Kundenevent JUMBO Arbon - Lernende als Projektmanager
Freitag, 4.06.2010 JUMBO Arbon:
Im Kreis stehen die acht Jugendlichen im Freizeitlook noch etwas unbeholfen vor der Filiale Arbon. Es ist kurz vor neun Uhr. Heute ist ihr grosser Tag. Der Tag, an dem sie ihr eigen vorbereitetes Projekt durchführen dürfen. Sie freuen sich darauf, sind aber aufgeregt und nervös. Die acht Lernenden sind im zweiten Ausbildungsjahr und kommen aus der Deutschschweiz. Die Vorbereitung des Projekts hat sie sowohl Arbeits - als auch Freizeit gekostet. Aber das ist es ihnen Wert. Die ganze Verantwortung des Projekts liegt in ihren Händen und das macht sie Stolz. Seit vier Jahren führt die Berufsbildung von JUMBO das Projekt «Lernende als Projektmanager» durch. Die Lernenden bekommen so die Möglichkeit einen Anlass von der Idee bis zur Umsetzung selbstständig durchzuführen.
Das Projekt beginnt
Als «Lokalmatadorin» nimmt Bettina Huber, die Lernende der Filiale Arbon, die Leitung in die Hand. Somit kann sich der von der Gruppe gewählte Projektleiter, Fejzullah Shala, für den Moment zurücklehnen. Platz muss für die vorgesehenen Verkaufsstände geschaffen werden. Frau Huber gibt Anweisungen und Instruktionen wo sich die Ware in der Filiale befindet. Nach der ersten Besprechung schwirrt die Gruppe der Lernenden wie die Bienen durch die Filiale. Direkt vor dem Eingang sollen drei Verkaufsstände zum Thema OEKO-Tipp, eines der diesjährigen Ziele des Projekts, aufgebaut werden. Das Projekt soll drei Hauptziele erfüllen. Zum einen sollen die Kunden direkt sehen, dass es sich um eine Veranstaltung handelt, die von Lernenden organisiert und durchgeführt wird. Zum anderen soll das Ziel des Events den Verkauf von OEKO-Tipp Produkten steigern und zu guter Letzt soll sich der gesamte Event positiv auf das Image der Jumbo-Markt AG auswirken.

Verkaufsstände entstehen
Vor dem Eingang der Filiale Arbon sollen drei Verkaufsstände, die sich alle rund um das Thema OEKO-Tipp drehen, entstehen. Ausserdem soll weiter vorne, vor dem Eingang, ein Glücksrad platziert werden, wo Kunden, die ein Produkt von OEKO-Tipp gekauft haben, am Glücksrad drehen dürfen. Es gibt einen Stand mit Farben, Wasser und Elektronik und einen mit Gartenprodukten. An jedem Stand wird der Kunde von den Lernenden mit Hilfe von kleinen Demonstrationen oder Selbstversuchen auf die Vorteile der OEKO Produkte hingewiesen. Auf einer Holztafel können sich die Kunden direkt von der Deckkraft der Farben überzeugen, denn das Gerücht, dass emissionsarme Farben weniger deckend sind, hält sich hartnäckig. Energiesparlampen werden vorgeführt und der geringe Stromverbrauch wird expliziet erklärt. Gartenprodukte wie Erde ohne Torf und Gartengeräte mit FSC zertifizierten Holzgriffen werden vorgestellt. Am letzten Stand wird in einem Spülbecken der Unterschied einer normalen Wasserdüse zu einer Spardüse demonstriert. Nach kürzester Zeit füllt sich das Becken der normalen Düse um fast die Hälfte mit mehr Wasser. Hinter dem Stand soll auf die angrenzende Strasse hinaus ein Modell eines «Kärcher» Hochdruckreinigers vorgeführt werden. Der «Kärcher» soll den massiv geringeren Wasserverbrauch im Gegensatz zu einem Einsatz eines normalen Gartenschlauchs aufzeigen.


Nicht alles verläuft nach Plan
Der «Kärcher» läuft nicht. Es fliesst kein Wasser raus. Es ist 10:40 und um 11:00 sollte alles bereit sein. Frau Huber und Herr Shala versuchen gemeinsam das Problem zu lösen. Herr Krasniqi steht daneben und versucht ebenfalls zu helfen, als Frau Huber plötzlich entnervt zu Herr Krasniqi sagt: „Kein Wunder das kein Wasser kommt, du stehst ja auf dem Schlauch!“ Genervt von der Situation wendet er sich ab. Die Nerven liegen blank. Der Druck ist gross und schliesslich wollen alle Lernenden, dass es klappt. Für die Demo der Wassersparhähne muss die Pumpe an Strom angeschlossen werden. Das gelbe Kabel liegt quer vor dem Eingang direkt vor der Filiale. Der Lagerist kommt vorbei und lässt die Lernenden wissen, dass dies zu gefährlich für die Kunden sei. Das Kabel könnte zu einem Unfall führen. Wieder muss auf die Schnelle eine Lösung gefunden werden. Am Schluss einigt man sich. Das Kabel wird über eine Leiste gezogen und kann so niemanden mehr gefährden. Die Verkaufsstände nehmen immer mehr Gestalt an. Bereits bleiben einige Kunden interessiert davor stehen. „Können wir noch eine Pause machen, wenigstens eine Rauchpause?“ fragen die Jugendlichen fast flehend Frau Fausch. Jennifer Fausch ist für die Berufsbildung tätig und überwacht die Lernenden und deren Projekt. 10:51, nächstes Problem. Beim Glücksrad fehlen die Trostpreise, die Kasse und das Geld. Ausserdem diskutieren Liridon Morina und Dzenita Elkaz, die an diesem Tag für das Glücksrad eingeteilten Lernenden, angeregt darüber, welcher Zahl des Glückrads welchem Gewinn zugeordnet wird. Kurz vor 11:00 werden noch die JUMBO T-Shirts inklusive Namenschilder verteilt.


Zwischenbilanz der Lernenden kurz vor 11:00 Uhr - Eventstart
| Bettina Huber, Filiale Arbon: | |
| Martina Gehrig, Filiale Hinwil: | |
| Nicole Brugger, Filiale Pratteln: | |
| Luca Gurzeler, Filiale Emmenbrücke: | |
| Fejzullah Shala, Projektleiter, Filiale Dietlikon: | |
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| Dzenita Elkaz, Filiale Frauenfeld: | |
| Kastriot Krasniqi, Filiale Baden: |
Endlich 11:00, Start des Projekts und bereits ein erster Kunde
Ein älterer Mann ist der erste Kunde. Er hat sich eine Sparlampe gekauft und freut sich nun, am Glücksrad drehen zu dürfen. Zum Glück hat er das Geld passend, denn die Kasse ist noch nicht eingerichtet, das Wechselgeld fehlt. Von diesen kleinen Startschwierigkeiten kriegt der Kunde nichts mit. Freundlich wird er von Herr Morina beraten. Inzwischen bemalen Frau Gehrig und Frau Brugger am Farbenstand kleine Flächen auf der weissen Tafel. Es soll aufgezeigt werden, dass auch emissionsarme Farben, deckend und kräftig sein können. Immer wieder sprechen die beiden Frauen vorbeigehende Kunden an, ob sie nicht Lust hätten, die Farben ebenfalls auszuprobieren. Einige Kunden bleiben stehen, lassen sich beraten oder schauen neugierig der Demonstration der zwei Lernenden zu. Am Gartenstand berät Herr Gurzeler zusammen mit Herr Shala und Herr Krasniqi einen Kunden. Der interessierte Kunde hat zu allen möglichen Produkten fragen und lässt sich von den drei Jugendlichen, die sich sichtlich Mühe geben, alles genau erklären und zeigen. Die Lernenden ergänzen sich ohne grosse Worte. Wo einer was nicht genau weiss, spricht der andere weiter oder zeigt anhand von einer Demonstration die Vorteile der Produkte auf. Man spürt, dass die Lernenden Spass an der Verantwortung und am Projekt haben. Alle sind sehr engagiert und zeigen vollsten Einsatz, damit ihr Projekt erfolgreich sein wird. Am 29. September 2010 werden sich alle nochmals treffen. Dann nämlich wird geprüft, ob die Zielvorgaben erreicht wurden. Die Lernenden werden dann dem CEO, der Geschäftsleitung und den Regionalsverkaufsleitern ihr Projekt anhand einer Präsentation erläutern. Ob es erfolgreich war, weiss heute noch niemand. Sicher ist jedoch, dass die Lernenden enorm von diesem einen Tag, an dem sie die Verantwortung hatten, profitieren konnten.












