Der Ratgeber für deinen Pool
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An einem heissen Sommertag in den eigenen Pool zu springen, statt in der Schwimmbadschlange zu stehen – das ist Verlockung! Wir zeigen dir, welcher Pool zu dir passt, wie du ihn pflegst, winterfest machst und im Frühjahr wieder startklar bekommst. Ausserdem findest du alle Artikel rund um das Thema Pool - für sorgenfreies Badevergnügen!
Welcher Pool passt zu dir?
Wenn der Sommer blauen Himmel, strahlenden Sonnenschein und warme Temperaturen bietet, ist ein Sprung ins kühle Wasser genau das Richtige. Gibt es dafür sogar einen Pool im eigenen Garten, ist das Glück perfekt. Doch welcher Pool ist der beste für dich und worauf solltest du bei Kauf und Planung achten?
Kriterien für die Poolauswahl
Welcher Pool für dich am besten ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Hast du viel oder wenig Platz im Garten? Ist dein Budget gross oder klein? Sollen die Kinder im Pool planschen oder willst du darin deine Bahnen ziehen? Pools für den eigenen Garten gibt es für alle Vorlieben und auch für jeden Geldbeutel. Vor dem Kauf solltest du dir detailliert Gedanken darüber machen, was du von deinem Schwimmbecken erwartest.
Hilfreich sind dabei folgende Kriterien:
- Grösse des Pools: Vom kleinen Planschbecken mit bis zu 10 m² bis zum geräumigen Swimmingpool mit 40 m² sind verschiedenste Modelle erhältlich. Willst du Bahnen schwimmen, wählst du einen Pool mit mindestens 10 m Länge.
- Form des Pools: Es gibt runde, ovale, rechteckige, sechseckige und achteckige Pools. Zum Schwimmen eignen sich längliche Pools am besten.
- Tiefe des Pools: Massgeblich für die Auswahl des Pools ist auch die Bodentiefe. Ein Familienpool sollte idealerweise 1,20 m bis maximal 1,80 m tief sein. Auch Pools mit Tiefenunterschied sind möglich. Sie bieten, wie in vielen Schwimmbädern, einen Nichtschwimmer- und einen Schwimmerbereich. Für Erwachsene eignen sich Pools mit einer Tiefe zwischen 1,50 m und 2,40 m.
Pooltypen im Vergleich
Bei der Wahl des Materials und der Beschaffenheit des Pools scheiden sich die Geister häufig am meisten. Während für die einen ein aufblasbarer Rundpool mit PVC-Becken völlig ausreicht, ist anderen ein Stahlrahmenpool oder ein Stahlwandpool deutlich lieber.
Einsteigermodell Aufblasbarer Pool
Welcher Pool ist der richtige, wenn du dich bei heissen Temperaturen schnell abkühlen möchtest? Viele schwören hierfür auf die Einsteigermodelle: aufblasbare Aufstellpools aus Kunststoff. Die runden PVC-Becken können einen Durchmesser von bis zu 5 m haben. Die Wassertiefe beträgt meist 90 oder 120 cm.
Vorteile:
- Geringer Aufwand
- Günstig in der Anschaffung
- Gut geeignet für Gärten mit wenig Platz
- Einfacher und schneller Aufbau: Montage in weniger als 30 Minuten mit einer Person
- Anspruchslos in der Pflege
- Platzsparendes Verstauen im Winter
Nachteile:
- Nur im Sommer nutzbar
- Zu klein zum Schwimmen
- Untergrund muss exakt waagrecht sein
Stahlrahmenpools
Bei der Auswahl eines grösseren Pools, der sich zum Schwimmen eignet, aber kein Vermögen kostet, wirst du schnell auf sogenannte Frame-Pools stossen. Dabei handelt es sich um äusserst robuste Stahlmantel- oder Edelstahlbecken. Die PVC-Becken können sowohl frei aufgestellt als auch permanent in den Boden eingelassen werden – je nachdem, ob du deinen Pool ganzjährig oder nur in den Sommermonaten nutzen willst. Die Becken gibt es dabei in runden, ovalen und eckigen Formen sowie verschiedenen Farben. Die Montagezeit beläuft sich auf ca. 60 Minuten mit zwei Personen.
Vorteile:
- Eignen sich zum Schwimmen
- Leicht zu reinigen
- Heizen schnell auf
- Hohe Stabilität durch extra verstärkte Rahmen
- Sehr strapazierfähige PVC-Folie
- Viele verschiedene Grössen verfügbar
- Keine Luft zum Entweichen vorhanden
Nachteile:
- Dauerhafte Fläche benötigt
- Pflegeintensiv
Stahlwandpool
- Stahlwandbecken
- Sehr gute Stabilität
- Stabiler Stand
- Kleine Unebenheiten (2-3 cm) können ausgeglichen werden
- Viele verschiedene Grössen verfügbar
- Runde und eckige Formen
- Verschiedene Farben
- Montage in ca. 3 Stunden mit 2 Personen
- Keine Luft zum Entweichen vorhanden
Luxuriöse Einbaupools
Wer sich ganzjährigen Badespass wünscht oder Schwimmen sogar als Sport betreibt, ist mit einem Einbaupool gut bedient. Diese Variante ist zwar die kostspieligste, doch wenn du deinen Pool über Jahrzehnte regelmässig nutzt, wird sich die Investition schnell auszahlen. Du hast die Wahl zwischen gemauerten, Beton- und Hartschalenmodellen. Besonders schick wie praktisch wirkt zum Beispiel ein in die Terrasse eingelassener Pool. Du solltest jedoch unbedingt bei den zuständigen Behörden erfragen, ob du eine Baugenehmigung für deinen Einbaupool benötigst.
Vorteile:
- Hohe Stabilität
- Langlebig
- Ganzjährige Nutzung möglich
Nachteile:
- Hohe Kosten
- Aufwändige Planung und lange Bauzeit
- Pflegeintensiv
- Fester Standort benötigt
Die richtige Poolpflege
Pools ab einer gewissen Grösse brauchen eine Filterpumpe, die bei diesen Pools meist mitgeliefert wird. Die Filterpumpe funktioniert mit Strom, der Pool sollte also so aufgestellt sein, dass die Pumpe unkompliziert und gefahrlos an Strom kommt. Lass die Pumpe nicht laufen, während Personen im Pool sind. Idealerweise filterst du den Pool mehrere Stunden am Stück über Nacht. Der Filter muss regelmässig gesäubert werden. Das geht sehr einfach und schnell unter einem starken Wasserstrahl.
Trotz des Filterns können sich leicht glitschige Algen im Pool bilden. Um diese und anderen Schmutz zu bekämpfen, gibt es praktische Chlordosierer. In diesen schwimmenden Behälter legst du je nach Wassermenge eine oder den Bruchteil einer Chlortablette und gibst dann den Dosierer aufs Wasser. Ist das Chlor verbraucht, dreht sich der Dosierer um. Für die richtige Chlordosierung eignet sich ein Pool-Testkit zur Bestimmung des pH-Wertes. Nutze Chlordosierer und Testkit nur, wenn keine Personen im Pool sind, und halte sie unbedingt von Kindern fern.
Sollte trotz aller Pflege und Reinigung trotzdem Schmutz am Boden sein, löse ihn mit einer Poolbürste und fange ihn mit dem Poolkescher ein. So entlastest du auch den Filter. Oder greif zum Poolsauger. Sollte dein Pool trotz aller Vorsicht einmal ein kleines Loch haben, gibt es praktische Pool-Reparatur-Sets. Damit flickst du kleine Löcher unsichtbar und haltbar – sogar direkt unter Wasser.
Dieses Zubehör ist sinnvoll
So richtig sinnvoll ist der Swimmingpool im Garten, wenn er mehrere Jahre genutzt werden kann. Um Löchern im Poolboden vorzubeugen, solltest du eine robuste Bodenplane oder Bodenplatten unter den Pool legen. Bodenplatten aus Moosgummi eignen sich gut für Kinderpools, denn sie machen den Boden weicher und angenehmer. So kommt es auch bei wilden Sprüngen nicht zu Tränen. Am besten legst du die Bodenplatten so aus, dass ein breiter Rand um den Pool entsteht, damit beim Aussteigen niemand ausrutscht oder auf etwas Spitzes tritt.
Mit einer Pool-Abdeckplane schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie schützt den Pool vor hineinfallenden Blättern, Insekten und anderem Schmutz und wirkt gleichzeitig wie ein Treibhaus. Wenn die Sonne auf den abgedeckten Pool scheint, erwärmt sich das Wasser merklich. Für Fans von warmen Temperaturen eignet sich eine Thermoplane. Mit dieser speziellen Poolabdeckung mit Luftpolstern erhöht sich die Wassertemperatur um bis zu 5 Grad, ganz ohne teure Poolheizung oder kannenweise heisses Wasser.
Wer einen grossen Pool mit hohem Rand hat, kommt sicher mit einer Pool-Leiter hinein. Gerade für Kinder ist die Pool-Leiter ein Sicherheitselement, damit sie nicht zu waghalsigen Kopfüber-Aktionen verleitet werden oder den Pool beim Hineinklettern beschädigen.
Ist der Pool für die Kinder oder die ganze Familie?
Wenn du einen Swimmingpool im Garten aufstellen möchtest, in dem deine Kleinen nach Herzenslust planschen können, reicht dir ein kleineres Modell aus – auch Kinderpools, Planschbecken und Funpools genannt. Häufig erfüllt ein klassisches Aufblasbecken oder ein etwas grösserer Kinderpool mit Rahmen alle Bedürfnisse. Achte vor allem bei einem Kinderpool für kleine Kinder darauf, dass dieser nicht in der prallen Sonne steht oder dass er beschattet werden kann. So sind deine Kleinsten beim stundenlangen Planschen vor der Sonne geschützt. Soll der Pool der ganzen Familie dienen, also für vier bis sechs Personen zeitgleich nutzbar sein, hast du die Wahl zwischen eckigen und runden Modellen. Es gibt winterfeste Stahlbecken und widerstandsfähige, flexible PVC-Becken. Wir raten dir auf eine Füllmenge von mindestens 15´000 Liter zu achten.
Soll der Pool rund, oval oder eckig sein?
Gartenpools zum Aufstellen gibt es heutzutage in verschiedenen Formen. Welche Form dein Aufstellpool haben soll, kannst du vollkommen deinem Geschmack und dem verfügbaren Platz überlassen. Die unterschiedlichen Formen – ob rund, oval oder eckig – haben keine entscheidenden Vor- und Nachteile. Sie unterscheiden sich weder preislich, noch sind runde oder eckige Aufstellpools robuster oder in irgendeiner Form unterschiedlich standfester.
Wo soll der Gartenpool aufgestellt werden?
Der Standort eines Gartenpools sollte auf einem ebenen, glatten und tragfähigen Untergrund liegen, frei von spitzen Gegenständen. Kleinere Unebenheiten können bei Stahlrahmen- oder Stahlwandpools durch Unterleghölzer ausgeglichen werden. Achte zudem auf den Sonnenverlauf und vermeide Standorte unter Laubbäumen. Für die Filterpumpe ist eine sichere Stromversorgung wichtig.
Auf Terrassen oder Balkonen ist ein kleines Planschbecken möglich, sofern Mietrecht und Statik es zulassen. Grosse Pools sind aufgrund des hohen Gewichts oft nicht geeignet. Vorherige Abklärung mit einem Statiker ist notwendig.
Woher kommt das Wasser für den Aufstellpool?
Das Wasser für deinen Aufstellpool im Garten kommt am besten aus dem Gartenschlauch. Da ein grosser Familienpool sehr viel Wasser fasst, kann eine Poolfüllung die Wasserrechnung deutlich erhöhen. Sparsamer und wesentlich nachhaltiger ist es, in Pool- und Wasserpflege zu investieren. Wer eine Regenwasserzisterne im Garten hat, kann seinen Pool daraus umweltfreundlich und kostengünstig füllen. Kleine Kinderpools lassen sich mit etwas Vorsicht mit Putzeimern oder Giesskannen befüllen. Für die Nutzung von Hydranten, wende dich an deine Gemeinde – alles andere wäre Diebstahl.
Wie berechnet man die benötigte Wassermenge?
Rechteckiger Pool:
Länge (m) x Breite (m) x Füllhöhe (m) = Volumen in m³
Volumen in m³ x 1000 = Wasserbedarf in Liter
Runder Pool:
Radius (m) im Quadrat x (3,142) x Füllhöhe (m) = Volumen in m³
Volumen in m³ x 1000 = Wasserbedarf in Liter
Wann brauche ich eine Bewilligung der Gemeinde?
Die Regelungen sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Doch in den meisten Kantonen braucht es auch für Aufstellpools eine Bewilligung der Gemeinde. Häufig allerdings erst für einen Pool ab 10 Quadratmetern Poolfläche und 1,5 Metern Randhöhe. Erkundige dich sicherheitshalber vor dem Kauf eines grossen Planschbeckens bei deiner Gemeinde. Dabei erhältst du auch gleich die nötigen Formulare.
Welche Poolpumpe ist die beste?
Wenn du dein Bassin dauerhaft nutzt, kommst du um eine Pumpe für den Pool nicht herum. Unterschieden wird zwischen Standfilter- und Kartuschenfilteranlagen. In ihnen wird das Wasser gereinigt, das die Pumpe ansaugt. Dieser Vorgang sollte täglich über mehrere Stunden erfolgen – er wird auch als Umwälzung bezeichnet.
Während Kartuschenfilteranlagen bei kleinen Pools ideal sind, werden für grosse Becken meist Sandfilteranlagen verwendet, da sie sich für grosse Wassermengen am besten eignen. Lass dich dazu fachlich beraten, damit dein Poolwasser lange rein bleibt und du es nicht zu häufig wechseln musst.