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Blumen und Gemüse anpflanzen

Schicht um Schicht: Hochbeet befüllen und bepflanzen

Ob im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon: Hochbeete haben viele Vorteile für Gärtner und ihre Pflanzen. So befüllen und bepflanzen Sie Ihr Hochbeet.

2. Mai 2017  |  Piera Cadruvi


Manchmal ist es angenehmer, im Stehen oder Sitzen zu gärtnern – besonders für den Rücken. Hochbeete machen dies möglich und erlauben rückenschonendes Arbeiten im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Ein weiterer Vorteil: Hochbeete können überall platziert werden, angepasst an die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen. Durch die Höhe sind Ihre Pflanzen zusätzlich vor Mäusen und Schnecken geschützt. Achten Sie bei der Standortwahl darauf, ob dies von Ihrem Vermieter erlaubt ist. Der Mieterverband hat zusammengetragen, was erlaubt ist und was nicht.


Hochbeet befüllen

Damit Ihre Pflanzen gedeihen, brauchen sie Nährstoffe – sprich die richtige Erde. Achten Sie darauf, dass jede Schicht Erde rund ein Drittel der Höhe ausmacht. So befüllen Sie Ihr Hochbeet:

  1. Schicht: Füllen Sie zuerst ein Drittel Ihres Hochbeets mit Blähton. Die kleinen Kügelchen sind leicht wie auch stabil und sorgen dafür, dass das Wasser abfliesst. So bildet sich keine Staunässe.
  2. Schicht: Auf den Blähton folgt Vlies. Dieses trennt die Erde von den kleinen Kügelchen und verhindert dadurch, dass beim Giessen Erde in die Drainageschicht aus Blähton sickert.
  3. Schicht: Als Nächstes füllen Sie das zweite Drittel Ihres Hochbeets mit Komposterde. Die nährstoffreiche Erde erhöht die Fruchtbarkeit und Ertragsfähigkeit Ihrer Pflanzen.
  4. Schicht: Füllen Sie das letzte Drittel mit Balkon- oder Hochbeeterde. Diese eignen sich für den Anbau von Gemüse wie auch Blumen.

Ist Ihr Hochbeet gefüllt und die Samen gesät, giessen Sie die Erde reichlich. Pflanzen in Hochbeeten haben einen höheren Wasserbedarf als jene im Naturboden. Prüfen Sie daher regelmässig, ob sich die obere Schicht trocken anfühlt.


Die verschiedenen Materialien für Ihr Hochbeet

Bei der Wahl Ihres Hochbeets spielt vor allem die Grösse eine entscheidende Rolle: Je kleiner der Behälter, desto schneller trocknet die Erde aus. Das sollten Sie bei den verschiedenen Materialien auch noch beachten:

Holz

Hochbeete aus Holz sind meist mit einer Schutzlasur versehen. Um es langfristig vor Nässe zu schützen, empfehlen wir, es im Innern zusätzlich mit Teichfolie auszukleiden. Dieses Hochbeet aus Kiefer ist 136 Zentimeter lang und eignet sich deshalb für Gärten oder grössere Terrassen. Praktisch: Überschüssiges Wasser kann zwischen den einzelnen Bodenbrettern abfliessen.

Metall

Das Hochbeet «Birdies» besteht aus acht Elementen à 50 Zentimeter Länge, die Sie in Ihrem Garten so zusammenbauen können, wie es Ihnen passt. Die Sonne erwärmt das Metall zusätzlich, daher sollten Sie die Erde regelmässig auf ihre Trockenheit überprüfen und bei Bedarf giessen. Hier sollten Sie aufpassen, dass Sie Ihre Pflanzen nicht zu fest giessen. Denn das Hochbeet verfügt über keinen Wasserabfluss.

Kunststoff

Das kleine Knallige: Mit rund 77 Zentimetern Breite eignet sich das Hochbeet «Green Basics» perfekt für kleinere Balkone. Das Hochbeet besteht aus recyceltem Kunststoff und ist daher pflegeleicht. Ein zusätzlicher Deckel schützt Ihre Pflanzen vor der Kälte. Auch dieses Hochbeet verfügt über keinen Wasserabfluss, geben Sie Ihrer Pflanze daher nicht zu viel Wasser.

Kunststoff mit Anzuchthaube

Ebenfalls knallig – ebenfalls aus Kunststoff: der Urban Garden Trolley. Die Anzuchthaube kann dazu gekauft werden und dient als Schutz der Pflanzen vor der Kälte und der zusätzliche Wasserabfluss verhindert Staunässe.

Hochbeet-Gewächshaus

Die zusätzliche Abdeckung schützt Ihre Pflanzen vor Kälte und leichtem Nachtfrost – das verlängert die Gartensaison erheblich. Wenn es wärmer wird, sollten Sie die Abdeckung aufmachen, damit es den Pflanzen nicht zu warm wird. Dieses Hochbeet verfügt über einen Wasserabfluss, der Staunässe verhindert.

Alles, was Sie für die Gartensaison brauchen
Katalog: Garten-Spezial

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Welche Pflanzen im Hochbeet?

Merken Sie, dass die Erde aufgrund der Verrottung abfällt, sollten Sie die oberste Schicht mit Komposterde nachfüllen – das heisst: Ihre Pflanzen werden nun wieder mit vielen Nährstoffen versorgt. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie Gemüse und Blumen mit ähnlichem Nährstoffbedarf zusammen in ein Hochbeet pflanzen. Füllen Sie Ihr Hochbeet regelmässig mit frischer Komposterde oder düngen es, sollten Sie Gemüse und Blumen anpflanzen, die viele Nährstoffe benötigen. Zu den Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf gehören etwa Gurken, Lauch, Sellerie, Geranien oder Tulpen. Die Informationen dazu finden Sie jeweils auf der Samenpackung.