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Pflanzen

Kräutergarten auf dem Balkon anlegen

Die aromatischen Düfte, das intensive Grün und der frische Geschmack – Kräuter selbst anzubauen, lohnt sich. Welche Kräuter zusammen gedeihen und welche sich nicht vertragen, erfahren Sie hier.

22. Mai 2017  |  Isabelle Frühwirt


Der Frühling ist da und macht Lust auf leichte Gerichte mit frischen Kräutern. Petersilie, Basilikum oder Schnittlauch – die Kräuter aus dem eigenen Garten schmecken am besten, und sie sind jederzeit verfügbar. Um selber einen kleinen Kräutergarten anzulegen, können Sie entweder vorgezogene Stauden kaufen oder im Frühjahr selbst aussäen. Als Standort eignet sich praktisch jeder sonnige Platz – egal ob im Topf auf dem Balkon oder dem Fensterbrett. Achten Sie bei der Standortwahl darauf, ob dies von Ihrem Vermieter erlaubt ist. Der Mieterverband hat zusammengetragen, was erlaubt ist und was nicht.


Kräuter im Topf ziehen

Das Anpflanzen im Topf hat einige Vorteile: Sie verschönern im Sommer Ihren Balkon, und im Winter können Sie die Kräuter drinnen auf die Fensterbank stellen. Aber aufgepasst – nicht alle Kräuter verstehen sich! Manche sind sogar lieber ganz alleine in einem Topf. So beispielsweise Melisse, Salbei, Estragon oder Maggikraut. Die neigen dazu, schnell zu wachsen und viel Platz zu beanspruchen. Andere Kräuter könnten dadurch verdrängt werden.

Diese Kräuter vertragen sich

Manche Kräuter unterstützen sich gegenseitig, indem sie beispielsweise durch ihren Duft Schädlinge von der Nachbarspflanze fernhalten. Andere geben über die Wurzeln Substanzen ab, die fördernd für andere Pflanzen sind. Welche Kräuter Sie in einem Topf pflanzen, hängt auch davon ab, wie viel Wasser und Dünger sie brauchen. Es empfiehlt sich, Kräuter mit dem ungefähr gleichen Bedarf zusammen zu pflanzen. Südländische Pflanzen wie Thymian und Salbei brauchen beispielsweise weniger Wasser als Pfefferminze und Schnittlauch. Manche Kräuter pflegen ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu praktisch allen. So beispielsweise Zitronenmelisse, die das Wachstum der Nachbarn unterstützt, oder Basilikum, der seine Nachbarn vor Mehltau schützt und Fliegen wie auch Mücken vertreibt. Basilikum fördert zudem auch das Wachstum von Rosmarin.

Diese Kräuter mögen sich nicht

Grundsätzlich sollten Sie einjährige Kräuter nicht mit mehrjährigen Kräutern in einen Topf pflanzen. Mehrjährige Pflanzen wie Thymian, Oregano, Schnittlauch oder Salbei mögen es nicht, jedes Jahr einen neuen Nachbarn zu bekommen. Pflanzen Sie daher einjährige Kräuter wie Dill, Petersilie, Basilikum oder Rosmarin besser in einem eigenen Topf. Wegen ihres starken Wuchses kommen sich beispielsweise Pfefferminze und Kamille oder Estragon und Dill in die Quere. Gleiches gilt für Majoran und Thymian. Diese sollten Sie nicht zusammen anpflanzen.

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Katalog: Garten-Spezial

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Die richtige Pflege

Achten Sie darauf, die Kräuter nicht zu nah beieinander zu pflanzen, sie werden teilweise grösser, als man vermuten würde. Neben regelmässigem Giessen und bei Bedarf Düngen sollten Sie vertrocknete Pflanzenteile entfernen. Achten Sie zudem auf den Standort Ihrer Kräuter: Basilikum, Oregano und Kümmel fühlen sich etwa im Halbschatten wohl, während Sie Thymian und Salbei in der prallen Sonne wachsen lassen können. Petersilie und Schnittlauch mögen es feucht und nicht allzu sonnig. Verjüngen Sie die Kräuter alle paar Jahre durch Teilung. Dazu graben Sie sie aus und teilen sie mit einem Messer oder Spaten. Die kleinen Teile setzen Sie in einen Topf und giessen sie an.

Grillrezepte mit Kräutern

Die Kräuter sind angepflanzt, und Sie haben bereits einige ernten können? Dann nutzen Sie sie, um etwas Feines zu grillieren.