nach oben

Winterlicher Stress durch Streusalz, Frost und Schmutz setzt nicht nur der Karosserie zu, auch der Autoinnenraum bedarf regelmässiger Reinigung und Pflege. Erst recht im Frühling: Mit unseren Tipps gelingt nicht nur die Grundreinigung, auch hartnäckige Salzränder haben keine Chance.

05. März 2019 | Xenia Imbach


Motorisierte Ausflüge in die Schneelandschaft machen viel Spass, um so wichtiger aber ist der Auto-Frühlingsputz danach. Warum die Pflege des Innenraums genauso wichtig ist wie die regelmässige Aussenreinigung, erklären wir Ihnen in sechs einfachen Schritten.

Grosse Taten zu kleinen Preisen

HOCHDRUCKREINIGER K4 COMPACT - für nur 149.- Franken

Bodenpflege

Nicht nur Schmutz sammelt sich im Winter auf dem Autoboden, die Feuchtigkeit begünstigt auch die Ausbreitung gesundheitsschädlicher Pilze. Entfernen Sie für die Bodenreinigung sämtlichen Abfall und alle beweglichen Teile wie Fussmatten oder Kindersitze. Saugen Sie den Bodenraum gründlich, verschieben Sie hierzu die Sitze, um auch an die kleinsten Zwischenräume zu gelangen und die letzten Salzreste loszuwerden. Hat Ihr Auto einen Teppichboden, dann schamponieren Sie diesen mit Teppichschaum.


Kunststoffböden reinigen Sie mit verdünntem Allzweckreiniger oder alternativ mit einem speziellen Pflegeprodukt für Kunststoff-Oberflächen.


Wollen Sie porentief reinigen und auch Gerüche entfernen, benutzen Sie am besten einen Waschsauger.

Fussmatten

Während der Boden im Auto trocknet, reinigen Sie gleich die Fussmatten, die durch den direkten Kontakt mit nassen Winterschuhen arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Sind Ihre Fussmatten aus Plastik, können Sie diese mit einem Allzweckreiniger und einer groben Bürste reinigen. Als Alternative bietet sich auch ein Kunststoff-Pflegemittel für den Autoinnenraum an. Sind die Fussmatten mit Stoff überzogen, verwenden Sie den gleichen Teppichreiniger wie für den Autoboden.

Cockpit

Die Allzweckwaffe für den Innenraum ist ganz klar das Mikrofasertuch. Damit lassen sich Armaturen und Innenverkleidungen vom Staub befreien und mit sehr wenig Wasser problemlos reinigen. Sind Stellen stark verschmutzt oder wünschen Sie sich den «Look & Feel» eines Neuwagens zurück, hilft Ihnen ein Cockpitpflege-Spray.

Fenster

Reinigen Sie Ihre Autoscheiben nicht nur aussen. Denn auch an der Innenseite lagert sich mit der Zeit ein feiner Schmutzfilm ab. Auf der Frontscheibe kann dies sogar gefährlich werden: Die Sicht wird beeinträchtigt und die Scheinwerfer des Gegenverkehrs blenden umso mehr.


Damit auch die Aussenscheibe frühlingsfit wird, tauschen Sie das Winter-Scheibenwischwasser, das Frostschutzmittel enthält, gegen die Sommervariante aus. Diese wirkt gegen hartnäckigen Schmutz wie Pollen oder Insekten auf der Windschutzscheibe.


Für die Scheibenreinigung entfernen Sie zuerst den gröbsten Schmutz mit einem angefeuchteten Mikrofasertuch. Sobald die Scheiben wieder trocken sind, legen Sie mit einem Auto-Scheibenreiniger nach.

Gummiteile

Gummidichtungen an Autotüren und -scheiben sind starkem Druck beim Türenschliessen und wetterbedingtem Verschleiss ausgesetzt und können mit der Zeit austrocknen oder spröde werden. Überprüfen Sie alle Gummidichtungen auf Schäden und reinigen Sie diese mit einem Mikrofasertuch. Verlängern Sie die Lebensdauer der Gummiteile abschliessend mit einem pflegenden Silikonstift.

Kofferraum

Verstauen Sie Schneeketten, Eiskratzer und Co. wieder im Keller. Wenn Ihre Ausflüge in den Schnee Salzränder im Kofferraum hinterlassen haben, entfernt ein Waschsauger diese am gründlichsten. Ein Tipp fürs ganze Jahr: Verstauen Sie dreckige Wanderschuhe oder nasse Skistöcke in einer Plastikbox im Kofferraum. Dadurch sparen Sie viel Zeit bei der Autopflege im Innenraum.


Aussenpflege

Neben der Innenraum- ist auch die Aussenpflege beim Auto ein wichtiges Thema. Die Aussenpflege können Sie per Hochdruckreiniger vornehmen. Achten Sie dabei auf die Druckstufe («Medium» eignet sich bei Kärcher-Produkten für die Autowäsche) und den empfohlenen Sicherheitsabstand in der Gebrauchsanweisung.


Bitte vermeiden: das sind die Don’ts der Autoreinigung


  • Reinigungsschwamm ist nicht gleich Reinigungsschwamm. Grobe Schwämme eignen sich für verkrustete Pfannen, können am Autolack aber viel Schaden anrichten. Autoschwämme hingegen sind saugkräftig und aus weichen Materialien hergestellt.
  • Finger weg von fettlösenden Geschirrspülmitteln bei der Autorinigung. Diese lösen neben dem Dreck vor allem den schützenden Autowachs vom Lack ab und das Auto ist innert kürzester Zeit wieder verdreckt. Auch bei der Innenreinigung sollte darauf verzichtet werden, der Kunststoff kann mit der Zeit spröde und rissig werden. Greifen Sie für ein langanhaltendes Ergebnis für die Aussenreinigung auf eine sachmässige Reinigungspolitur zurück und nutzen Sie für den Innenraum einen Cockpit-Pflege Spray.
  • Im Internet geistern Videos herum, die behaupten, dass Sie Backofenreiniger bei der Felgenpflege einsetzen können. Backofenreiniger enthalten aggressive Chemikalien, welche die Aluoberfläche Ihrer Felgen irreparabel angreifen. Eine sachgemässe Felgenreinigung ist weniger kompliziert als gedacht.

Machen Sie sich stark gegen starken Schmutz


Hartnäckige Flecken

Wenn Flecken erst mal auf Polstern eintrocknen, sind sie oft schwierig zu entfernen. Setzen sie auf einen Polsterspray oder bearbeiten Sie den Fleck mit einem Waschsauger. Testen Sie den Polsterspray zuerst an einer versteckten Stelle auf seine Farbechtheit. Der Waschsauger sprüht Wasser gemeinsam mit dem Reinigungsmittel auf die Sitze und saugt danach beide Komponenten wieder ab. Sowohl Polsterspray als auch der Waschsauger entfernen neben dem Fleck auch unangenehme Gerüche aus den Polstern.


Hundehaare

Hundehaare verweben sich schnell mit Teppich- und Polsterfasern im Auto und sind oft schwierig zu entfernen. Reicht der Staubsauger und die Fusselrolle nicht mehr aus, gibt es spezielle Staubsaugeraufsätze für Tierhaare oder Tierhaar- und Fussel-Entferner-Handschuhe.


Zigarettenrauch

Riecht das Auto nach einer ausgiebigen Innenraum- und Polsterreinigung noch immer nach Zigarettenrauch, können Sie versuchen, mit Hausmitteln Abhilfe zu schaffen. Hierzu stellen Sie beispielsweise über Nacht eine Schüssel Mehl, gemahlenen Kaffee oder Reis ins Auto. Diese Lebensmittel binden sowohl Feuchtigkeit als auch Gerüche. Ein Geruchsvernichter kann als alternative Abhilfe schaffen. Als letzter Ausweg bei sehr hartnäckigen Gerüchen können Sie den Innenraum vom Profi mit Ozon von Gerüchen befreien lassen.

Mit Vollgas in den Frühlingsputz

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg – und wer weiss, vielleicht sogar Spass! – bei der Autoreinigung. Hierzu haben wir für Sie eine Einkaufsliste erstellt.

Diese Beiträge könnten Sie auch noch interessieren

Welcher ist der richtige Kindersitz für das Auto

mehr

Autoreifen Wechseln in einer Stunde

mehr

In 5 Schritten zur aufgeräumten Garage

mehr

Mit deinem Kärcher gegen Dreck, Schmutz und Schweinebacken

mehr