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Ob im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon: Ein Hochbeet hat viele Vorteile für die Gartenarbeit. Manchmal ist es angenehmer, im Stehen oder Sitzen zu gärtnern – besonders für den Rücken. Hochbeete machen dies möglich und erlauben rückenschonendes Arbeiten. Weiterer Pluspunkt: Hochbeete können überall platziert werden, angepasst an die Bedürfnisse der Pflanzen. Durch die Höhe sind Ihre Pflanzen vor Mäusen und Schnecken geschützt.

Damit in Ihrem Hochbeet alles schön wachsen und gedeihen kann, zeigt Ihnen JUMBO, worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihr Hochbeet befüllen und bepflanzen. Und wenn Sie bei der Standortwahl auch noch die Vorgaben des Mieterverbandes einhalten, steht Ihrem perfekten, eigenen Gemüsegarten nichts mehr im Wege.


SO BEFÜLLEN SIE IHR HOCHBEET RICHTIG


Damit Ihre Pflanzen gedeihen, brauchen sie Nährstoffe. Die Nährstoffe bekommen die Pflanzen aus der richtigen Erde. Achten Sie beim Befüllen des Hochbeets darauf, dass jede Schicht Erde rund ein Drittel der Höhe ausmacht. So befüllen Sie Ihr Hochbeet richtig:


1. Schicht: Füllen Sie zuerst ein Drittel Ihres Hochbeets mit Blähton. Die kleinen Kügelchen sind leicht und stabil und sorgen dafür, dass das Wasser abfliesst. So bildet sich keine Staunässe.


2. Schicht: Auf den Blähton folgt Vlies. Dieses trennt die Erde von den kleinen Kügelchen und verhindert dadurch, dass beim Giessen Erde in die Drainageschicht aus Blähton sickert.


3. Schicht: Als Nächstes füllen Sie das zweite Drittel Ihres Hochbeets mit Komposterde. Die nährstoffreiche Erde erhöht die Fruchtbarkeit und Ertragsfähigkeit Ihrer Pflanzen.


4. Schicht: Füllen Sie das letzte Drittel mit Balkon- oder Hochbeeterde. Diese eignen sich für den Anbau von Gemüse wie auch Blumen.


Ist Ihr Hochbeet gefüllt und sind die Samen gesät, giessen Sie die Erde reichlich. Pflanzen in Hochbeeten haben einen höheren Wasserbedarf als jene im Naturboden. Prüfen Sie daher regelmässig, ob sich die obere Schicht trocken anfühlt.



DIE VERSCHIEDENEN MATERIALIEN FÜR IHR HOCHBEET


Hochbeete gibt es in verschiedenen Grössen und aus verschiedenen Materialien. Bei der Grösse gilt: Je kleiner der Behälter, desto schneller trocknet die Erde aus. Was Sie über das Material wissen sollten, lesen Sie hier:

Hochbeet aus Holz


Ein Hochbeet aus Holz ist meist mit einer Schutzlasur versehen. Um es langfristig vor Nässe zu schützen, empfiehlt JUMBO, es im Innern zusätzlich mit Teichfolie auszukleiden. Dieses Hochbeet beispielsweise ist 136 cm lang und eignet sich deshalb für Gärten oder grössere Terrassen. Praktisch: Überschüssiges Wasser kann zwischen den einzelnen Bodenbrettern abfliessen.

Hochbeet aus Stahl


Ein Hochbeet aus rost- und temperaturbeständigem Stahl passt sicher auch auf Ihren Balkon. Es ist der ideale Anzuchtort für Gewürze und Gemüse. Es lässt sich einfach montieren, reinigen und pflegen. Je nach Standort kann die Sonne das Metall zusätzlich erwärmen, daher sollten Sie die Erde regelmässig auf ihre Trockenheit überprüfen und bei Bedarf giessen. Das gut positionierte Abflussrohr mit Gummiabdeckung garantiert den perfekten Abfluss des überschüssigen Wassers.

Hochbeet aus Kunststoff


Mit rund 75,5 cm Breite eignet sich das Hochbeet GREEN BASICS aus Kunststoff perfekt für kleinere Balkone. Das Hochbeet besteht aus recyceltem Kunststoff und ist sehr pflegeleicht. Der zusätzliche Anzuchtdeckel lässt Ihre Pflanzen noch schneller wachsen. Dieses Hochbeet verfügt über keinen Wasserabfluss, geben Sie Ihren Pflanzen daher nicht zu viel Wasser.

Hochbeet mit praktischen Einsätzen


 Gartenfreunde aufgepasst! Dieses Hochbeet mit Einsätzen ist garantiert ein absoluter Hingucker in Ihrem Garten oder auf Ihrer Terrasse. Bepflanzen Sie das Beet ganz nach Ihren Vorstellungen und nutzen Sie die bereits mitgelieferten praktischen Einsätze aus Kunststoff, um einzelne Elemente bei Bedarf einfach austauschen zu können. Das Hochbeet überzeugt mit einer langen Lebensdauer.

SO BEPFLANZEN SIE IHR HOCHBEET RICHTIG


 Hochbeet bauen, Schichten rein, Pflanzen obendrauf, giessen und fertig! Ganz so einfach ist es leider nicht. Da es in einem Hochbeet wärmer ist als direkt im Boden, laufen darin andere Zersetzungsprozesse ab als im Freiland. Ein Hochbeet ist daher im ersten Jahr sehr nährstoffreich, was sich in den Folgejahren ändert. Damit Ihr Hochbeet lange Zeit in wunderschöner Blütenpracht erstrahlt oder den Mittagstisch mit frischem Gemüse und Salat versorgt, gibt es ein paar Dinge zu beachten:


Hochbeet mit Blumen Hochbeet mit Gemüse

1. Jahr: Pflanzen Sie «Stark­zehrer», die mit der hohen Nährstoffmenge gut klarkommen. Tulpen, Sonnenblumen, Geranien und Chrysanthemen sind ideal für den Anfang.

1. Jahr: Pflanzen Sie «Starkzehrer», die mit der hohen Nährstoffmenge gut klarkommen. Ideal sind Tomaten, Zucchini, Kohl, Lauch, Sellerie, Gurken, Artischocken, Spargel, Paprika, Auberginen, Basilikum.

2 + 3. Jahr: Pflanzen Sie «Mittelzehrer», da der Boden dann nicht mehr ganz so nährstoffreich ist. Dazu gehören Löwenmäulchen, Dahlien und Gloxinien.

2 + 3. Jahr: Pflanzen Sie Mittelzehrer», da der Boden dann nicht mehr ganz so nährstoffreich ist. Dazu gehören: Karotten, Erdbeeren, Stangenbohnen, Fenchel, Mangold, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Zwiebeln und Salate.

4. Jahr: Pflanzen Sie «Schwachzehrer», die mit wenig Nährstoffen auskommen. Das sind Azaleen, Begonien, Primelchen, Stiefmütterchen oder Petunien.

4. Jahr: Pflanzen Sie «Schwachzehrer», die mit wenig Nährstoffen auskommen. Das sind Erbsen, Feldsalat, Bohnen und viele Kräuter wie Schnittlauch, Dill und Rosmarin, Rucola, Kresse.

5. Jahr: Füllen Sie das Hochbeet neu und fangen Sie wieder von vorne an.

5. Jahr: Füllen Sie das Hochbeet neu und fangen Sie wieder von vorne an.


Sie möchten die Jahresfolge nicht einhalten und bevorzugt immer die gleichen Pflanzen anpflanzen? Das geht auch. Achten Sie dann bitte darauf, den Nährstoffgehalt hochzuhalten, indem Sie die oberste Schicht mit Komposterde nachfüllen. Das heisst: Ihre Pflanzen werden nun wieder mit vielen Nährstoffen versorgt. Füllen Sie Ihr Hochbeet regelmässig mit frischer Komposterde oder düngen Sie es, um Starkzehrer «bei Laune zu halten». Auffüllen sollten Sie auch, wenn nach einiger Zeit die Erde absinkt. Das passiert bei Hochbeeten, weil die Schichten langsam zu Kompost verrotten.

Übrigens, auch bei den Pflanzen mag nicht jeder jeden Nachbarn – wie das eben im Leben so ist. Manche Pflanzen schützen sich gegenseitig, andere schaden sich. Hier ein paar «Do´s and Don´ts»:

  • Gurken und Erdbeeren lieben die Ränder von Hochbeeten 
  • Knoblauch in der Nachbarschaft verhindert Schimmel an Erdbeeren
  • Petersilie vertreibt Schnecken von benachbarten Erdbeerpflanzen
  • Pflanzen Sie Salat nicht neben Petersilie
  • Zwiebeln neben Petersilie vertreiben schädliche Fliegen von der Petersilie
  • Pflanzen Sie verschiedene Kohlsorten nicht nebeneinander
  • Tomaten, Pfefferminze oder Sellerie zwischen Kohlreihen vertreiben den Kohlweissling
  • Oft vertragen sich die Pflanzen gut, die auch gut zusammen schmecken: Gurken neben Dill, Tomaten neben Basilikum

TIPPS RUND UMS GÄRTNERN MIT DEM HOCHBEET


Ein Hochbeet anlegen klingt erst einmal ein wenig kompliziert. Einmal in der Materie drin, werden Sie schnell feststellen, dass nichts so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird. Damit alles wundervoll blüht und wächst, hier noch ein paar nicht ganz heisse Tipps:


  • Wenn möglich, legen Sie Ihr Hochbeet in Nord-Süd-Richtung an, um möglichst viele Sonnenstrahlen einzufangen. Pflanzen Sie die höheren Pflanzen an die Nordseite, damit sie den anderen nicht die Sonne wegnehmen.

  • Damit Ihr Hochbeet lange hält, braucht es das richtige Material. Natursteine sind ideal, denn sie verrotten nicht und speichern Wärme. Wer lieber ein Hochbeet aus Holz mag, sollte zu Lärche greifen, denn sie ist besonders widerstandsfähig. Noch besser ist es, das Holz-Hochbeet innen mit Teichfolie auszukleiden, denn so kommt weniger schädliche Feuchtigkeit ans Holz. Hochbeete aus Metall liegen auch im Trend und halten lange, es ist allerdings nicht so leicht, sie selbst zu bauen.

  • Die Grösse des Hochbeets ist jedem selbst überlassen. Am besten arbeiten lässt es sich, wenn das Hochbeet etwa hüfthoch ist und nur so breit, dass Sie mit den Händen gut bis in die Mitte kommen.

  • Da sich im Hochbeet Wärme entwickelt, können Sie es schon früh im Jahr bepflanzen. Schützen Sie Ihre Pflänzchen vor eventuellen späteren Frosteinbrüchen mit einem Gartenvlies.

  • Schnecken mögen das Gemüse aus dem Hochbeet genau so gerne wie Sie. Auch durch die hohen Wände lassen sich Schnecken nicht aufhalten. Kaffee mögen Schnecken allerdings gar nicht. Streuen Sie Kaffeesatz um die Basis des Hochbeetes und die Schnecken kriechen zum Nachbarn. Kamille oder Bergbohnenkraut rund um das Hochbeet gepflanzt wirken ebenfalls gut gegen Schnecken.

  • Maulwürfe und Wühlmäuse lieben Hochbeete ebenso wie Schnecken. Sie versprechen nicht nur ein Schlaraffenland voller Nahrung, sondern sie sind auch angenehm warm. Um den ungebetenen Gästen kein Festmahl zu servieren, legen Sie beim Anlegen Kaninchendraht auf die Blähtonschicht und ziehen ihn auch 20–30 cm an den Wänden hoch.

  • Eine Tropfenbewässerung ist ideal für Hochbeete. Wenn Sie per Hand giessen, dann lieber seltener und gründlich statt oft und wenig. Durch die besondere Wärmeentwicklung brauchen Pflanzen im Hochbeet mehr Wasser als im Freiland.

  • Im Winter sollten Sie ihr Hochbeet leer lassen. Durch die isolierte Lage kühlt es schneller aus als der Boden. Decken Sie es ab, damit der Regen in den Wintermonaten nicht die Nährstoffe auswäscht.

  • Wer sehr früh im Jahr das Hochbeet nutzen möchte, kann es mit ein paar Stangen und mit Folie in ein Frühbeet verwandeln. Achten Sie dabei auf gute Belüftung und befreien Sie es gegebenenfalls von Schnee, damit die Pflanzen Licht haben.

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