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Elektrowerkzeuge sind praktisch und vielseitig einsetzbar, doch sie können auch gefährlich werden. Von der sicheren und zuverlässigen Funktion elektrischer Werkzeuge hängen beim täglichen Einsatz die Gesundheit und unter Umständen auch die körperliche Unversehrtheit des Anwenders ab. Deshalb müssen Elektrowerkzeuge hohen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Das schützt jedoch nicht vor einem falschen Umgang mit Elektrowerkzeugen. Bedenken Sie bei der Nutzung von Elektrowerkzeugen immer, dass Sie ein gefährliches Gerät in den Händen halten.

Um gefahrlos mit Elektrowerkzeugen zu arbeiten, sollten Sie einige grundlegende Verhaltensregeln einhalten. JUMBO erklärt Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Vorbereitung

ERST PLANEN, DANN LOSLEGEN

Bereiten Sie sich richtig vor, bevor Sie Ihr Elektrogerät zum Einsatz bringen. Folgende Punkte informieren Sie, worauf es bei der Vorbereitung ankommt.


  • Vor allem wenn Sie im Besitz eines neuen Elektrogerätes sind, mit dessen Umgang Sie noch nicht vertraut sind, sollten Sie zunächst die Betriebsanleitung lesen. Diese enthält wichtige Hinweise zum sicheren und korrekten Umgang mit dem Gerät.
  • Planen Sie sich genügend Zeit ein und arbeiten Sie mit klarem Kopf. Stress und Eile sind ein schlechter Begleiter, wenn Sie mit Elektrowerkzeugen hantieren. Sorgen Sie auch für Pausen, damit Sie sich erholen und anschliessend wieder konzentriert arbeiten können.
  • Hinterfragen Sie, ob Sie die geplanten Arbeiten wirklich ausführen können. Nicht selten führt Selbstüberschätzung zu Unfällen. Lassen Sie im Zweifelsfall einen Fachmann ran.
  • Achten Sie auf eine sichere Arbeitsumgebung. Stellen Sie sicher, dass Sie keine anderen Menschen gefährden. Es sollten sich keine Kinder in der Nähe befinden.
  • Alkohol ist tabu! Alkohol führt zu einem Abfall der Konzentration und zu Leichtsinnigkeit.
  • Denken Sie an die Sicherheitsvorkehrungen und legen Sie die notwendige Schutzkleidung an.
  • Achten Sie darauf, dass das Stromkabel nicht auf dem Werkstück liegt und so versehentlich durchtrennt werden kann. Ausserdem sollte immer mit scharfem Zubehör gearbeitet werden. Ein stumpfes Sägeblatt zum Beispiel erzeugt einen unsauberen Schnitt und ist im Gebrauch eine zusätzliche Belastung für Mensch und Maschine.
  • Achten Sie auf ausreichende Beleuchtung, damit Sie zu jeder Zeit sehen, wohin Sie schneiden, bohren oder sägen.
  • Prüfen Sie, ob Ihre hauseigene Notfallapotheke gut geordnet ist und alles enthält, was im Notfall schnell gebraucht wird. Dazu gehören: Verbandsmaterial, wie zum Beispiel Druckkompressen und Mullbinden, Desinfektionsmittel, Pflaster in verschiedenen Grössen, eine Verbandsschere, ein Zettel mit allen wichtigen Notfallnummern.

Sicheres Arbeiten

VORSICHT BEI ALLEM WAS SIE TUN

Neben Kreissägeunfällen kommt es häufig zu Unfällen mit Bohrmaschinen oder auch mit Schleifmaschinen. Leider werden häufig die Schutzeinrichtungen nicht genutzt oder demontiert. Bevor Sie in eine Wand bohren, prüfen Sie mithilfe eines Ortungsgerätes zunächst, ob sich eine Stromleitung im Mauerwerk verbirgt. Solche Geräte sind im Baumarkt erhältlich und können in vielen Fällen auch ausgeliehen werden.


Um einen sicheren Halt zu gewährleisten, halten Sie die Bohrmaschine immer mit beiden Händen fest. Ausserdem muss der Bohrer fest eingespannt sein. Gleiches gilt für das Sägeblatt einer Stichsäge oder die Scheibe eines Winkelschleifers. Selbstverständlich sollte auch jedes Werkstück, egal ob mit Bohrmaschine, Winkelschleifer, Oberfräse oder Stichsäge bearbeitet, fest eingespannt werden. Ein Verrutschen des Werkstücks wird dadurch verhindert.


Beim Umgang mit der Kreissäge beachten Sie bitte folgendes:

  • Sägespäne niemals im laufenden Betrieb vom Sägetisch entfernen. Besser: Späne mit einem Handfeger bei ausgeschalteter Maschine wegfegen.
  • Kleine oder schmale Werkstücke nicht mit der Hand in Richtung Sägeblatt schieben. Besser: Den bei allen stationären Kreissägen mitgelieferten Schiebestock verwenden. Damit haben Sie immer ausreichend Abstand zum Werkstück und zum Sägeblatt.


Eine Schutzbrille verhindert Verletzungen der Augen durch Splitter, Späne oder Funken. Gegen das Einatmen von Staub tragen Sie am besten eine Feinstaubmaske. Und arbeitet man länger mit geräuschintensiven Elektrogeräten, ist ein Gehörschutz empfehlenswert.


Bevor Sie Ihr Elektrowerkzeug säubern, stellen Sie sicher, dass der Netzstecker gezogen ist.

So schützen Sie sich mit Kleidung


Beim Umgang mit Elektrowerkzeugen darf die Schutzkleidung nie vergessen werden. Oft wird dies als überflüssig abgetan. Dabei wird vergessen, dass eine korrekte Schutzkleidung Verletzungen verhindern kann. Die Schutzkleidung muss gut am Körper sitzen. Sie darf nicht zu weit oder zu locker sein. Das gehört zu Ihrer Schutzkleidung:


Sicherheitsschuhe: Ihre Stahl- oder gehärtete Kunststoffkappe schützt Füsse vor herabfallenden Gegenständen.

Schutzhandschuhe: Je nach Modell schützen sie vor mechanischen Gefahren und hohen Temperaturen.

Kleidung: Lange und weite Arbeitsmontur ist ungünstig. Sicher sind Hemden, die am Handgelenk zugeknöpft werden.

Sichtschutz: Vollsicht- oder Korbbrillen aus Kunststoff schützen effektiv vor Funkenflug, Säge- und Metallspänen.

Haarnetz: Damit lange Haare nicht in laufende Maschinen geraten, sollten Sie ein Haarnetz oder eine (Schirm-)Mütze aufsetzen oder die Haare zusammenbinden. 

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Mehr Sicherheit durch Wiederanlaufsperre


Gefahrenpotential bergen auch Maschinen mit arretierbarem Ein- und Ausschalter. Zieht man während des Betriebes – beispielsweise einer Stichsäge – den Netzstecker, um das Gerät auszuschalten, besteht beim Wiedereinstecken die Gefahr, dass die Maschine unkontrolliert anläuft. Um dies zu verhindern, gibt es spezielle Maschinenschalter, die zwischen Steckdose und Endgerät gesteckt werden. Die integrierte Wiederanlaufsperre (auch Nullspannungsauslöser genannt) sorgt dafür, dass die Maschine nach Spannungsausfall und Spannungswiederkehr nicht unbeabsichtigt anläuft. Um das Elektrowerkzeug wieder mit Strom zu versorgen, muss der Maschinenschalter erneut betätigt werden.

Werkstatt-Apotheke

DAMIT SIE SICH ERSTE HILFE LEISTEN KÖNNEN

Auch wenn Sie alle Sicherheitsmassnahmen befolgen und noch so vorsichtig arbeiten, ein Unfall kann nie ganz ausgeschlossen werden. Mit dem Schraubenzieher abgerutscht, von der Leiter gefallen oder mit der Flamme des Schweissgeräts die Richtung verfehlt – schon kann es Verletzungen geben. Diese sollten schnell behandelt werden. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie eine gut ausgestattete Werkstatt-Apotheke haben. Bei kleineren Verletzungen können Sie sich selbst versorgen. Bei schwereren Verletzungen ist Schluss mit Do-it-yourself. Rufen Sie den Notarzt oder lassen Sie sich in das nächste Spital fahren.