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Drei Dinge scheut der Einbrecher: Zeitaufwand, Lärm und viel Werkzeug mitschleppen. Schon mit wenigen Massnahmen stellen Sie Dieben massive Hürden in den Weg – und schützen Ihr Heim. Wir zeigen, wie’s geht.

26. Oktober 2016  |  Dominik Galliker


Wo steigen Einbrecher am häufigsten ein? Wie kann ich mein Einfamilienhaus oder meine Wohnung sichern? Wie schrecke ich Einbrecher ab? Unsere Infografik und das Interview mit dem Sicherheitsexperten von Securitas Direct geben Ihnen die Antworten dazu.

Einfamilienhaus

A) Balkon- oder Terrassentür: Besonders gefährdet sind die Hintertüren im Erdgeschoss. Massive Türen mit stabilen Rahmen schrecken ab. Auch Licht hilft – gerade hinter dem Haus. Im Aussenbereich empfehlen wir Bewegungsmelder, im Innern Zeitschaltuhren.


B) Fenster seitlich des Hauses oder hinter dem Haus: Standardfenster sind keine grosse Hürde für Diebe. Hier helfen Mehrfachverriegelungen – sie verriegeln Fenster an mehreren Punkten.


C) Haustür: Die meisten Türen sind mittlerweile gut gesichert. Das beste Schloss nützt allerdings nichts, wenn das Gegenstück im Rahmen nicht standhält. Montieren Sie daher ein Sicherheitsschliessblech, das im Rahmen massiv verankert werden kann.


D) Fenster an der Vorderseite des Hauses: Auch Fenster an der Vorderseite des Hauses schützen Sie mit Mehrfachverriegelungen. Problematisch: Jedes zehnte Fenster ist offen oder gekippt – die ideale Einladung für Diebe. Gekippt gleich offen, das sieht übrigens auch Ihre Versicherung so!


E) Kellerbereich: Der Keller ist zwar nicht das erste Ziel des Einbrechers, aber er hat dafür mehr Zeit. Bei Keller- und Nebentüren sind Zweitschlösser besonders zu empfehlen. Das heisst: An der Innenseite der Tür wird ein zweites, massives Schloss angebracht.

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Mehrfamilienhaus

A) Wohnungstür: Haustüren sind oft gut gesichert – Wohnungstüren nur selten. Lassen Sie daher Mehrfachverriegelungen einbauen. Wie beim Einfamilienhaus gilt auch hier: Ein Sicherheitsschliessblech im Rahmen sorgt für mehr Stabilität.


B) Balkon- oder Terrassentür: Glastüren sind bei Einfamilienhäusern der Einstiegspunkt Nummer 1, bei Mehrfamilienhäusern Nummer 2. Der Schutz ist derselbe: massive Türen, Mehrpunktverriegelungen, Licht und Bewegungsmelder.


C) Fenster seitlich des Hauses oder hinter dem Haus: Fenster sindweniger stabil als erwartet – besonders wenn sie gekippt sind. Schliessen Sie Ihre Fenster daher ganz, wenn Sie weg sind! Zusätzlichen Schutz bieten Mehrfachverriegelungen. Bei Fenstern an der Vorderseite des Hauses steigen zwar nur 5 Prozent der Diebe ein, dennoch sollten Sie auch diese schützen.


D) Einbrüche pro Geschoss: Nur wenige Diebe dringen in eine Wohnung im Erdgeschoss ein – dort ist das Risiko, entdeckt zu werden, grösser. In mittleren Etagen sind Einbrüche in der Regel häufiger. Häufigste Schwachstelle: die Wohnungstür. Einbrecher lieben den obersten Stock, heisst es oft. Die Zahlen widerlegen diesen Befund.

Der Experte weiss: «Neun von zehn Häusern sind kaum gesichert»

Wer die Schwachstellen seines Hauses kennt, kann es gegen Einbruch schützen. Im Interview erklärt Mauro Wirz, Experte von Securitas Direct, worauf Sie achten müssen.

Herr Wirz, besitzen Sie einen Hund?

Einen Hund? Nein.


Es heisst doch, Bewegungsmelder und Lärm seien effektiv gegen Einbrecher. Der Hund verkörpert beides.

Stimmt. Wenn ein Einbrecher im Haus einen Hund vermutet, sucht er sehr wahrscheinlich ein anderes Ziel. Aber natürlich kann sich nicht jeder einen Hund anschaffen.


Was sonst schreckt die Täter ab?

Zum Beispiel Bewegungsmelder mit Licht. Oder Nachbarn, die aufmerksam sind und fremde Personen ansprechen. Solche abschreckenden Faktoren darf man nicht unterschätzen. Viele Diebe beobachten ein Quartier, bevor sie zuschlagen.


Machen wir den Dieben das Leben schwer?

In den letzten Jahren hat das Interesse an Home Security stark zugenommen. Fakt ist aber auch: Neun von zehn Häusern sind nach wie vor kaum gesichert. In vielen Fällen brauchen Einbrecher nur Sekunden, um ins Innere zu gelangen.


Was empfehlen Sie?

Meine Firma verkauft Alarmanlagen. (Lacht.) Im Ernst: Sie können eine Haustür aus Panzerstahl einbauen lassen – sie nützt wenig, wenn der Dieb beim Kellerfenster leichtes Spiel hat. Es braucht ein Gesamtkonzept für das Haus. Nur so ist der Schutz effektiv. Home Security ist immer ein Kompromiss zwischen dem Sicherheitsaspekt und den Bedürfnissen der Kunden.


Oder: Man hat einfach nichts zuhause, das sich zu klauen lohnt.

Wenn ein Dieb für einen Einbruch nur zehn Minuten braucht, gibt er sich auch mit einer kleinen Beute zufrieden. Bei einem durchschnittlichen Einbruch ist der Sachschaden höher als die Beute. Und auch die psychischen Folgen sollte man nicht unterschätzen: Einbrecher dringen in die Privatsphäre ein. Viele Opfer fühlen sich danach nicht mehr sicher.

Securitas Direct ist Schweizer Marktführer im Bereich der Alarmanlagen. Kernkompetenz des Unternehmens sind Alarmsysteme, die von einer Zentrale aus rund um die Uhr überwacht werden. Produkte von Securitas Direct finden Sie in Ihrem JUMBO. Fragen Sie unseren Fachmann vor Ort.