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Garten- und Balkonmöbel reinigen – so geht's richtig

Inhalt

Sonne, Feuchtigkeit, Hitze und Kälte hinterlassen ihre Spuren auf Gartenmöbeln. Spätestens, wenn der Frühling vor der Tür steht, ist es Zeit, die Outdoormöbel zu reinigen. Doch was ist bei Holz, Kunststoff, Wicker und Rattan zu beachten? Hier erfährst du alles, was du zum Thema wissen musst. 

Holz-Gartenmöbel reinigen

Holz ist ein natürliches Material und gerade deswegen im Garten und auf Balkonen so beliebt. Allerdings gibt es bei der Reinigung ein paar Dinge zu beachten, damit deine Gartenmöbel aus Holz lange schön bleiben. Wichtig ist, dass du das Holz nicht mit aggressiven Reinigern behandelst, denn diese können die Oberfläche schädigen. Es besteht dann die Gefahr, dass das Holz spröde wird und verblasst. 

Wasser und Kernseife oder auch Spülmittel oder Seifenlauge eignen sich gut, um hölzerne Gartenmöbel zu reinigen. Zum Abschrubben nimmst du einfach eine Bürste mit weichen Borsten. Achte darauf, dass du immer in Richtung der Maserung streichst. Hast du das gesamte Möbelstück gereinigt, spülst du es zum Schluss noch mit klarem Wasser ab – zum Beispiel aus dem Gartenschlauch. Nun noch trockenwischen und fertig! Das Putzen deiner Gartenmöbel aus Holz empfiehlt sich circa dreimal im Jahr: im Frühjahr, im Sommer und kurz vor Ende der Saison im Herbst. 

Besonderheit: Teakholz-Möbel

Gibt es bei Hölzern wie Teak oder Robinie etwas Besonderes zu beachten? Erst einmal nicht: Du kannst Teak-Gartenmöbel genauso reinigen wie andere Holzmöbel. Allerdings kann es passieren, dass sich während des Schrubbens einzelne Holzfasern aufstellen. Aber keine Panik: Die nun unebene Oberfläche kannst du einfach mit feinem Schmirgelpapier bearbeiten. Reibe die Oberfläche nach dem Reinigen und Abschmirgeln unbedingt mit einem Pflegeöl ein, damit sich das Holz erholt. 

Gartenmöbel aus Kunststoff reinigen

Du hast Gartenmöbel aus Kunststoff und ärgerst dich über den gräulichen Schleier, der sich immer wieder über die Möbel legt? Dann geht es dir wie vielen anderen. Der Grund für den Schleier ist Staub: Dieser setzt sich nach und nach auf der Oberfläche der Tische, Stühle und Liegen fest und färbt diese ein. Unschön, aber es ist ganz einfach, die Gartenmöbel zu entgrauen. Alles, was du dafür brauchst, sind ein Schwamm und Allzweck- oder Essigreiniger. Mische Wasser mit dem Reinigungsmittel und schon hast du den optimalen Gartenmöbel-Reiniger für Kunststoff. Mit dem Schwamm behandelst du die Oberflächen, bis sich der gesamte Staub löst. 

Tipp: Ist der Dreck besonders hartnäckig, kannst du die Möbel vorher mit Wasser abspritzen, damit der Staub schon einmal einweichen kann. Danach lassen sich die Gartenmöbel leichter säubern. Anschliessend spülst du mit klarem Wasser nach und wischst die Möbel trocken. Wichtig: Nutze keine Scheuermittel. Diese sorgen zwar für saubere Oberflächen, hinterlassen jedoch feine Kratzer. Die Folge: Die kleinen Rillen füllen sich im Laufe der Zeit immer wieder mit Schmutz und sind irgendwann gar nicht mehr sauber zu bekommen. 

So reinigst du weisses Mobiliar

Ähnlich wie bei weisser Kleidung sieht man auch auf weissen Gartenmöbeln Dreck besonders gut. Doch wie bekommst du sie wieder so strahlend weiss, wie sie am Anfang waren? Reinige Gartenstühle und Gartentisch zunächst wie andere Kunststoffmöbel auch, um den gröbsten Schmutz zu entfernen. Danach greifst du zu herkömmlichem Backpulver: Reibe es in einen feuchten Lappen ein und wische die weissen Möbel sorgfältig damit ab. Danach zirka eine Viertelstunde einwirken lassen und mit klarem Wasser wieder abspülen. Das im Backpulver enthaltene Natron wirkt schmutzlösend und hellt dunkle Stellen rasch wieder auf. 

Rattan- und Wickermöbel reinigen

Rattan und Wicker werden immer beliebter als Material für Gartenmöbel – nicht zuletzt wegen ihres edlen Aussehens. Rattan ist ein natürliches Material, das unter anderem aus Lianen hergestellt wird, Wicker hingegen ist ein Kunststoff. 

Dementsprechend ist Rattan empfindlicher als Wicker – besonders was Feuchtigkeit, Sonne und Kälte anbelangt. Aus diesem Material bestehende Garten- und Balkonmöbel reinigst du am besten lediglich mit einer weichen Bürste und etwas lauwarmem Wasser. Wische die Möbel mit einem feuchten Lappen ab. In kleinere Ecken kommst du mit einer feinen Bürste. Aber Achtung: Drücke nicht zu fest auf, denn die Oberfläche ist empfindlich

Bei Wicker musst du nicht so vorsichtig sein. Generell ist das Material besonders pflegeleicht, denn es ist wasser- und schmutzabweisend. Trotzdem solltest du es in regelmässigen Abständen reinigen. Dazu kannst du einfach Wasser und Kernseife, Spülmittel oder Seifenlauge verwenden. Gib das Reinigungsmittel in Wasser und säubere die Gartenmöbel mit einem Schwamm. In die Ecken und Rillen gelangst du am besten mit einer feinen, weichen Bürste. Alternativ bekommst du im Handel auch spezielle Kunststoffgeflecht-Reiniger. Lass das Reinigungsmittel deiner Wahl ruhig ein paar Minuten einwirken, bevor du es wieder abspülst. 

Gartenpolster reinigen

Sonnencreme, Eiscremeflecken und andere Verschmutzungen lassen deine Gartenpolster schnell unansehnlich werden. Hin und wieder musst du sie daher reinigen. Bei manchen Polstern kannst du den Bezug ganz einfach abnehmen und in der Waschmaschine waschen. Wenn das nicht möglich ist, bleibt dir nur die Handwäsche. Alles, was du dazu brauchst, sind warmes Wasser und ein sanftes Spülmittel oder Seifenlauge

Vor dem Handwaschgang ist es sinnvoll, die Polster zunächst vom gröbsten Schmutz zu befreien. Dazu nimmst du einfach eine Bürste. Fülle dann deine Badewanne (oder ein anderes Gefäss) mit warmem Wasser und gib ein wenig Reinigungsmittel hinzu. Wasche das Polster per Hand und nimm bei hartnäckigen Flecken eine Bürste zu Hilfe. Gegen lästige Stockflecken kannst du mit Zitronensaft vorgehen. 

Gartenmöbel richtig behandeln und schützen

Dauerregen, starke Sonneneinstrahlung, Frost und Luftschadstoffe: Gartenmöbel sind vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Wer sie gut schützt und regelmässig pflegt, bewahrt sie vor frühzeitigem Verschleiss. Für jedes Material gibt es die passende Pflegemassnahme. Hölzerne Gartenmöbel kannst du ölen und ihnen dadurch wieder Glanz, eine schöne Farbe und eine wasserabweisende Schicht verleihen. Das Versiegeln von Lackabschürfungen bewahrt Garteneinrichtung aus Metall vor Rostschäden. Spezielle Schutzhüllen und eine sachgemässe Aufbewahrung schützen zusätzlich vor Wind und Wetter.  

Ob du die Oberflächen regelmässig mit Pflegemitteln behandeln solltest oder eine gute Abdeckung ausreicht, hängt vom jeweiligen Material deiner Gartenmöbel ab. 

  1. Kunststoff
    Gartenmöbel aus Kunststoff sind gegenüber Umwelteinflüssen weniger empfindlich als Holzmöbel, allerdings können auch sie ohne die richtige Lagerung und Pflege Schaden nehmen. Am meisten schadet ihnen UV-Strahlung. Diese bleicht das Plastik aus und lässt es porös werden. Auch Frost macht Kunststoff spröde und fördert die Rissbildung. 
  2. Metall
    Aufgrund von Feuchtigkeitseinwirkung und Schmutzablagerung kann sich an Gartenmöbeln aus Metall Rost bilden. Vor allem an Stellen, an denen die Lackschicht beschädigt ist, kann Rost das Material angreifen. 
  3. Stein
    Am wenigsten Pflege benötigen Sitzgruppen aus Beton oder steinerne Gartentische. Besonders an feuchten, schattigen Standorten können Moose und Flechten die porösen Oberflächen überziehen. Das Material selbst nimmt dadurch allerdings keinen Schaden – eine gründliche Reinigung genügt, damit die Möbel wieder einsatzbereit sind. 
  4. Holz
    Das dekorative Naturmaterial Holz ist empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Feuchtigkeit dringt in die Poren ein, wodurch das Holz schnell aufquillt – dies betrifft Weichholz wie Kiefer, Buche oder Fichte häufiger als robuste Hölzer wie Teak, Robinie oder Eukalyptus. Je länger Holzmöbel der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, desto rauer wird die Oberfläche – das Möbelstück droht zu vermorschen. Und auch das Sonnenlicht setzt Holz zu, denn durch die UV-Strahlung vergrauen die Möbel. Bei korrekter Lagerung und regelmässiger Pflege sind Gartenmöbel aus Holz jedoch durchaus langlebig und bleiben lange ansehnlich. 

Tipp: Gartenmöbel aus Holz pflegen 

Um Schäden durch Umwelteinflüsse und Witterung zu vermeiden, ist eine regelmässige Pflege für Gartenmöbel aus Holz besonders wichtig. 

Willst du die natürliche Holzfarbe und die feine Maserung erhalten, solltest du das Holz mit einer Schutzschicht versehen und diese regelmässig erneuern. Dafür kannst du farblose Lacke und Lasuren verwenden oder deine Gartenmöbel ölen. Die Behandlung von Gartenmöbeln mit speziellem Pflegeöl gibt vergrauten Hölzern Farbe und Glanz zurück und wirkt natürlich. Es gibt sowohl transparentes als auch mit Farbpigmenten angereichertes Holzöl. Einige Pflegeöle enthalten ausserdem Substanzen, die Pilzbefall abwehren. Hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit bewegt sich Öl eher im Mittelfeld und muss je nach Beanspruchung alle drei bis sechs Monate neu aufgetragen werden. Ausserdem schützt es das Holz nicht vor den Auswirkungen der UV-Strahlung. Stehen deine Gartenmöbel hauptsächlich in der Sonne, ist ein Anstrich mit Lack oder Lasur besser geeignet. 

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