. Je nach Situation verteilen sie gereinigte Luft effizient im ganzen Raum. Und keine Angst: Luftreiniger sehen heute auch gut aus, sind leise und überzeugen auch mit komfortabler Bedienung. Für optimale Ergebnisse achten Sie auf einen eingebauten HEPA-Filter.

Grosse Taten zu kleinen Preisen

LED-Lichterkette 50 m für nur 35.- statt 79.95

Jetzt profitieren

FAQ zu Luftreinigern

Ist ein Luftwäscher besser als ein Luftreiniger?

Nein, ein Luftwäscher wäscht die eingesogene Luft mit Wasser, was zwar vermuten lässt, ein besseres Ergebnis zu erzielen. Doch tatsächlich sind Luftreiniger effizienter, da sie auch Schadstoffe beseitigen, die kleiner als 10 Mikrometer (Feinstaub) sind. Und zur Luftbefeuchtung bieten sich spezielle Befeuchter an, was insbesondere Asthmatikern zusätzlich zu empfehlen ist.


Ist das UV-Licht bei einigen Geräten gefährlich?

Geräte wie der TruSens von Leitz arbeiten im Innern mit ultraviolettem (UV-) Licht zum Unschädlichmachen von Schadstoffen. Personen mit erhöhter Sensibilität gegenüber Sonnen- oder UV-Licht sollten vorsichtshalber auf andere Geräte zugreifen, für alle anderen ist das UV-Licht unbedenklich.


Schützt ein Luftreiniger vor Corona?

Nein, aber sie können zumindest theoretisch helfen. Denn die meisten Luftreiniger können technisch bedingt nur gegen Schadstoffe bis zu einer Grösse von ca. 3 Mikrometern wirken. Coronaviren werden entweder über grössere Tröpfchen beim Husten oder Niesen (ca. 10 Mikrometer) oder aber über sehr kleine Aerosole beim Atmen (ca. 1 Mikrometer) übertragen. Somit können Luftreiniger zwar Tröpfchen, nicht aber die viel häufigeren Aerosole beseitigen. Allerdings fehlen hierzu Studien, um zuverlässige Aussagen treffen zu können.


Wie funktioniert ein Luftreiniger?

Ein Luftreiniger saugt seine Umgebungsluft ein. Herzstück ist ein Filtersystem. Der Leitz TruSens beispielsweise arbeitet mit vierfachem Filter. Ein waschbarer Vorfilter filtert grosse Partikel (>10 Mikrometer) wie Staub oder Tierhaare. Ein Aktivkohlefilter entfernt anschliessend Gase und Gerüche. Ein HEPA-Filter fängt Feinstaub, Allergene, Bakterien und spezielle Viren bis zu einer Grösse von rund 3 Mikrometern ein. Abschliessend vernichtet ein UV-C-Licht Mikroorganismen und beugt Geruchsbildung auf der Filteroberfläche vor.


Wie oft muss ich die Filter wechseln?

Das hängt von Ihrem Gerät ab. Hier das Beispiel von Leitz-Geräten: Den Vorfilter waschen Sie am besten mit klarem Wasser bei Austausch des Aktivkohlefilters. Je nach Beanspruchung sollten Sie den Aktivkohlefilter alle drei bis vier Monate tauschen. Planen Sie zudem, den HEPA-Filter alle 12 bis 15 Monate zu wechseln. Die UV-Lampe wird je nach Modell alle zwei bis vier Jahre fällig (Herstellerangaben bei durchschnittlicher Betriebsdauer von 12 Stunden pro Tag). Die Geräte signalisieren den anstehenden Filterwechsel.


Funktioniert das Gerät nicht mehr, sobald ein Filter getauscht werden muss?

Die Reinigungsleistung lässt zwar nach, sobald das Gerät einen Filterwechsel signalisiert. Es funktioniert jedoch grundsätzlich weiter und wird durch einen späteren Filterwechsel in seiner grundsätzlichen Funktionsbereitschaft nicht beeinträchtigt.


Wo stelle ich am besten einen Luftreiniger auf?

Das hängt von Ihren Ansprüchen und den räumlichen wie persönlichen Voraussetzungen ab. Am häufigsten ist die Verwendung in Wohnzimmer und Schlafzimmer. Achten Sie dabei zunächst auf die Raumgrösse und eine entsprechende Geräteleistung. Besonders leistungsfähige Geräte messen mit einem separaten Sensor an einem zentralen Ort im Raum. Achten Sie auf eine Verbindung zwischen diesen Geräten. Ob Sie mehr als ein Gerät brauchen, hängt ebenfalls vom Einsatzzweck ab.


Wie lange soll ich einen Luftreiniger laufen lassen?

Generell können Sie einen Luftreiniger kontinuierlich laufen lassen, um eine gleichbleibende Luftqualität sicherzustellen. Andererseits kann bei persönlich hoher Geräuschsensibilität insbesondere in Schlafräumen ein ausgeschaltetes Gerät zu Ruhezeiten Sinn ergeben. Dies sollten Sie wiederum in Abhängigkeit von der Situation, wie der Pollenflugsaison bei Allergikern, entscheiden.

Luftqualität: Lüften und Pflanzen

Das einfachste Mittel, die Luft zu reinigen, ist Lüften – und das am besten drei bis vier Mal täglich für zwei bis fünf Minuten durch Stosslüften, idealerweise mit Durchzug. So bringen Sie schnell viel frische Luft herein, ohne dass die Räume auskühlen und Sie unnötig Energie verschwenden.


Pflanzen verbessern generell die Luftqualität im Raum. Sie nehmen CO2 auf und filtern schädliche Gase aus der Atemluft. Ausserdem befeuchten sie die Luft. Efeu gehört zu den Zimmerpflanzen mit der höchsten luftreinigenden Wirkung. Die Pflanze reduziert Benzol und Nikotin in Büro- und Wohnräumen. Das Einblatt sorgt als Luftfilter für ein angenehmes Raumklima. Die Zimmerpflanze neutralisiert Schadstoffe wie Alkohole, Aceton, Trichlorethylen, Benzol und Formaldehyd. Der Drachenbaum reduziert Schadstoffe wie Benzol und Trichlorethylen.

Luftfeuchtigkeit: Je kälter, desto trockener

Im Winter ist die Luft durch das Heizen oft sehr trocken. Zu trockene Luft transportiert mehr Staub und reizt die Atemwege. Auch die Schleimhäute trocknen aus. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent, übrigens auch für Ihre Holzmöbel. Vor allem Massivholzmöbel leiden unter zu trockener Luft und können Spannungsrisse bilden. Sie sind unkritisch, aber eben auch nicht schön. Mit höherer Luftfeuchtigkeit können sich diese Risse wieder zusammenziehen. Zum Regulieren der optimalen Luftfeuchtigkeit gibt es verschiedene Luftbefeuchter und Luftentfeuchter:

Verdunster

Filtermatten saugen sich mit Wasser voll und geben die Feuchtigkeit über einen Ventilator an die Luft ab. Reinigen Sie dieses Gerät regelmässig, um Schimmelpilzbildung vorzubeugen. Verdunster arbeiten sehr stromsparend.

Verdampfer

Wasser wird zum Kochen gebracht und entströmt als keimfreier Dampf – ideal für Allergiker. Die Heizplatte ist jedoch kalkanfällig, und das Gerät muss deshalb regelmässig entkalkt werden.

Vernebler

Eine mit Ultraschall schwingende Membran teilt Wasser in kleinste Tröpfchen, die sich als kühler Nebel im Raum verteilen und verdunsten. Auch Vernebler sind energieeffizient. Betreiben Sie dieses Gerät immer mit einer Entkalkungskartusche, damit sich die Kalkpartikel nicht im Raum verteilen.

Entfeuchter

Zu feucht sollte die Raumluft aber auch nicht sein, sonst bildet sich Schimmel – und dessen Sporen sind stark gesundheitsschädlich. Luftentfeuchtungs-Geräte helfen vor allem im Keller oder in der Waschküche. Sie beugen auch asthmatischen Erkrankungen vor.

Trockene Heizungsluft in Innenräumen enthält Schadstoffe, die zu Beschwerden führen können. Das Gegenmittel? Lüften ist ein guter Anfang, aber noch nicht genug – denn es senkt wiederum die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause: Kalte Luft, die weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann als warme Luft, gelangt in Ihre Wohnung. Kurz: Je kälter es draussen ist und je stärker Sie lüften, desto trockener ist die Luft in Ihrer Wohnung. Und diese trockene Luft fördert wiederum Erkältungen.


Ein optimales Raumklima ist gut für Ihre Gesundheit. Um Ihr Wohlfühl-Raumklima zu finden, achten Sie auf Luftqualität, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Lufttemperatur: Komfort vs. Konto

Im Schlafzimmer reichen 16–17°C, im Wohnzimmer sind 20°C ideal, im Badezimmer dürfen es auch 22–23°C sein. Nicht in jedem Wohnraum muss die Temperatur gleich hoch sein. Hält man gewisse Zimmer etwas kühler, schlägt sich das in einer tieferen Heizkostenabrechnung nieder. Generell gilt natürlich die persönliche Wohlfühltemperatur als massgebliche Richtschnur, denn wer will sich schon «reichfrieren»?

Passend zum Thema

Interessante Produkte