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Schlauch aufgedreht, fertig, los – und schon blüht und grünt alles prächtig! Wenn es nur so einfach wäre. Keine Sorge, einen Meistertitel braucht es auch nicht gleich – für eine gute und wirkungsvolle Gartenbewässerung sollte man einfach ein paar Grundlagen und Methoden kennen. Giessen per Hand, per Rasensprenger, Versenkregner oder Tropfenbewässerung, alle haben ihren Sinn und Zweck an verschiedenen Standorten und für verschiedene Pflanzen. Natürlich können die Bewässerungssysteme auch kombiniert werden, um die ideale Bewässerung für Ihren Garten zu gewährleisten.

JUMBO hat zahlreiche praktische und hilfreiche Tipps, mit denen Ihnen die Bewässerung im Garten und auf dem Balkon kinderleicht gelingt. Und wenn Sie beim Einkauf Zeit sparen wollen, bestellen Sie Ihre neuen Hilfsmittel für die Bewässerung ganz bequem im Onlineshop.

WANN UND WIE SOLLTE ICH DEN GARTEN BEWÄSSERN?


Besonders in den wärmeren Jahreszeiten ist eine zusätzliche Bewässerung von Grün- und Gartenflächen oft unerlässlich. Blumen, Bäume und Sträucher, aber auch Nutz- und Zierbeete sowie Rasenflächen wollen regelmässig und ausreichend mit Wasser versorgt sein.


Alle Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Auch der Standort spielt eine Rolle. Generell gilt aber: Nie in der prallen Mittagshitze giessen, wenn die Sonne auf die Pflanzen herunterbrennt. Was für den Menschen wunderbare Erfrischung und Sommerspass verspricht, ist für Pflanzen schädlich. Der aufgeheizte Boden lässt das Wasser gleich verdunsten, sodass es nicht bis an die Wurzeln dringt und Tropfen auf Blättern oder Rasenhalmen wie Linsen wirken und die Pflanzen verbrennen können.


Wann also giessen? Im Hochsommer brauchen Topf- und Kastenblumen eventuell zweimal täglich Wasser. Am besten früh am Morgen und spät am Abend. Ob der Rasen Wasser braucht, stellen Sie am besten mit einem einfachen Test fest, denn wenn er braun wird, ist es zu spät: Gehen Sie über den Rasen. Wenn er sich an den Trittstellen nicht aufrichtet, sollten Sie den Rasen wässern. Warten Sie nicht, bis Ihre Pflanzen welk aussehen. Dann haben sie bereits sehr hohen Trockenstress und brauchen lange, um sich zu erholen. Wenn die Erde trocken ist, ist Gartenbewässerung angesagt. Am allerbesten eignet sich der frühe Morgen für die Bewässerung. Dann geben Sie den Pflanzen einen guten Vorrat Wasser für den Tag mit, und zwar bevor er verdunsten kann. Wenn Sie weder eine automatische Bewässerung mit Zeitschaltuhr oder Bewässerungscomputer noch Zeit für morgendliches Giessen haben, dann wässern Sie den Garten am späten Abend, wenn die Sonne weg ist oder sehr tief steht. Abends sollten Sie im Hochsommer allerdings kein kaltes Wasser frisch aus der Leitung benutzen. Das wirkt für die noch aufgeheizten Pflanzen wie ein Schock – genau wie für Menschen. Wenn vorhanden, nehmen Sie das Wasser aus der Regentonne, das dann die ideale Temperatur hat. Wenn Sie keine Regentonne haben, lassen Sie tagsüber einige gefüllte Giesskannen in der Sonne stehen, um sie abends zu benutzen. Geht auch das nicht, wässern Sie Ihren Garten zum spätestmöglichen Zeitpunkt, damit die Pflanzen vorher auskühlen können.


Was hat es mit dem Standort auf sich? Pflanzen an sonnigen Standorten (z.B. Südlagen) brauchen mehr Wasser als andere. Pflanzen in Schatten- oder Nordlagen, wo das Bodenwasser selten verdunstet, sollte man dagegen nur sparsam giessen. Lesen Sie schon beim Kauf die Pflegehinweise und kaufen Sie die richtigen Pflanzen für jede Lage. Stellen Sie sonnenliebende Pflanzen in Südlage und auf freie oder stark beschienene Flächen, schattenliebende Pflanzen in schattige Ecken, in Nordlage oder unter Bäume. Ost- und Westlagen füllen Sie am besten mit Pflanzen, bei denen «Halbschatten» auf dem Pflegehinweis steht. Achten Sie darauf, Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf zusammen zu pflanzen, so gedeihen alle gut.


Je nach Grösse der zu bewässernden Flächen bieten sich verschiedene Möglichkeiten einer effektiven und zugleich sparsamen Gartenbewässerung an. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die gängigsten Methoden vor.

PFLANZEN GIESSEN WIE ZU OMAS ZEITEN: MIT DER GUTEN ALTEN GIESSKANNE


Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als Oma im Sommer allabendlich die gute alte Giesskanne durch den Garten schleppte, um auch die hinteren Gemüsebeete und Blumen gut zu versorgen? Heute haben viele grössere Gärten eine automatische Bewässerung . Für kleine Gärten, Balkone und Terrassen ist und bleibt die Giesskanne jedoch die einfachste, sparsamste und sportlichste Option, die Pflanzen zu wässern. Auch Kinder ziehen mit Vorliebe mit einer bunten Kindergiesskanne los, um beim «Blümchengiessen» fleissig zu helfen. Weisen Sie Ihnen dann am besten ein paar robuste Pflanzen zu, die einfach mit der Giesskanne erreichbar sind. Achtung: Pflanzen werden auch mit der Giesskanne am liebsten unten gegossen und nicht komplett mit Wasser überschüttet. So gelangt das Wasser an die Wurzel und Blüten sowie Blätter nehmen keinen Schaden.

HOCHWERTIGES GIESSWASSER AUS REGENTONNE ODER BRUNNEN


Wussten Sie, dass jeder Schweizer täglich durchschnittlich über 160 Liter Trinkwasser verbraucht – nur bei sich daheim? Warum für das Gartenwasser zahlen, wenn es gratis vom Himmel fällt? Und dazu noch eine viel weichere Qualität hat als Leitungswasser? Die einfachste Option, Regenwasser für den Garten zu sammeln, ist eine Regentonne. Einfach die Tonne über einen Regenwasserfänger mit der Dachrinne verbinden und schon haben Sie einen erstklassigen Wasservorrat für Ihren Garten – auch an trockenen Tagen. Mit einem praktischen Ablaufhahn können Sie das Regenwasser mühelos in die Giesskanne befördern. Sie können sogar ein Bewässerungssystem an die Regentonne anschliessen. Regentonnen fassen bis zu 1000 Liter Wasser. Für die immer länger und trockener werdenden Sommer kann es sich lohnen, gleich mehrere Regentonnen aufzustellen – vielleicht gut versteckt hinter einer hübschen Hecke oder Holzwand. Wer keine Regentonne möchte, kann auch einen unterirdischen Regentank anlegen. Es gibt solche Tanks in verschiedenen Grössen, für jeden Bedarf. Sie können sogar an das Wassernetz im Haus angeschlossen werden – so sparen Sie bis zu 50% Wasser.


Ob sich ein Bewässerungssystem lohnt oder ein einfacher Ablaufhahn für Ihre Gartenbewässerung reicht, kommt auf die Gartengrösse an. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass Pumpsysteme Strom verbrauchen. Bei einem kleinen Garten ist Handarbeit daher nachhaltiger – und dazu entspannend. Bei einem grossen Garten können Sie inzwischen die Pumpe mit Solarstrom betreiben, die sogenannte Solarbewässerung.


Auch Brunnenwasser ist ideal für die Gartenbewässerung und enthält oft wertvolle Mineralien für Ihre Pflanzen. Sie können das Wasser mit einer hübschen Handpumpe pumpen und damit Ihren Garten dekorieren. Wer es bequemer mag, kann eine elektrische Pumpe anschliessen und schon sprudelt es ohne Mühe.

GARTEN BEWÄSSERN MIT DEM KLASSIKER: DEM GARTENSCHLAUCH


Mit der Giesskanne decken Sie prima kleine Gärten, Terrassen und Balkone ab – oder halten sich in mittleren Gärten fit. Wenn die Giesskanne nicht mehr ausreicht, um den Garten zu wässern, steigen Sie auf die nächste Stufe der Gartenbewässerung um: den allseits beliebten Gartenschlauch. Wählen Sie eine ausreichende Schlauchlänge, um alle Gartenecken gut erreichen zu können. Mit einem guten Schlauchaufsatz bekommen Sie von sanftem Sprühen bis zu einem festen Strahl alle Stärken hin. Ein guter Schlauch knickt nicht, ist flexibel, bekommt keine Risse, hält grossem Wasserdruck stand und hat eine lange Produktlebenszeit. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die äussere Schicht UV-beständig ist, damit die Sonne den Schlauch nicht rissig macht. Die Schichten des Gartenschlauchs sorgen für Gewicht. Einen guten Gartenschlauch aus PVC von der üblichen Dicke ½ Zoll erkennen Sie daher an seinem Gewicht von etwa 2,5 kg auf 20 m Schlauchlänge.


Sollte Ihr Gartenschlauch doch einmal ein Loch bekommen, müssen Sie ihn nicht gleich entsorgen. Am besten flicken Sie einen kaputten Gartenschlauch aus PVC oder Gummi mit einem Verbindungsstück: einfach die Stelle mit dem Loch wegschneiden, die beiden verbliebenen Schlauchenden auf das Verbindungsstück schieben – fertig. Wer eine schnelle Lösung für den Moment braucht, kann als Erste-Hilfe-Massnahme auch selbstverschweissendes Reparaturband benutzen. Diese Methode ist allerdings oft nicht von Dauer.


Hinweis: PVC-Schläuche enthalten Weichmacher und können dazu im Inneren schädliche Herstellungsrückstände enthalten. Zudem kann Wasser im Schlauch zurückbleiben, wo sich eventuell Keime bilden können. Trinken Sie nie Wasser aus dem Gartenschlauch.

Tipps vom JUMBO-Pflanzenexperten: richtig giessen und nachhaltig wässern


JUMBO-Experte Claude Ropraz hat einen grünen Daumen und hält nützliche Tipps für Sie bereit, wie Sie Ihren Garten richtig bewässern:


Herr Ropraz, wie kann man einerseits seinen Garten ausgiebig wässern und andererseits nachhaltig wirtschaften und Wasser sparen? Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Viel Wasser sparen Sie bereits, indem Sie nicht die ganze Pflanze mit der Giesskanne überbrausen. Giessen Sie das Wasser gezielt mit einer Brause an die Basis der einzelnen Pflanzen. Dadurch vermeiden Sie ausserdem nasse Blätter, welche gesunde Pflanzen anfälliger machen für Schadpilze wie Mehltau. Empfehlenswert ist auch das sogenannte Intervallgiessen. Zwischen zwei Giessintervallen gibt man dem Wasser Zeit, im Boden zu versickern, statt abzufliessen. Dieses Verfahren eignet sich besonders bei Hanglagen. Sehr nachhaltig ist auch das Sammeln von Regenwasser. Stellen Sie eine Regentonne im Garten auf. Regenwasser ist ausserdem nicht kalkhaltig und besser für Rasen und Pflanzen als Leitungswasser.


Kann man sonst noch etwas tun, um umweltfreundlich zu wässern?

Wer zur richtigen Zeit wässert, beugt Verdunstung vor und kann so enorme Wassermengen sparen. Giessen Sie am besten früh morgens, dann versickert das Wasser noch bevor es verdunsten kann und die Pflanzen zehren den ganzen Tag davon. Wenn Sie morgens in Eile sind, tut es auch der späte Abend. Apropos Eile: Wer viel zu tun hat, sollte über ein automatisches Bewässerungssystem nachdenken.


Sie meinen, man kann die gesamte Gartenbewässerung smart erledigen lassen?

Mit einem automatischen Bewässerungssystem können Sie Pflanzen auf der Terrasse, das Blumen- oder das Gemüsebeet, aber auch den kompletten Rasen bewässern. In Verbindung mit einem Bewässerungscomputer müssen Sie sich nach der Einstellung des Systems um nichts mehr kümmern. Die punktgenaue und gleichmässige Bewässerung sorgt dafür, dass Ihre Pflanzen gedeihen und Ihr Rasen immer tipptopp gepflegt aussieht. So sparen Sie bis zu 70 % Wasser und eine Menge Zeit. Den Strom für eine automatische Bewässerung können Sie sogar mit einem Solarmodul selbst erzeugen – nachhaltiger geht es kaum.


Was ist mit Topfblumen? Wie giesst man die richtig für eine schöne bunte Terrasse?

Auch Topfblumen und Blumenkästen kann man mit automatischer Bewässerung versorgen. Egal, ob per Hand oder automatisch, auch hierbei kommt es auf den Zeitpunkt an: Wässern Sie Topfpflanzen vormittags, denn abendliches Giessen kann zu Pilzen in den Töpfen führen, genau wie stehendes Wasser im Untertopf. Leeren Sie den immer aus. Giessen Sie Ihre Topfpflanzen immer, wenn die Erde im Topf trocken ist. Im Sommer kann das jeden zweiten Tag sein, in Hitzeperioden sogar täglich oder öfter. Pflanzen mit grossen Blättern brauchen besonders viel Wasser. Pflanzen aus dem mediterranen Raum, z.B. Myrten, Olivenbäumchen und Gewürzpflanzen, kommen mit Trockenperioden besser zurecht als heimische Pflanzen.


Was wird bei der Gartenbewässerung am häufigsten falsch gemacht?

Der häufigste Fehler ist, dass zwar oft, aber zu wenig gegossen wird. Das kann für die Pflanzen sogar schlimmer sein als gar kein Wasser. So gewöhnen sie sich an kleine, regelmässige Dosen und bilden nur flache Wurzeln aus. Werden sie mal nicht wie gewohnt gegossen, reagieren sie unmittelbar auf das fehlende Wasser. Daher ist es besser, den Garten ausgiebig, aber seltener zu bewässern. Giessen Sie Beete lieber ein- bis zweimal in der Woche, dafür gründlich mit 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter. Dadurch wird das ganze Erdreich nass und das Wachstum der Wurzeln wird angeregt. Tiefere Wurzeln machen die Pflanzen widerstandsfähiger und lassen sie Trockenperioden besser aushalten. Dennoch sollten Sie Staunässe vermeiden – sie lässt die Wurzeln der Pflanzen praktisch ertrinken.

Pflanzen-Tools für Ihre Ferienabwesenheit

Sie verreisen, doch die Pflanzen bleiben zu Hause? Grundsätzlich gilt das Gleiche wie bei einem Haustier: Sorgen Sie für einen Sitter. Wenn dies keine Option für Sie ist, empfiehlt Ihnen Claude Ropraz folgende Produkte: 

Bördy Bewässerungssystem

Der Kunststoffvogel wird durch den Schnabel mit Wasser befüllt und gibt dieses gleichmässig durch einen Tonkegel in die Pflanzerde ab. Eignet sich nur für einen Kurztrip. 

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Blumat Flaschenadapter

Funktioniert gleich wie Bördy, die Wassermenge ist durch die PET-Flasche jedoch grösser.

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Micro Drip für Pflanzentöpfe M

Gehen Sie auf Nummer sicher und automatisieren Sie die Topfbewässerung mit einem Micro-Drip-System – bis zu sieben Töpfe möglich.

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City Gardening

Sie haben eine Vielzahl an Töpfen? Das City-Gardening-System giesst bis zu 36 Topfpflanzen und ist erst noch zeitgesteuert durch eine Zeitschaltuhr.

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DER RASENSPRENGER – DARÜBER FREUEN SICH RASEN UND KINDER



Sommerliche Hitzeperioden, wie sie seit einigen Jahren immer häufiger vorkommen, tun dem Rasen nicht gut. Wenn es eine Woche oder länger nicht geregnet hat, braucht der Rasen frisches Wasser. Bei grösseren Rasenflächen, wo auch mit dem Schlauch nicht mehr viel auszurichten ist, muss das richtige Equipment ran. Rasensprenger für den Garten simulieren sanften Regen von oben. Für quadratische oder rechteckige Flächen eignet sich ein Schwenkregner. Er schwenkt langsam hin und her, wobei auf seiner gesamten Länge Tröpfchen verregnet werden. Den Schwenkwinkel und die Streubreite können Sie bei modernen Modellen so einstellen, dass genau die richtige Wassermenge auf dem Rasen ankommt – und nicht noch das halbe Haus mitbewässert wird. Für runde oder unregelmässig geformte Rasenflächen sind Kreis- oder Segmentregner ideal. Diese Art von Rasensprengern kann man auch so einstellen, dass sie nur einen Halb- oder Viertelkreis dauerhaft beregnen. Beide Arten von Rasensprengern können an den Gartenschlauch oder die Zisterne angeschlossen und am geeigneten Ort im Garten aufgestellt werden. Für besonders grosse Flächen ist der Impulsrasensprenger am besten. Er hat eine sehr hohe Wurfweite. Solche Modelle sieht man oft auf Sportplätzen. Egal, welchen Rasensprenger Sie wählen – Ihre Kinder werden ihn genauso toll finden wie Ihr Rasen. Nichts wird im Sommer lieber für erfrischenden Spass zweckentfremdet als ein Rasensprenger. Bei allem Spass sollten Sie darauf achten, den Rasensprenger nicht zu lange in der prallen Sonne laufen zu lassen. Zu viel Wasser kann dann ungenutzt verdunsten und der Linseneffekt der Wassertropfen kann Ihren Rasen eventuell sogar verbrennen. Ökologisch am sinnvollsten ist das Rasensprengen früh morgens oder spät abends nach Sonnenuntergang. Gelegentliches Mulchmähen im Sommer schützt zusätzlich vor Verdunstung und bringt dem Rasen Nährstoffe.

MIT DEN RICHTIGEN ZUTATEN KLAPPT DIE GARTENBEWÄSSERUNG



Das richtige Wasser


Die Natur lässt es regnen und die Pflanzen wachsen – nichts ist natürlicher und kein Wasser könnte besser sein. Leitungswasser bewässert zwar auch, aber es kostet auf Dauer viel Geld und ist härter als Regenwasser. «Hartes» Wasser bedeutet, es enthält viel Kalk. Am besten schliessen Sie Ihre Gartenbewässerung an eine Regenzisterne an – oder stellen Sie zumindest Regentonnen auf, um das kostbare Nass immer zur Verfügung zu haben.


Die richtige Wassermenge


Damit die Pflanzen das Wasser richtig aufnehmen können, sollte der Boden ungefähr 20 cm tief durchnässt sein. Neue Pflänzchen brauchen noch einmal eine Kanne zusätzliches Wasser. Am besten dringt das Wasser in den Boden, wenn Sie nah am Boden giessen. Dann fallen nicht zu viele Tropfen auf die Blätter und verdunsten von dort.


Der richtige Zeitpunkt


Gerade im Hochsommer ist es wichtig zu wissen, wann man nicht giessen sollte: in der Mittagshitze. Auch wenn es scheint, als seien die Pflanzen dann besonders durstig; wer sie in der prallen Sonne giesst, kann sogar Schaden anrichten. Giessen Sie von Anfang Mai bis Mitte September abends, nachts oder früh am Morgen. So kann das Wasser gut einziehen und verdunstet nicht.


Das richtige Hilfsmittel


Giesskanne, Rasensprenger, Gartenschlauch, Brause – jedes Hilfsmittel hat seinen Zweck. Setzen Sie die Giesskanne für kleine Gärten oder Balkone ein und achten Sie dabei auf Wurzelbewässerung. Zum Schlauch und zur Brause greifen Sie für kleine oder mittlere Gärten, Beete und kleine Rasenflächen. Den Rasensprenger stellen Sie für Gärten mit grösseren Rasenflächen auf.

DER SELBSTLÄUFER: DIE AUTOMATISCHE GARTENBEWÄSSERUNG



Eine automatische Gartenbewässerung ist die Lösung für alle, die keinen grünen Daumen haben oder selten daheim sind und trotzdem einen schönen Garten geniessen möchten. Die Basisversion automatischer Gartenbewässerung besteht aus Rohren, Regnern und einer Zeitschaltuhr, mit der Sie die Bewässerungszeit und -Dauer festlegen können. Smarte Technologie mit Feuchte-Sensoren kann jede Pflanze punktgenau mit der benötigten Wassermenge versorgen – steuerbar von Ihrem Smartphone aus über einen Bewässerungscomputer mit umweltfreundlicher Solarstromversorgung. Damit können Sie bis zu 70% Giesswasser einsparen. Das ist gut für die Umwelt und für Ihren Geldbeutel. Eine automatische Gartenbewässerung eignet sich für alle Arten und Grössen von Gärten und Terrassen und für alle Arten von Pflanzen – egal, ob Beete, Rasen, Hecke oder Blumenkästen. Eine automatische Bewässerung lässt sich flexibel an jede bei Ihnen daheim vorhandene Wasserquelle anschliessen. Achten Sie bei der Planung Ihrer automatischen Gartenbewässerung darauf, dass die einzelnen Regner sich nicht überlappen, damit nicht einige Stellen doppelt Wasser erhalten.

Tipp: So bewässern Sie Ihre Hecke richtig


Auch wenn eine schöne Hecke aussieht wie eine feste Einheit, so besteht sie doch aus vielen einzelnen Pflanzen. Geht es einer davon schlecht, ist das ganze schöne Heckenbild zerstört. Jede Pflanze in der Hecke sollte ausreichend Wasser bekommen. Wie viel Wasser eine Hecke braucht, hängt davon ab, wie hoch sie ist: Grob können Sie 10 Liter Wasser pro Höhenmeter der Heckenpflanze rechnen. Wenn eine Hecke zwei Meter hoch ist, braucht jede einzelne Pflanze 20 Liter Wasser bei jedem Giessvorgang. In einem heissen Sommer, in dem alle drei bis vier Tage Heckegiessen angesagt ist, kommt einiges an Wasser zusammen. Vor allem junge Heckenpflanzen brauchen viel Wasser, ältere Hecken können die eine oder andere Durststrecke besser verkraften. Damit das kostbare Nass nicht umsonst vergossen wird, sollten Sie einige Punkte beachten:

  • Giessen Sie Ihre Hecke wie eigentlich alle Pflanzen am besten früh morgens oder spät abends.
  • Helfen Sie dem Wasserfluss mit einem kleinen Erdwall um die Heckenstämmchen. So fliesst das Wasser nicht zur Seite weg, sondern versickert punktgenau in Richtung Wurzeln.
  • «Hecke mulchen» ist ebenfalls eine gute Methode, um Verdunstungsverluste zu vermeiden. Bedecken Sie den Boden um die Heckenstämmchen mit Mulch oder Stroh, damit die Feuchtigkeit länger im Boden bleibt.
  • Hecken vertragen keine Staunässe, dann werden die Stämmchen krank. Halten Sie die Erde unter der Hecke immer schön locker, damit das Wasser gut versickert.

STETER TROPFEN BEWÄSSERT IHREN GARTEN



Tropfenbewässerung ist eine uralte Kulturtechnik. Schon in der Antike nutzte man vergrabene, mit Wasser gefüllte Tontöpfe, die nach und nach das Wasser an die Erde in Wurzelnähe abgaben. Dass sich diese Technik jahrtausendelang gehalten hat, zeigt, wie gut sie ist. Der grösste Vorteil liegt in der unschlagbaren Sparsamkeit, ausserdem werden auch zarte kleine Pflänzchen damit sehr schonend gewässert. Dazu kommt, dass die Blätter der Pflanzen nicht nass werden und sich so weniger Pilzerkrankungen ausbreiten können.


Die Tropfenbewässerung eignet sich für alle Arten von Beeten, Hecken, Gemüsegärten, Gewächshäusern und auch von Blumenkästen und -kübeln. Für Rasen allerdings nicht. Einzige Voraussetzung: Es muss eine Wasserleitung zu den Pflanzen verlegt werden können. Die Leitungen können oberirdisch oder unterirdisch verlaufen, je nachdem, ob Ihnen die Ästhetik oder ein geringerer Installationsaufwand wichtiger ist.


Wie funktioniert die Tropfenbewässerung? Von einem Basisgerät aus, das den Wasserdruck reguliert, gelangt das Wasser über Leitungen zu den Pflanzen und tritt dort über Tropfer wohldosiert in Wurzelnähe aus. Heutzutage ist die austretende Wassermenge je nach Pflanze automatisch regulierbar.

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