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Anhaltende Sommerhitze mit wenig Niederschlag ist der Tod für jeden schönen Rasen. Was kann man tun, damit es erst gar nicht so weit kommt? Erfahren Sie hier, wie Sie den Rasen restaurieren können, wenn braune, verbrannte Stellen die Überhand gewinnen und er mehr einer Steppe als einem Golfplatz gleicht?

Aktualisiert, 11. Juli 2019 | Xenia Imbach


«Ein Rasen ist ein Ganzjahresprojekt», meint Claude Ropraz, Gartenexperte bei JUMBO. Damit Ihr Rasen bei hochsommerlichen Temperaturen nicht verbrennt, gilt es die richtige Vorarbeit zu leisten mit Dünger, Rasenmäher und Wasser. Düngen Sie Ihren Rasen zwischen April und Oktober alle sechs bis acht Wochen mit einem Rasendünger, um ihn mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Planen Sie diesen Arbeitsschritt vor einem Regenguss ein oder helfen Sie mit dem Schlauch nach – ansonsten kann das Düngermittel auf dem Rasen verbrennen und grossen Schaden anrichten. Claude Ropraz gibt Ihnen in diesem Artikel Auskunft, wie Sie Ihren Rasen gut durch den Sommer bringen und wie Sie ihn ab September wieder regenerieren können – falls er doch verbrennen sollte.

Rasenpflege: So überlebt Ihre Grünfläche den Hitzesommer

Grundsätzlich gilt: Ein gesunder Rasen überlebt den Sommer. JUMBO-Experte Claude Ropraz verrät Ihnen seine Top-Sommer-Tipps für den Rasen:

  • Nicht in jeder Gemeinde ist es erlaubt, Rasenflächen in den Sommermonaten zu bewässern. Klären Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen ab, bevor Sie zum Schlauch oder zur Sprinkleranlage greifen. Falls die Bewässerung nicht erlaubt ist, sind die präventiven Massnahmen im Herbst und Frühjahr umso wichtiger. 
  • Befolgen Sie beim Giessen folgende Faustregel: Erst wenn sich der Rasen nach dem Betreten nicht direkt wieder aufrichtet, giessen Sie ihn (20 Liter pro Quadratmeter). Am besten eignen sich die kühleren Morgenstunden – vermeiden Sie das Giessen zur heissen Mittagszeit. Entlasten Sie die kostbaren Trinkwasservorräte, indem Sie Ihr eigenes Giesswasser in Regentonnen  sammeln. Ihre Pflanzen danken es Ihnen – Regenwasser enthält weniger Kalk und weist einen geringeren Härtegrad als Leitungswasser auf. Sie haben zudem einen Garten? Claude Ropraz hat ebenso Tipps für die Gartenpflege im Sommer auf Lager. 
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Rasenmäher gut geschliffen ist. Die Halme sollten ca. 4 bis 5 cm lang sein, so können sie genügend Wasser aufnehmen. Beim Rasenmähen sollten Sie die kühleren Abendstunden nutzen.
  • Einen verbrannten Rasen erkennen Sie an gelben ausgetrockneten Halmen. Besagte Stellen können Sie bereits im Sommer mit einem Rasenreparatur-Mix ausbessern. Lockern Sie die Erde mit einem Rechen auf und befolgen Sie die Anleitung auf der Verpackung. Achten Sie darauf, dass die Erde nie austrocknet bis die Samen spriessen. Nach ca. zehn Tagen zeigen sich erste grüne Halme.
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In fünf Schritten zu einem schönen Rasen

Schritt 1: Unkraut bekämpfen und Rasen mähen

Wenn Sie sehr viel Unkraut im Rasen haben, bekämpfen Sie dieses zuerst mit einem Herbizid, bevor Sie die nächsten Schritte in Angriff nehmen. Der Grund: Das Unkraut hat mehr «Blattmasse», um das Mittel aufzunehmen. Es wirkt also besser. Mähen Sie dann den Rasen möglichst tief und entfernen Sie das Schnittgut vollständig. So geben Sie den neuen Gräsern beste Startchancen, damit sie sich rasch entwickeln können.

Schritt 2: Vertikutieren und säubern

Moose und Unkräuter müssen raus aus dem alten Rasen: Mit einem Hand- oder Maschinenvertikutierer «schlitzen» Sie den Boden auf und schneiden den Rasenfilz heraus. Machen Sie für ein optimales Resultat zwei Durchgänge: einmal längs und einmal quer. Der positive Nebeneffekt dieser Behandlung: Der Boden wird belüftet und kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Rechen Sie am Schluss alles gut zusammen und füllen Sie grössere Unebenheiten mit Rasenerde auf.

Schritt 3: Düngen und säen

Jetzt wird gesät: Streuen Sie zuerst einen Starter-Dünger und dann die Rasensamen aus. Achten Sie dabei auf die richtige Dosierung des Düngers und eine gleichmässige Verteilung der Samen. Für grössere Flächen benutzen Sie am besten einen Streuwagen. Wechseln Sie auch hier einmal die Richtung für eine gleichmässige Dichte des neuen Rasens: Streuen Sie den Dünger in Längsrichtung und die Samen in Querrichtung.

Schritt 4: Abdecken

Vögel mögen frische Samen: Deshalb empfiehlt es sich, die Aussaat mit Rasenerde oder einem Substrat abzudecken. Verteilen Sie die Schicht maximal fünf Millimeter dick. Sie schützen die Samen so auch vor dem Abschwemmen und verbessern die physikalischen Eigenschaften des Bodens: Unebenheiten werden ausgeglichen, die Grasnarbe verzahnt und die Wasserdurchlässigkeit verbessert. Statt Rasenerde können Sie auch Quarzsand verwenden. Von holz- und rindenhaltigen Erden sollten Sie hingegen die Hände lassen – die darin enthaltenen Gerbsäuren würden die Keimung der neuen Gräser hemmen.

Schritt 5: Wässern

Zum Schluss braucht’s viel Wasser: Giessen Sie die ganze Aussaatfläche gründlich und mit feiner Brause. Die Samen sollten in den ersten drei bis vier Wochen nicht austrocknen, damit sie gut keimen. Bei trockener Witterung sollten Sie mehrmals täglich wässern.


Nach rund einer Woche werden die ersten zartgrünen Halme aus dem Boden stossen – ein Erfolgszeichen für Sie und ein Aufheller für die kürzer werdenden Tage im Herbst. Denn der nächste Frühling spriesst jetzt schon vor der Tür.



Rasenart, Geräte, Pflege – so geht's

  • Je nach Lage und Art der Nutzung sind unterschiedliche Rasensorten geeignet. Die Auswahl ist dabei gross, und Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt: Hausrasen, Schattenrasen, Zierrasen, Spiel- und Sportrasen oder ein richtiger englischer Rasen.
  • Mit den richtigen Geräten wird die Arbeit auf dem Grün leichter und der Effekt grösser: So sorgt etwa ein Rasentrimmer für saubere Kanten.
  • Die Auswahl an Produkten rund um den Rasen ist gross und die richtige Anwendung manchmal nicht auf den ersten Blick klar. Wenden Sie sich deshalb an Ihre Verkaufsberaterin oder Ihren Verkaufsberater in der nächsten JUMBO-Filiale – wir beraten Sie gerne und halten auch Merkblätter und Anleitungen für Sie bereit!

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