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Klar kann man Pflanzen kaufen und daheim einpflanzen. Aber sie selbst zu ziehen und dann später ihre Blüten und Früchte zu geniessen, ist ein ganz anderes Erfolgserlebnis. Haben Sie noch nie gemacht? Klingt kompliziert? Ist es gar nicht und macht viel Spass.

Bei JUMBO erfahren Sie, wie man in nur 5 Schritten vom Samenkorn zum kräftigen Pflänzchen kommt – ein paar Bonustipps inbegriffen. Lesen und dann loslegen.

SCHRITT 1: DER RICHTIGE ZEITPUNKT


Auch wenn es Ihnen bei den ersten Sonnenstrahlen in den Fingern juckt: Fangen Sie nicht zu früh an. Warum nicht? Weil es noch bis in den Mai hinein Frost geben kann. Die kleinen Pflänzchen sollte man daher erst nach den gefürchteten Eisheiligen aussetzen. Aufgrund der Keimdauer der allermeisten Pflanzen ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat die zweite Märzhälfte. Wenn die Pflanzen deutlich vorher gezogen werden und Sie dann bis Mitte Mai mit dem Aussetzen warten, stehen die Setzlinge zu lange im Warmen und werden schlapp. Ausnahme: Pflanzen mit sehr langer Keimdauer, zum Beispiel Paprika und Peperoni, Auberginen, Lauch, Salat und Kohlrabi (Rübkohl) sowie Petersilie, Dill und Basilikum. Alles andere muss warten.

SCHRITT 2: DIE RICHTIGE ERDE


Es mag für Pflanzanfänger absurd klingen, aber für die Anzucht braucht man Erde mit wenigen Nährstoffen und eben nicht mit besonders vielen. Warum? Weil die kleinen Pflänzchen dann stärkere Wurzeln ausbilden, um an die wenigen Nährstoffe heranzukommen. Im Nachhinein sind sie dann kräftiger und widerstandsfähiger. Daher ist spezielle Anzuchterde magerer als normale Blumenerde und beinhaltet auch keinen Dünger. Wer seine Pflänzchen stark machen und verwöhnen will, kann einen einfach Trick anwenden: Füllen Sie unten in den Aussaatbehälter maximal zur Hälfte normale Blumenerde und füllen Sie dann bis oben mit Anzuchterde auf. Haben die Wurzeln es durch die Anzuchterde geschafft, gibt´s zur Belohnung einen leckeren Nährstoffcocktail aus der Blumenerde. So abgehärtet und verwöhnt haut Ihre kleinen Zöglinge so schnell nichts mehr um.

SCHRITT 3: DER RICHTIGE BEHÄLTER UND WEITERE TIPPS


Pappe oder Plastik, Schale oder Töpfchen – alles hat Vor- und Nachteile. Feines Saatgut ist am besten in einer flachen Schale aufgehoben. Darin kann man schön in Reihen aussäen und man spart Platz. Pflanzen, die grössere Samen haben, kann man am einfachsten zu ein bis drei Samenkörnern in kleinen Töpfchen unterbringen. Es gibt spezielle Anzuchttöpfe aus Holzfasern, die man später mit ins Beet setzen kann, wo sie sich langsam auflösen. Kräuter, die sowieso immer im Topf in der Küche stehen sollen, können Sie auch direkt in eben diesem Topf ziehen. Achten Sie auf Abstand: Wenn Sie zu viele Samen zu dicht nebeneinander pflanzen, konkurrieren die Keimlinge später um Nahrung und Licht und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Wenn Sie Plastik vermeiden möchten, sollten Sie zu Anzuchtbehältern aus Holzfasern oder anderem organischem Material greifen. Aber Achtung, es kann sein, dass solche Behälter unter bestimmten Bedingungen (z. B. zu viel Luftfeuchtigkeit von Küchendämpfen, zu häufiges Giessen) anfangen zu schimmeln. Wenn Sie noch nicht so viel Erfahrung haben, machen Sie Ihre ersten Pflanzschritte vielleicht doch mit Anzuchttöpfen aus Kunststoff und steigen im Folgejahr auf umweltfreundlicheres Material um.


Wichtig: Egal, worin Sie Ihre Pflänzchen anziehen – einmal gepflanzt, dürfen Samen und Erde nicht trocken werden. Giessen Sie regelmässig. Nicht mit einem kräftigen Strahl, sonst könnten die Samen von ihrem Platz gerissen werden. Die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein. Eine sanfte Brause oder eine Sprühflasche sind wertvolle Hilfsmittel.

SCHRITT 4: DAS RICHTIGE LICHT


Alle Pflanzen brauchen Licht – stopp, das ist nicht ganz richtig. Wussten Sie, dass es auch Dunkelkeimer gibt? So nennt man Pflanzen, die unter der Erde zu keimen beginnen. Ihre Samen müssen unbedingt mit einer Schicht Anzuchterde bedeckt werden, denn Licht hemmt sogar den Keimungsprozess. Die Samen von Lichtkeimern dagegen sind oft klein und die Keimlinge sehr zart. Sie würden es kaum durch eine Schicht Erde schaffen. Sie werden einfach oben auf die Erde gestreut und nur etwas angedrückt. Das Sonnenlicht bringt den Keimungsprozess in Schwung. Suchen Sie einen Ort, an dem es viel Sonnenlicht und nicht zu viel Wärme gibt. Ein Fensterbrett über einem Heizkörper ist leider nicht ideal. Wenn die Anzuchtbehälter zwar warm, aber nicht im optimalen Licht stehen, beginnen die Keimlinge zu wachsen und recken sich der Sonne entgegen. Sie werden immer länger, bleiben dünn und kippen irgendwann um. Daraus wird dann nichts mehr. Vor bodentiefen Terrassenfenstern oder an sonnenbeschienenen Stellen ohne Heizkörper in unmittelbarer Nähe fühlen sich die kleinen Pflanzen wohl. Wenn Sie nur das Fensterbrett über der Heizung als Option haben, halten Sie die Heiztemperatur so niedrig wie möglich und achten Sie darauf, dass die Keimlinge direkt an der Scheibe stehen.

SCHRITT 5: DER RICHTIGE UMZUG


Wenn es in den Anzuchtschalen vor kleinen Pflänzchen nur so wimmelt, kommt der richtige Zeitpunkt zum Pikieren. So nennt man das Trennen und Vereinzeln der Keimlinge in kleinen Töpfchen – ganz vorsichtig mit einem Pikierstab. Wenn die Keimlinge zu lange alle zusammen in der Anzuchtschale stehen, nehmen sie sich gegenseitig die wenigen Nährstoffe der Anzuchterde weg. In ihren neuen Töpfen bekommen die Pflänzchen nun richtige Blumenerde zu kosten. Der ideale Zeitpunkt zum Vereinzeln ist gekommen, wenn die kleinen Pflanzen das erste echte Blattpaar nach den Keimblättern produziert haben. Meist ist das nach etwa vier Wochen der Fall.


Auch Pflänzchen, die schon einzeln in Töpfen stehen, müssen umziehen, denn die Anzuchterde hat zu wenige Nährstoffe. Sie müssen also wenigstens die Erde von Anzuchterde zu nahrhafter Blumenerde wechseln. Sobald es im April draussen wärmer wird, kommen die Jungpflanzen ins Trainingslager: Stellen Sie die Behälter tagsüber nach draussen, damit sich die kleinen Pflanzen an Wind und Wetter gewöhnen. Dazu sollten Sie einen geschützten und schattigen Ort wählen. Holen Sie die Pflanzen nachts wieder herein, bis die Eisheiligen vorbei sind. Wird diese Abhärtung ausgelassen, kann es sein, dass die Pflanzen beim Aussetzen einen Schock bekommen und nicht weiterwachsen. Sind dann Mitte Mai die Eisheiligen vorüber und besteht garantiert keine Frostgefahr mehr, ist endlich der richtige Zeitpunkt da, um die Pflanzen in den Garten zu setzen.

4 TIPPS RUND UM AUSSAAT UND ANZUCHT



Tipp 1
: Upcycling schont die Umwelt und macht Spass Sie müssen nicht gleich eine grosse Menge an Anzuchtbehältern kaufen. Versuchen Sie es doch einfach in Eierkartons. Sie haben für viele Keimlinge genau die richtige Grösse und lösen sich beim Umpflanzen auf. Auch wenn Sie Plastikbehälter bevorzugen, muss das nicht heissen, dass Sie eine Menge Müll produzieren. Glacebehälter eignen sich hervorragend als Pflanzschalen, die auch auf jede Fensterbank passen. Auch leere Joghurtbecher geben gute Anzuchttöpfchen ab. Klar, sie sehen nicht besonders schick aus, aber das kann man ändern: Mit ein wenig Kleber und Glacestielen, Holzresten, Pappe oder Stoff werden aus den Behältern veritable kleine Gärten mit Zaun oder hübsche Blumentöpfe mit Deko – ein tolles Bastelprojekt für Regentage mit Kindern.


Tipp 2: Bringen Sie Ihre Keimlinge unter die Haube In den meisten Wohnungen ist die Luft sehr trocken, was den Keimlingen zu schaffen macht, denn sie mögen es feucht und warm. Wenn Sie einen Garten haben, bietet sich ein Gewächshaus an. Das muss gar nicht viel Arbeit sein, im Sortiment von JUMBO finden Sie praktische kleine Fertig-Gewächshäuser zum Aufstellen. Aber auch wer nur einen Balkon oder eine Fensterbank hat, muss auf das Gewächshaus nicht verzichten. Dafür haben wir Mini-Gewächshäuser extra in Fensterbankgrösse. In diesen praktischen Boxen gedeihen Ihre Pflanzen perfekt. Das Substrat bleibt schön feucht, sodass Sie Wasser sparen und auch nicht ständig ans Giessen denken müssen. Wenn Sie lieber die Upcycling-Pflanzbehälter aus dem vorigen Tipp für Ihre Fensterbank benutzen möchten, decken Sie sie einfach mit etwas Folie ab, das hat den gleichen Effekt. Denken Sie daran, regelmässig die Folie zu lüften, damit kein Schimmel entsteht.


Tipp 3: Mit Schildchen behalten Sie den Überblick Kleine Keimlinge sind ein weisser Stiel mit zwei Blättern – kurz gesagt, sie sehen alle gleich aus. Damit Sie auch nach Wochen noch wissen, was wo steht und nicht die falschen Pflänzchen zuerst umtopfen oder zu viel / zu wenig giessen, beschriften Sie gleich bei der Aussaat jeden Behälter mit Sorte und Datum. Es gibt spezielle Pflanzetiketten zu kaufen, aber Sie können sie auch ganz einfach selbst basteln: Papierfähnchen an Zahnstochern (Papier mit Tesafilm vor Feuchtigkeit schützen) oder in Streifen geschnittene Joghurtbecher erfüllen diese Funktion ganz wunderbar.


Tipp 4: Lassen Sie sich helfen Ganz allein trauen Sie sich nicht an die Sache mit der Anzucht und Aussaat ran? Dann lassen Sie sich helfen. Anzuchthilfen für Ihre Pflanzen, die auch noch optisch Eindruck machen, sind die speziellen LED-Wachstumslampen mit wachstumsförderndem Lichtspektrum. So verhelfen Sie jungen Pflänzchen in rasanter Zeit zu voller Pracht. Die moderne LED-Technik sorgt genau für die Wellenlänge, die Photosynthese und Chlorophyllbildung stimuliert. Das Ergebnis: gesunde Pflanzen mit mehr Blättern, Blüten und Früchten.

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