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Elektroinstallation

Lampen richtig anschliessen und montieren

Haben Sie in Ihrer Wohnung Lampen, die Ihnen nicht mehr gefallen – aber Sie trauen sich nicht, diese auszuwechseln? Wir zeigen Ihnen, wie Sie neue Lampen montieren.

16. Mai 2018 | Mario Wittenwiler



Schritt 1: Sicherung ausschalten

Wissen Sie noch, wie es sich angefühlt hat, als Sie als Mutprobe einen elektrisch geladenen Zaun angefasst haben? Dasselbe droht Ihnen, wenn Sie ohne Plan an einer Lampe herumfingern. Deshalb: Schalten Sie die Sicherung aus. Der Sicherungskasten befindet sich meist im Flur, manchmal auch im Treppenhaus. Testen Sie mit einem Voltmeter, ob auch wirklich keine Spannung mehr ansteht.


Schritt 2: Lampe demontieren

Falls noch eine alte Lampe an der Decke hängt: Entfernen Sie diese so, dass zum Schluss die Leitungen in Originallänge aus der Decke ragen. Meistens müssen Sie dafür einfach die Lampenkabel etwas aus den Anschlussklemmen ziehen.

Schritt 3: Neue Lampe montieren

Nun ragen drei Drähte aus der Decke: Das Kürzel N oder die blauen Drähte stehen für den Null- sprich Neutralleiter, der Polleiter – auch Phase oder Aussenleiter genannt – ist meistens braun, schwarz oder grau, und die Erdung ist grün-gelb.

Dann schauen Sie, wie Sie Ihre neue Lampe an der Decke befestigen. Das kommt auf das Modell an: Ob Sie die Lampe mit Schrauben, Haken oder einem speziell dafür vorgesehenen Haltebügel befestigen müssen, sehen Sie in der Montageanleitung des Lampenherstellers. Nicht fehlen sollte dabei ein Dübel – egal ob Schrauben, Haken oder Haltebügel. Wie Sie ein Loch in die Decke bohren, ohne dabei verstaubt zu werden, erfahren Sie in unserem Life-Hacks-Artikel. Zuletzt verbinden Sie die Drähte mithilfe einer Lüsterklemme und befestigen die Lampe an der Decke. Je nach Art der Lampe gehen Sie dabei unterschiedlich vor – auch diese Informationen finden Sie in der Anleitung des Herstellers. 

Was ist erlaubt – und was verboten? 

Haben Sie die Beleuchtungstipps unseres Experten gelesen und möchten nun Ihre Lampe versetzen? Aufgepasst, das ist verboten! In der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen ist streng geregelt, was Laien bei Elektroinstallationen machen dürfen und was nicht. André Moser, Leiter Vollzug NIV und Inspektionen ZH/ZG des Eidgenössischen Starkstrominspektorats, fasst zusammen: «Erlaubt ist es nebst dem Auswechseln von Lampen und den dazugehörigen Schaltern, auch defekte Steckdosen (hinter Fehlerstromschutzeinrichtung 30 mA) zu ersetzen. Alle anderen Arbeiten dürfen nur ausgebildete Fachkräfte ausführen.» Die Suva erläutert in einer Informationsbroschüre genauer, was bei Elektroinstallationen erlaubt ist und was nicht.



Schritt 4: Lampe testen

Bevor Sie die Sicherung wieder einschalten, drehen Sie die Glühbirne in das Gewinde. Nun schalten Sie die Sicherung wieder ein. Funktioniert die Lampe? Leuchtet sie nicht, schalten Sie als Erstes die Sicherung wieder aus. Vielleicht ist die Glühbirne defekt, oder die Drähte sind nicht richtig angeschlossen. Letzteres überprüfen Sie, indem Sie die Abdeckung der Lampe abnehmen und an den Drähten ziehen.


Schritt 5: Epilog

Bitte keine Kurzschlusshandlungen! Schliessen Sie Ihre Lampen nur dann selbst an, wenn Sie sich das auch zutrauen. Beauftragen Sie im Zweifelsfall einen Elektriker – vor allem wenn Sie auch die dazugehörigen Schalter oder eine alte Steckdose ersetzen. Schliesslich gibt es auch eine einfache Alternative: Kaufen Sie eine Stehlampe. Einstecken – und fertig!