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Vergessen Sie die gut gemeinten Ratschläge vom Nachbarn und hören Sie auf, mühsam im Internet zu suchen. Mit dem Rasen-Ratgeber von JUMBO haben Sie alles, was Sie brauchen und können Schritt für Schritt Ihren neuen Rasen anlegen.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Beste aus Ihrem Rasen machen.

Vorbereitung in 3 Schritten

DAS FUNDAMENT, AUF DEM IHR NEUER RASEN WÄCHST

Mit den Vorbereitungen für Ihren neuen Rasen beginnen Sie idealerweise so, dass Sie im späten Frühling (März bis April) oder im frühen Herbst (Mitte September bis Mitte Oktober) mit der Aussaat beginnen können. Zur Vorbereitung stehen diese Arbeiten an:


  1. Untergrund bestimmen
    Ihr Rasen braucht einen mindestens 15 cm tiefen, lockeren und mit reichlich Nährstoffen versorgten Oberboden. Achten Sie darauf, dass er frei von Pflanzenresten und groben Teilen ist. Der Boden sollte zudem ausreichend feucht sein. Ist der Boden sehr lehmig, lockern Sie ihn mit Sand ((gibt es hier ein Produkt, auf das verlinkt werden kann?)) auf (ca. 15–30 kg Sand/m2). So verfestigt sich der Boden im Lauf der Zeit nicht zu stark und die Rasenwurzeln haben genügend Luft.

  2. Geländeprofil anlegen
    Planen Sie möglichst zusammenhängende und nicht zu verwinkelte Rasenflächen. Für eine gleichmässige Rasenfläche setzen Sie vor dem Ausbringen des Oberbodens Höhenmarkierungen. Schlagen Sie dazu kleine Pflöcke exakt gleich hoch in den Unterboden (mit einer Wasserwaage kontrollieren). Orientieren Sie sich beim Ausbringen des Oberbodens an diesen Markierungen, die Sie nach der Rückverdichtung entfernen. Damit Wasser gut abfliessen kann, sollte das Gelände leicht geneigt sein – etwa 2 Prozent zu den angrenzenden Beeten ist optimal.

  3. Boden vorbereiten für die Aussaat

    - Auflockern: Nach dem gleichmässigen Ausbringen steht das Auflockern des Oberbodens an. Verwenden Sie auf kleineren Flächen zum Einstechen und leichten Abheben der Erdschicht eine Gartenkralle oder Spitzhacke, bei Flächen ab 50 m2 empfiehlt sich eine Gartenfräse. Ziel: ein krümeliger Oberboden als Saatbeet mit einer maximalen Krümelgrösse von 2 cm. Sprich: alles so, dass es noch durch die Zinken eines Rechens passt.

    - Feuchtigkeit: Bei nassfeuchten Stellen können Sie Sickerschlitze in langen Geraden einfräsen und diese mit Kies füllen. So versickert überschüssiges Regenwasser in den Unterboden. Ist der Untergrund dauerhaft zu nass, müssen Sie eventuell sogar eine Drainage legen, denn stehende Feuchtigkeit kann Ihren Rasen schnell krank machen.

    - Verdichtung: Anschliessend planieren Sie mehrmals innerhalb von zwei Wochen bei trockenem Wetter den Oberboden mit Harke und Rasenwalze, um eine gleichmässig ebene Fläche zu erhalten. Diese Rückverdichtung verhindert Absackungen auf der Rasenfläche. Wenn Sie den Oberboden betreten, sollte Ihr Schuhabsatz nicht tiefer als 1 cm eindringen. Sie wollen Bodenmodellierungen wie kleinere Hügel anlegen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

Augen auf bei der Wahl des Saatguts

Es gibt unterschiedliche Rasentypen. Ihre Kaufentscheidung sollten Sie an den drei wichtigsten Kriterien festmachen: am Charakter Ihres Standorts, an Ihren persönlichen Pflegeansprüchen und an der nötigen Strapazierfähigkeit. Ein Zierrasen im Schatten ist ein anderer Rasen als ein sonniger Spielrasen mit häufigem Kinderbesuch. Idealerweise wird ein Rasen unterschiedlichen Verwendungen gerecht. Unter dem Trampolin zum Beispiel eignet sich eine Schattenmischung am besten. Allerdings sehen die verschiedenen Rasensorten auch unterschiedlich aus. Eine gezielte Kombination mehrerer Mischungen kann als Gestaltungsmittel verwendet werden. Wem so ein «Zebrarasen» nicht gefällt, der sollte sich indes für eine einzige Mischung entscheiden. Achten Sie ausserdem auf die Qualität des Rasens. Rispengras, Weidelgras oder Rotschwingel – es gibt noch viel mehr Grasarten, doch diese drei sollten je nach Verwendungszweck in Ihrer Mischung enthalten sein. Hochwertige Produkte enthalten eine optimale Mischung von Gräsersorten für den gewünschten Verwendungszweck.

Rasen-Aussaat in 3 Schritten

PERFEKTES TIMING UND HANDLING SIND GEFRAGT

1. Den richtigen Zeitpunkt erwischen


Nach den Vorarbeiten haben Sie dem Mutter- oder Oberboden, also der obersten und nährstoffreichen Bodenschicht, rund 14 Tage Zeit zum Setzen gegeben. Den Oberboden nun zunächst circa 2–3 cm mit einem Rechen lockern, allfälliges Unkraut und gröbere Teile entfernen. Auch wenn Ihr Rasen-Saatgut als «winterhart» deklariert ist, gilt für die Aussaat: Geeignet ist der späte Frühling, optimal der frühe Herbst zwischen Mitte September und Mitte Oktober.


2. Saatgut ausbringen

Für einen regelmässigen Wuchs mit optimalem Bodenkontakt gehen Sie wie folgt vor: Saatgut nach Packungsangaben abmessen. Bei trockenem und windstillem Wetter mit einem Streuwagen gleichmässig ausstreuen.


Wichtig: Achten Sie auf die Überlappung der Streuwagenspuren, um Fehlstreifenbildungen entgegenzuwirken.

  • Rasensaat mit einer dünnen Schicht Muttererde bedecken.
  • Rasenwalze in Längs- und Querrichtung über die Saatfläche ziehen

3. Rasenwuchs starten


Bewässern


Zeitpunkt: direkt nach dem Ausstreuen

Hilfsmittel: Schwenkregner

Reichweite: neu angelegte Fläche muss komplett abgedeckt sein

Häufigkeit: bei anhaltend trockener Witterung in den ersten drei Wochen etwa vier Mal am Tag je zehn Minuten

Düngen


Zeitpunkt: nach dem Ausbringen

Düngerart: Saatdünger

Hilfsmittel: Rechen Tiefe: etwa 5–10 mm ins Erdreich

Wichtig: Halten Sie das Saatgut während der Keimung immer feucht.

Wachstumsphase in 3 Schritten

WICHTIGSTE REGEL: GEDULDIG BLEIBEN

Allgemein gilt während der gesamten Wachstumsphase: Betreten verboten! Je nach Wetterlage und Saatgut dauert die Keimung 1–2 Wochen. Betreten Sie auch nach der Keimung die empfindliche Rasenfläche noch nicht, um die feinen ersten Grashalme nicht zu beschädigen.

Nun sind folgende 3 Schritte wichtig, um den Rasen optimal wachsen zu lassen:


1. Unkraut ignorieren


Zugeflogene Unkräuter sind nicht schnittverträglich und werden beim ersten Mähen entfernt. Hartnäckigen Unkräutern, die auch im Folgejahr noch auftreten, können Sie mit speziellen Unkrautbekämpfungsmitteln begegnen. Eine geschlossene und von Anfang an gepflegte Grasnarbe, also die zusammenhängende und verwurzelte Decke aus den einzelnen Gräsern Ihres Rasens, ist jedoch weitgehend immun gegen Unkrautbefall.


2. Erstes Mähen


Zeitpunkt: bei 7–10 cm Halmlänge
Empfohlene Schnitthöhe: 5–6 cm (schattig) 4–5 cm (sonnig bis halbschattig)
Mindesthöhe: 3,5 cm Faustregel: max. um die Hälfte kürzen


3. Langzeitdüngen


Wir empfehlen, nun einen Langzeitdünger auszubringen, damit sich die Gräser optimal verzweigen und eine voll belastbare Grasdecke mit schön dichtem Wuchs bilden können.


Wichtig: Erst nach 8 Wochen ist Ihr Rasen voll nutzbar, bleiben Sie bis dahin geduldig. Sie vermeiden Nacharbeiten.

Rasen pflegen

SO HÄLT IHR RASEN KRITISCHEN BLICKEN STAND

Damit Sie Ihren neu angelegten Rasen auch ungetrübt geniessen können, ist die richtige Rasenpflege entscheidend. Dazu gehören regelmässiges Mähen und ausreichendes Bewässern – vor allem in den trockeneren Monaten von April bis Oktober. Mähen Sie nie mehr als maximal ein Drittel der Halmlänge auf einmal, um keine Lücken oder Verbrennungen zu riskieren. Denn tiefere Schnitte bedeuten längere Erholungszeit bis zum erneuten Austrieb.

Neben Wärme und Nährstoffen gehört Wasser zu den Grundnahrungsmitteln Ihres Rasens. Ob Ihr Rasen zusätzlich zum Niederschlag Wasser benötigt, können Sie herausfinden, indem Sie über Ihren Rasen gehen. Richten sich die Trittstellen nicht wieder auf, befindet sich Ihr Rasen kurz vor dem Welkpunkt. Wässern Sie Ihren Rasen idealerweise morgens, wenn der Boden noch kühl ist und das Wasser nicht gleich verdunstet (Wassermenge: rund 20 l/m2). Besser selten und gründlich als häufig und nur oberflächlich bewässern.

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