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Richtig Bohren

Life Hacks: Erste Hilfe beim Bohren

Nicht zu gross, nicht zu tief und im besten Fall gerade – so sollte das perfekte Bohrloch aussehen. Wenn doch mal etwas schief geht: Keine Panik auf der Titanic! Mit diesen Hacks reparieren Sie das Bohrloch im Handumdrehen und erzielen doch noch das perfekte Ergebnis.

16. August 2018 | Isabelle Micul


Unfälle beim Bohren passieren selbst den erfahrensten Heimwerker-Profis. Ganz schnell haben Sie trotz Vorbereitung versehentlich zu gross oder zu tief gebohrt – oder die Ränder des Bohrlochs sind ausgebrochen. Ein stabiler Stand gibt Ihnen genügend Kraft und Kreppband auf der Bohrstelle verhindert, dass Sie abrutschen oder dass der Bohrlochrand splittert – gute Tipps, die aber nicht immer genügen. Für den Fall der Fälle können Sie das Bohrloch mit diesen Tipps aber immer noch retten.

Das Bohrloch ist zu gross

Ist das Loch im Eifer des Gefechts zu gross geraten, ist das zwar ärgerlich, aber kein Grund zu verzweifeln. Was also tun, wenn das Versetzen des Bohrlochs keine Option ist? Sie haben verschiedene Optionen, diese Panne ganz einfach zu beheben.


Zahnstocher

Wenn der Dübel einfach nicht im Bohrloch halten will und Sie keinen grösseren zur Hand haben, gibt es einen ganz simplen Trick: Stecken Sie ein paar Zahnstocher oder Streichhölzer in die Wand zwischen den Dübel und das Loch. Den überstehenden Rest brechen oder schneiden Sie ab. So bekommt der Dübel Halt und Sie können anschliessend vorsichtig die Schraube eindrehen.


Spachtelmasse

Verwenden Sie auf keinen Fall weisse Zahnpasta – das artet in der Regel in Pfusch aus. Dem Schaden mit Spachtelmasse an den Kragen zu gehen, ist zwar etwas zeitintensiver, dafür besonders effektiv. Füllen Sie das Bohrloch zunächst mit Spachtelmasse und drücken Sie anschliessend den Dübel hinein. Als nächstes entfernen Sie die überstehende Spachtelmasse und stossen (wenn nötig) den hervorstehenden Dübel mit einem Stechbeitel ab. Jetzt heisst es Geduld – oder Mittagspause – die Spachtelmasse muss etwa zwei Stunden aushärten, bevor Sie wieder ans Werk gehen dürfen.


Alternativ füllen Sie das Loch mit einer speziellen 2-Komponenten-Knetmasse. Kneten Sie die benötigte Menge gut und füllen damit das Loch. Dann drücken Sie den Dübel hinein und entfernen die überstehende Knetmasse. Das Material um den Dübel herum härtet nun aus und verschafft ihm somit einen guten Halt.


Gipsbinde oder Reparaturvlies

Schneiden Sie ein passendes Stück Gipsbinde sauber von der Rolle ab, wickeln Sie es um den Dübel und feuchten Sie es an. Jetzt kann der Dübel in das zu grosse Loch gedrückt werden. Auch hier müssen Sie nun etwas warten, bis der Gips ausgehärtet ist. Etwas schneller aber nach dem gleichen Prinzip funktioniert Reparaturvlies.


Das Bohrloch ist zu klein

Die einfachste Methode, um das zu klein geratene Bohrloch zu vergrössern, ist natürlich einen grösseren Bohrer-Aufsatz zu verwenden. Falls Sie keinen zur Hand haben, ist das aber kein Problem. Verwenden Sie den bisherigen Aufsatz und vergrössern Sie wie ein Profi das Loch, in dem Sie leicht kreisende Bewegungen beim Bohren machen.


Das Bohrloch ist zu tief

Auch hier gilt: Nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ein zu tiefes Bohrloch stellt Sie mit unseren Heimwerker-Hacks nicht vor eine grosse Herausforderung. 

Der Schrauben-Trick

Hat sich der Dübel in den Tiefen des Bohrloches verabschiedet, kommt eine Schraube zum Einsatz. Drehen Sie sie von Hand leicht in den Dübel, um ihn so bündig zur Wand herauszuziehen. Anschliessend drehen Sie die Schraube vorsichtig weiter ein, wodurch sich der Dübel ausdehnt und sich so stabil im Loch festsetzt.


Spachtelmasse und Reparatur-Knetmasse

Ebenso wie ein zu grosses Loch kann auch ein zu tief geratenes Loch simpel mit Spachtelmasse ausgeglichen werden. In das Loch füllen, Dübel reindrücken und den Überschuss an der Wand entfernen. Nicht vergessen: Masse zuerst aushärten lassen, bevor Sie sich ans Schrauben machen!

Unser Tipp:

Bohrlochtiefe vorher festlegen! Die ideale Bohrlochtiefe entspricht etwas mehr als der Dübel-Länge. Entweder direkt am Bohrer mittels Tiefenanschlag einstellen oder mit Hilfe eines (farbigen) Klebebands die Tiefe am Bohrer-Aufsatz markieren – und schon kann nichts mehr schiefgehen.

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