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Alle Nährstoffe, die eine Pflanze benötigt, zieht sie aus der Erde. Substrat mit dem richtigen Nährstoffgehalt ist demnach genauso wichtig wie der richtige Standort und eine regelmässige Bewässerung. Aber für welche Pflanzen eignet sich Universalerde, und wo sollte man auf Spezialerde zurückgreifen? Ein Überblick.

14. Februar 2019 | Piera Cadruvi


Jede Pflanze hat ihre eigenen Bedürfnisse – einige sind mit weniger zufrieden, während andere eine speziell auf sie abgestimmte Erde benötigen. Grob zusammengefasst heisst das: Für unkomplizierte Pflanzen verwenden Sie Universalerde, für anspruchsvolle Spezialerde. 

Universalerde für diese Pflanzen

Die torffreie Universal-Blumenerde eignet sich für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen, die keine besonderen Ansprüche oder nur eine kurze Lebensdauer haben. Dazu gehören etwa Viola, Primeln, Osterglocken, Ranunkeln, Geranien, Chrysanthemen, Calluna.


Was ist in der Universalerde drin?

Universalerde besteht aus Rindenhumus, Grünschnittkompost wie auch Holzfasern und enthält eine Startdüngung, die drei bis vier Wochen anhält. Die Nährstoffe Kalium und Phosphor im Grünschnittkompost verhelfen der Pflanze dazu, prachtvoll zu gedeihen. Der Rindenhumus in der Universalerde ist dafür zuständig, dass ebendiese Nährstoffe optimal gespeichert werden können. Die Holzfasern in der Universalerde lockern die Erde auf und gewährleisten so einen guten Luftaustausch im Boden.


Spezialerde für Sonderkulturen

Bei Sonderkulturen wie Orchideen oder Rhododendron sollten Sie auf Spezialerde zurückgreifen. Orchideen benötigen beispielsweise ein Substrat, das eine möglichst lockere Struktur aufweist – deshalb besteht Orchideenerde hauptsächlich aus Pinienrinde. Rhododendronerde eignet sich für Pflanzen, die einen niedrigen pH-Wert benötigen – dazu gehören neben Rhododendron Azaleen, Kamelien, Eriken, Heidelbeeren, Cranberries, Preiselbeeren und Hortensien. Kübelpflanzenerde ist reich an Mineralien, da die Pflanzen oft über mehrere Jahre im gleichen Gefäss eingetopft sind. Das hohe Gewicht der Erde sorgt dafür, dass die Pflanzen auch an windigen Tagen standfest sind. Die Tomaten-, Gemüse- und Kräutererde ist geeignet für essbare Gartenpflanzen. Dieses Substrat enthält besonders viel Humus, der die Pflanzen mit organischen Nährstoffen versorgt. Für mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Olivenbäume, Palmen oder Hibiskus verwenden Sie am besten Mediterrana. Diese Erde weist eine lockere Struktur auf, damit die Wurzeln genügend Luft bekommen und sich somit keine Staunässe bildet. Auch die Hochbeet- und Gemüseerde weist eine lockere Struktur auf. Zusätzlich enthält dieses Substrat besonders viel Humus, der Gemüse und Kräuter mit Nährstoffen versorgt.

Einige Pflanzenerden enthalten zudem Agrosil – einen Wurzelaktivator, der die gleichmässige Verteilung der Nährstoffe im Pflanzengefäss unterstützt. Mehr Infos zu den Inhaltsstoffen finden Sie in unserer Infografik:

Zusätzliche Nährstoffe für Ihren Garten

Enthält der Boden Ihres Gartens nicht genügend Nährstoffe, können Sie ihn mit Gartenhumus oder Holzfasern anreichern. Diese beiden Stoffe sind sehr nährstoffreich und verbessern die Humusschicht des Bodens. Alternativ können Sie auch selber nährstoffreiche Komposterde herstellen – sie ist ein natürlicher Dünger für Blumen und Gemüse. Wie Sie aus Garten- und Küchenabfällen guten Kompost herstellen können, erfahren Sie im youdoo-Artikel «Sechs unverzichtbare Tipps für guten Kompost».

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