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Platzt der Stauraum aus allen Nähten? Mit der Zeit sammeln sich in Schubladen und Schränken die Habseligkeiten an. Auch wenn es Überwindung braucht: Ordnung zu schaffen, ist befreiend. Mit unseren Tipps werden Ihre Schubladen und Schränke wieder zur chaosfreien Zone.

19. Februar 2019 | Julie Freudiger


Aufräumen liegt im Trend. Schuld daran ist auch die Japanerin Marie Kondo mit ihrem Buch «Magic Cleaning» und ihrer eigenen Netflix-Serie. Egal, ob nach der «KonMari»-Methode aufgeräumt werden soll oder nach eigenem Prinzip: Der erste Schritt gilt dem Entrümpeln und Aussortieren, der zweite der neuen Ordnung. Und plötzlich ist da diese Übersicht. Packen wir’s an.

Küche: Platz zum Kochen

Leeren Sie sämtliche Schubladen, Regalfächer und Vorratsschränke. Prüfen Sie das Ablaufdatum von Esswaren. Was nicht mehr geniessbar ist, entsorgen Sie. Eierschneider, Popcornmaschine, Brotbackautomat: Nie benutzte Küchenutensilien können Sie verschenken oder auf Sharely.ch vermieten. Auch mehr als zehn Tragtaschen, sortiert nach Grösse, brauchen Sie nicht. Alte und löchrige Geschirrtücher finden eine zweite Verwendung als Putzlappen.


Ordnungstipps für Küchenschränke:

  • Platzieren Sie oft verwendete Utensilien und Geräte nach vorne um. Unwichtiges gehört in hintere Ecken.
  • Ordnen Sie kleine Küchenutensilien nach System und legen Sie alles an seinen fixen Platz im Schubladen-Organizer. So legen Sie zum Beispiel Korkenzieher und Flaschenöffner in ein Fach.
  • Damit Tupperware-Deckel nicht im Schrank herumliegen: Ein Geschirrkorb dient als praktische Ordnungshilfe.
  • Sortieren Sie Büchsen nach Inhalt und legen Sie diese der Länge nach in Zeitschriftenboxen. So gewinnen Sie Platz, und es sieht erst noch hübsch aus.
  • Kleinteilige Lebensmittel wie Teebeutel, Gewürze, Honig, Riegel nach Thema ordnen, etwa «Frühstück» oder «Snacks». Widmen Sie jedem Thema eine Box und beschriften Sie diese.

Kleiderschrank: Knitterfreie Ordnung

Hand aufs Herz: Wie viele Ihrer Kleidungsstücke tragen Sie tatsächlich? Verschiedene Methoden helfen beim Aussortieren. Marie Kondo würde fragen: Weckt das Kleidungsstück Freude in Ihnen? Eine andere Frage mit gleichem Ziel: Wie oft haben Sie es im letzten Jahr getragen? Sortieren Sie nach vier Kategorien: 1. behalten, 2. wegwerfen, 3. verschenken, 4. zweite Chance. Die vierte Kategorie versorgen Sie für ein Jahr auf dem Estrich. Was Sie nicht vermissen, können Sie verschenken.


Ordnungstipps für den Kleiderschrank:

  • Laut Marie Kondo sollte jedes Kleidungsstück nach einem klaren System zu einem rechteckigen Päckchen zusammengefaltet werden:
    1. Schlagen Sie die Längsseiten nach innen ein. Sie haben nun ein langes Rechteck.
    2. Falten Sie dieses in der Hälfte.
    3. Falten Sie weiter in einen Drittel.
    4. Richtig zusammengelegt, sollte das Päckchen stehen.
  • Die Kleider werden nebeneinandergereiht in Textilboxen aufbewahrt.
  • Der Platz an der Kleiderstange ist begrenzt. Abhilfe schafft der Trick mit der Dosenlasche: Ziehen Sie den Verschluss einer Getränkedose ab und hängen Sie ihn am Kleiderbügel ein. Die Dosenlasche ist der Aufhänger für einen zweiten Kleiderbügel.
  • Hosenbügel für bis zu vier Hosen oder Röcke sind ebenfalls platzsparend.
  • Trennen Sie Winter- und Sommerkleider und versorgen Sie die aussersaisonalen Kleider in Vakuumbeuteln zuhinterst im Kleiderschrank.
  • Flip-Flops und Ballerinas finden Platz in Zeitschriftenboxen


So bringen Sie Ordnung in die Schublade



Hobbyraum: Alles griffbereit

Der Hobbyraum dient oft auch als Zwischenlager. Zeit, auszumisten. Legen Sie alles auf einen Haufen in der Mitte des Raums und entsorgen Sie defekte Sachen. Was haben Sie doppelt oder gar dreifach? Was haben Sie noch nie gebraucht? Verschenken Sie die Dinge, die Sie nicht benötigen oder die mehrfach vorhanden sind. Vielleicht fehlt den Nachbarn noch ein Hammer?


Ordnungstipps für den Hobbyraum:

  • Schluss mit dem Schraubenchaos: Sortieren Sie Schrauben und Nägel nach Grösse und Funktion und ordnen Sie diese in ein Schubladen-Ordnungssystem. Die Boxen des Ordnungssystems sollten sich einzeln herausnehmen lassen, damit Sie die Schrauben zum Arbeitsplatz mitnehmen können.
  • Eine Werkzeugwand ist eine feine Sache: Sie sieht attraktiv aus, ist übersichtlich, und Sie erhalten Platz auf Ihrer Werkbank. Und die Schubladen sind frei für andere Dinge.
  • Bohren Sie in einen Holzblock einige grosse Löcher, in die Sie Ihre Bohrer einzeln stecken können. Fertig ist der übersichtliche Bohrerhalter.
  • Papierrollen und Geschenkpapier finden in eine leere Harasse gesteckt Halt.

Packen wir’s an

Haben wir Sie inspiriert und herrscht wieder Ordnung in Ihren Schubladen? Zeigen Sie uns das Resultat Ihrer Aufräumaktion auf Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #angepackt. Wir sind gespannt!

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